VG-Wort
Die Domain Spielfilm.de verwendet Cookies für funktionale und analytische Zwecke. Durch die Nutzung unserer Seite erklärst Du Dich damit einverstanden. Weitere Cookie-Informationen findest Du hier.

Ok, einverstanden!

oder
Willkommen bei den Rileys
Willkommen bei den Rileys
© Arsenal

Kritik: Willkommen bei den Rileys (2010)


Der Teenie-Hype um die schwülstige Vampir-Saga "Twilight" hat einen in den vergangenen Jahren gelegentlich vergessen lassen, dass deren Hauptdarstellerin Kristen Stewart eine durchaus recht talentierte Schauspielerin ist, die bereits mit 12 Jahren an der Seite von Jodie Foster in "Panic Room" zu überzeugen wusste. "Welcome to the Rileys", der bereits im vergangenen Jahr auf der Berlinale zu sehen war und nun endlich in die Kinos kommt, ist wie dafür gemacht, einen das Talent der inzwischen bald 21-Jährigen wieder ins Gedächtnis zu rufen.

Das Drehbuch von Ken Hixon erzählt die Geschichte eines seit Jahren über den Unfalltod der 15-jährigen Tochter in Trauer erstarrten Ehepaares, dass ausgerechnet dank einer jungen Stripperin wieder zusammen, und einen Weg zurück ins Leben, findet. Besonders gut gelungen sind ihm dabei zum einen die sauber entwickelten Charaktere, zum anderen die glaubwürdigen Dialoge. Unter der Regie von Ridley Scotts Sohn Jake entstand auf dieser soliden Basis ein sensibel inszeniertes, glaubwürdiges Drama, dass nicht mit Kamera- oder Schnittmätzchen fesselt (wenn auch die Kameraführung durchaus gelungen ist), sondern mit seinen drei hervorragenden Hauptdarstellern:
Brilliant gibt die vor kurzem mit dem Oscar (für ihre Nebenrolle in "The Fighter") bedachte Melissa Leo die von Ängsten seit Jahren ans Haus gefesselte Lois Riley, die sich erst, als sie glaubt ihren Mann zu verlieren, wieder ans Steuer ihres Wagens setzt.
James Gandolfini beweist nach Jahren als Tony Soprano in der TV-Serie "The Sopranos" hier in der Rolle des sowohl über den Verlust seiner Tochter, als auch über das langsame Dahinsiechen seiner Ehe in stiller Trauer gefangenen Doug Riley seine enorme Wandlungsfähigkeit. Und die bereits erwähnte Kristen Stewart als nur vordergründig toughe, in Wirklichkeit aber tief verletzte, liebesbedürftige junge Prostituierte Mallory, hält problemlos mit ihren Co-Darstellern mit.

Insgesamt ergibt sich so ein gelungenes, sensibles Drama, dass dank Kristen Stewart vielleicht einige Teenies anziehen wird, sich tatsächlich aber an ein erwachsenes Publikum richtet.

Fazit: Gelungenes, sensibel inszeniertes Drama mit sehenswertem Darsteller-Trio.





Spielfilm.de-Mitglied werden oder einloggen.