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Spiel auf Zeit (1998)

Snake Eyes

User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3.5 / 5

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Schwergewichts-Champion Tyler kämpft um den Titel, und als Ehrengast darf der protzige Detective Rick Santoro den Verteidigungsminister höchstpersönlich in "seiner" Stadt wilkommen heißen. Dessen Sicherheitsberater ist Kevin Dunne, der älteste und beste Freund von Santoro, der im Gegensatz zu ihm eine blitzsaubere Offizierskarriere hingelegt hat. Die Wiedersehensfreude ist von kurzer Dauer - der Minister wird erschossen und 14.000 Zuschauer werden mit einem Schlag zu Verdächtigen - die gesamte Halle wird gesperrt. Inmitten dieses Chaos konzentriert sich die Suche schnell auf eine mysteriöse Frau mit blonder Perücke, die unmittelbar vor dem Attentat mit dem Minister gesprochen hatte. In einem Wettrennen gegen die Zeit versucht Santoro, aus Aussagen und Überwachungsbändern den Tathergang zu rekonstruieren. Doch je mehr Puzzleteile er zusammenfügt, desto tiefer dringt er in eine unglaubliche Verschwörung...

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Filmkritik

Brian De Palma ("Die Unbestechlichen") gilt als Meister seines Fachs und könnte mit seinen virtuosen Kamerafahrten und komplexen Schnittfolgen vermutlich auch ein Telefonbuch spannend verfilmen. So liefert der Anfang des Films auch gleich den besten Beweis für die Perfektion, mit der De Palma eine schier endlose Einstellung ohne sichtbare Schnitte in Szene setzt: eine fast 20 Minuten lange Steadycam-Sequenz, die sich von der Einführung sämtlicher Hauptfiguren bis zum blutigen Attentat auf den amerikanischen Verteidigungsminister erstreckt.
Das Problem dieses Films aber ist, daß er das hohe Niveau der grandiosen Eröffnungssequenz nicht halten kann. Vielmehr entwickelt sich die zunächst überaus differenzierte und fesselnde Story immer mehr zu einem recht konventionellen Verschwörungs-Thriller, in dessen Verlauf der von Nicolas Cage mit parodistischen Zügen dargestellte Polizist Santoro an der Loyalität seines besten Freundes Kevin (Gary Sinise) zu zweifeln beginnt.
De Palma freilich hat stets einige Trümpfe im Ärmel: Wie in einem Puzzlespiel setzt er die eher banale Handlung in Rückblenden aus den Blickwinkeln der einzelnen Akteure zusammen, bedient sich ungewöhnlicher Kamera-Einstellungen, teilt die Leinwand bei Bedarf in mehrere Sektoren auf und führt die Hauptfiguren schließlich in einer - wenn auch unglaubwürdigen so doch wenigstens perfekt choreographierten - Klimax zusammen.
Nicolas Cage ("Stadt der Engel") und Gary Sinise ("Forrest Gump") leisten solide Arbeit, der eigentliche Star des Films aber ist die Kamera - fehlt also nur noch eine der großartigen Inszenierung würdige Story.




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Land: USA
Jahr: 1998
Genre: Thriller
Länge: 99 Minuten
FSK: 12
Kinostart: 19.11.1998
Regie: Brian De Palma
Darsteller: Carla Gugino, Nicolas Cage, Gary Sinise
Verleih: Buena Vista

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