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The Imitation Game - Ein streng geheimes Leben (2014)

The Imitation Game

Britisches Drama nach wahren Begebenheiten: Das tragische Leben des genialen Mathematikers Alan Turing, der die Enigma-Funksprüche entschlüsselte.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4.0 / 5

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Das von den deutschen entwickelte Kodiergerät "Enigma" treibt die Alliierten in die Verzweiflung. Es verschlüsselt die Funksprüche der Nazis an ihre Wehrmacht und Marine und könnte schließlich kriegsentscheidend werden - es sei denn, den klügsten Köpfen von England gelingt es, die Funksprüche zu entschlüsseln. Im Bletchley Park in England arbeiten Mathematiker, Denker und Informatiker mit Hochdruck daran. Doch der große Coup gelingt schließlich dem jungen Londoner Alan Turing, einem der führenden Kryptoanalytiker des Landes. Turing wird von seinen Kollegen für seine Brillanz verehrt und hochgeschätzt, dabei wissen die wenigsten von seinem privaten, streng gehüteten Geheimnis. Turing ist homosexuell, im England der 40er und 50er Jahre eine Straftat. Allen voran der Vorgesetzte von Turing, Stewart Menzies (Mark Strong), will keinen "perversen Homosexuellen" im Team zu haben.

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Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse4 / 5

Seine Premiere erlebte das Drama "The Imitation Game" im vergangenen August, im September heimste der Film bereits seinen ersten Publikumspreis bei einem bekannten Festival (Toronto) ein. Auch bei den diesjährigen Oscars geht der Film von Morten Tyldum als großer Favorit ins Rennen, so ist er u.a. für die Königsdisziplinen "Bester Film" und "Bester Hauptdarsteller" nominiert. Tyldum bezog sich auf die erfolgreiche Biographie von Andrew Hodges, die zuerst Anfang der 80er- erschien. "The Imitation Game" ist ein exzellent gespieltes Historien-Drama, dass die Entschlüsselung der "Enigma"-Maschine ins Zentrum rückt und mit spannenden Thriller-Elementen umsetzt. Leider bleibt das tragische Wesen der Figur Turing am Ende zu sehr im Hintergrund.

Benedict Cumberbatch verleiht dem genialen Kenner der damaligen Informations- und Computertechnologie sowie dem vielleicht größten Denker des 20. Jahrhunderts ein hohes Maß an Glaubwürdigkeit und Tragik. Immer wieder changiert er zwischen großem Enthusiasmus und Glückseligkeit, etwa nach dem Entschlüsseln der Codes bzw. dem beruflichen Erfolg. Aber dann wiederrum sieht man ihm seine Bedrückung und sein Unglück an, sein Blick geht ins Leere und er versinkt in tiefe Melancholie. Dahinter steht freilich das größte private Drama des Mannes: die Tatsache, sein eigenes Selbst, seine wahre Sexualität ständig zu verbergen und zu unterdrücken.

Leider erfährt der Zuschauer aus diesem Bereich von Turings Lebens letztlich zu wenig und auch erwähnt der Film nur zu lapidar und beiläufig, dass Homosexuellen in jenen Tagen Zwangskastration und Gefängnishaft drohten. Immerhin der Hauptgrund dafür, wieso Turing nicht zu sich stehen kann. Andererseits gelingt es Regisseur Tyldum famos, die Wochen und Monate des Tüftelns der Wissenschaftler und Experten im abgeschiedenen Bletchley Park als packenden Thrill zu vermitteln. Als Zuschauer fiebert man von Beginn an mit, wenn die besten Logiker und klügsten Köpfe des Landes, täglich Stunden damit beschäftig sind, das große Rätsel endlich zu lösen.

Fazit: Trotz fehlender Infos zur Privatperson Turings, ein mitreißendes Thriller-Drama mit einem exzellenten Hauptdarsteller.




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Land: Großbritannien, USA
Jahr: 2014
Genre: Drama, Biopic
Länge: 113 Minuten
Kinostart: 22.01.2015
Regie: Morten Tyldum
Darsteller: Benedict Cumberbatch als Alan Turing, Keira Knightley als Joan Clarke, Matthew Goode als Hugh Alexander
Verleih: SquareOne

Awards - Oscar 2015Weitere Infos


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