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Cruz, Bardem und Almódovar verurteilen Israels Angriffe auf Gaza

Jon Voight schreibt offenen Brief an Javier Bardem und Penelope Cruz

"Attackiert zu Lande, zu Wasser und aus der Luft..."

Pedro Almódovar
, Penélope Cruz und Javier Bardem gehören zu einer Gruppe von Filmgrößen, die am Dienstag mit einem offenen Brief in spanischen Lokalzeitungen Israels Angriffe auf den Gaza-Steifen anprangerten. "Gaza durchlebt in diesen Tagen Horror", heißt es in dem Schreiben. "Attackiert zu Lande, zu Wasser und aus der Luft." Weiterhin wird beklagt, dass man Palästinensern die Wasserzufuhr, Elektrizität, sowie freien Zugang zu Krankenhäusern, Schulen und Feldern verweigerte. Und: Israelische Befehlshaber würden einen "Völkermord" durchführen. Die Europäische Union müsse die Angriffe verurteilen, fordern die Unterzeichner, und Israel einen Waffenstillstand initiieren. Das Schreiben endet mit dem Wunsch nach "Grenzöffnungen, um die Mobilität der Bevölkerung zu erleichtern und die Einfuhr von medizinischen Gerätschaften, Medikamenten und Nahrung zu ermöglichen." Damit sollen sich "Schäden, welche die israelischen Angriffe auf dem physischen, moralischen und psychologischem Niveau, auf dem die Gaza-Bevölkerung und insbesondere die Kinder leiden" den Stars zufolge "reparieren" lassen. Mit einer lauten Gegenstimme meldete sich bisher nur die notorische Moderatorin Joan Rivers zu Wort: "Aber sie [Hamas] haben angefangen! 30.07.2014 von Sira Brand

UPDATE: Javier Bardem streitet Nazi-Vorwürfe ab
Javier Bardem hat sich gegen Vorwürfe gewehrt, er sei ein Antisemit. Der Schauspieler wurde stark kritisiert, nachdem er, seine Frau Penelope Cruz, Regisseur Pedro Almodovar und einige andere bekannte Namen der spanischen Filmindustrie einen offenen Brief unterschrieben hatten, der die israelischen Luftangriffe auf den Gazastreifen als "Genozid" bezeichnet. Der 45-Jährige selbst aber verteidigt sich in einem Statement: "Meine Unterschrift war einzig und allein als Bitte um Frieden gemeint." Gegen die Vorwürfe, er sei antisemitisch, sagt Bardem: "Obwohl ich das militärische Vorgehen der Israelis kritisiere, habe ich großen Respekt vor den Menschen dieses Landes und fühle mit ihnen für ihren Verlust. Jetzt werden meine Frau und ich von einigen Leuten als antisemitisch abgestempelt, was dem kompletten Gegenteil unserer Natur entspricht. Wir hassen Antisemitismus genauso wie wir die schrecklichen und schmerzhaften Folgen des Krieges hassen."
Der 'Skyfall'-Darsteller sei dazu erzogen worden, gegen jegliche Form von Gewalt zu sein - egal, ob sie sich gegen Religionen oder Ethnien richtet. Palästinensische und israelische Mütter würden dasselbe Leid teilen. "Die Politik sollte solch riesigen Schmerz auf beiden Seiten nicht rechtfertigen", findet Bardem und hofft, dass die Oberhäupter beider Staaten auf UN-Sekretär Ban Ki-moon hören, der sagte: "Im Namen der Menschlichkeit, die Gewalt muss enden."
(01.08.2014)


UPDATE:
Schauspieler Jon Voight wirft seinen spanischen Kollegen vor, mit ihrem Schreiben zu Israels Angriffen auf Gaza den weltweiten Anti-Semitismus zu befördern. In einem eigenen offenen Brief unterstellt er Javier Bardem, Penelope Cruz und allen Unterzeichnern des offenen Briefs der spanischen Filmschaffenden zudem Unwissen über die Entstehungsgeschichte Israels und die Ursachen des aktuellen Konflikts. Sein Brief endet mit dem Satz "Ihr solltet euch schämen, eure Taten bedauern und um die Vergebung des leidenden israelischen Volks bitten".





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