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Kritik: Herz im Kopf (2001)


Nicht noch ein Teeniefilm? Einer wie dieser schon. Die Autoren von " Nach fünf im Urwald" und "Crazy" zeigen erneut ein Gespür für die Schwierigkeiten der Pubertät und die erste Liebe, für die man auch selbst etwas investieren muss.

Was bringt die Zukunft für den 18jährigen Halbwaisen und Schulabbrecher Jakob (Tom Schilling) als er, nach einem Jahr bei seinem Vater in Berlin, wieder in seinen alten Heimatort zurückkehrt? Nichts ist mehr so, wie es einmal war. Das Elternhaus existiert nicht mehr, und seine schwangere Schwester Petra lebt jetzt mit ihrem Sohn in einer Sozialwohnung in Frankfurt.

Als wäre Jakobs momentane Orientierungslosigkeit über seinen Platz in der Welt nicht schon verwirrend genug, verliebt er sich auch noch in das selbstbewusste polnische Aupair-Mädchen Wanda ( Alicja Bachleda-Curus). Durch die Erfahrungen mit der Verantwortung für einen Haushalt und zwei Kinder in einem fremden Land und einer fremden Sprache weiß Wanda, wie sie sich dem Leben stellen muss. Sie ist sich auch mehr als Jakob darüber bewusst, was sie will und dass man dafür auch was investieren muss. Mädchen sind in diesem Alter meistens einen Schritt weiter...

Aber auch sie hat es nicht leicht, weil es zwischen Jakob und ihrer Gastmutter durch Jakobs pubertäre Rebellenhaltung und seiner Unzuverlässigkeit immer wieder zu Streitigkeiten kommt! Jakob muss beginnen zu lernen, Verantwortung zu übernehmen und seine Gefühle und Schwächen zu zeigen. Aber wie, wenn es ihm sogar schwer fällt, seine eigene Schwester in den Arm zu nehmen, um sie zu trösten?

"Herz im Kopf" hält einem noch mal den Spiegel der Pubertät vor und somit den schweren Weg in die Welt der Erwachsenen. Dabei könnte er sich noch mehr als die fernsehgerechten 92 Minuten Zeit nehmen. Wer schwelgt nicht gerne in Erinnerungen an pubertäre Späße und die erste Liebe?






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