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Leonardo DiCaprio
Leonardo DiCaprio
© BANG Showbiz

DiCaprio als schwules Mathe-Genie?

Biopic über Alan Mathison Turing

Leonardo DiCaprio soll an der Hauptrolle in einem Film über den britischen Mathematiker Alan Turing interessiert sein, der als einer der Väter der Informatik gilt

Wie deadline.com berichtet, erwarb Warner Bros. für eine siebenstellige Summe das Drehbuch "The Imitation Game", vom Newcomer Graham Moore. Der Deal wurde anscheinend durch das starke Interesse von Leonardo DiCaprio vorangeschoben, der seit geraumer Zeit an der Hauptrolle interessiert sein soll. Das Skript dreht sich um das britische Mathematikgenie Alan Mathison Turing (*1912, †1954). Er gilt heute als einer der Väter der Informatik: Im Zweiten Weltkrieg war er maßgeblich an der Entzifferung des "Enigma"-Verschlüsselungssystems beteilight, mit dem die Nazis ihre Funksprüche sicherten. Seine Arbeiten halfen später bei der Entwicklung des ersten programmierbaren elektronischen Computers "ENIAC" und 1953 entwickelte Turing selbst eines der ersten Schachprogramme.
Privat ging sein Leben zu dieser Zeit allerdings in die Brüche. 1952 brach Turings damaliger Lover, Arnold Murray, mit einem Komplizen in Turnings Haus ein. Als Turning den Einbruch meldete, geriet er selbst in Schwierigkeiten: Homosexuelle Beziehungen waren zu dieser Zeit in Großbritannien strafbar und man klagte ihn wegen "grober Unzucht und sexueller Perversion" an. Nach seiner Verurteilung wurde er psychiatrisch behandelt - was damals unter anderem in der Verabreichung von Östrogen bestand. Die Folgen: Langsame "Verweiblichung" seines Körpers und schwere Depressionen. 1954 aß Turing einen mit Cyanid vergifteten Apfel und starb. Erst 2009 erhielt er die öffentliche Würdigung, die er verdiente: Der britische Premierminister Gordon Brown veröffentlichte eine Regierungserklärung, in der er die Verurteilung und Verfolgung von Turing bedauerte und seine außerordentlichen Verdienste im Krieg lobte.
Moores Drehbuch beruht auf der Biographie "Alan Turing: The Enigma" von Andrew Hodges. Für die Regie soll deadline zufolge Ron Howard im Gespräch sein.



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