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Pixars Großväter

Durch animierte Kurz- und Spielfilme wie Toy Story 1 und 2, Die Monsters AG, Ratatouille und WALL•E sind die Pixar Animation Studios zu einer weltweit bekannten Institution geworden.

In diesem Jahr (2009) kommt nun ein neuer Disney/Pixar-Film in unsere Kinos: Die Geschichte der beiden Abenteurer Russell und Carl. Russell ist ein überaus optimistischer 8-jähriger Junge, während Carl Fredricksen ein mürrischer 78 Jahre alter Mann ist. Doch trotzdem zählt Carl zu den faszinierendsten Gestalten von OBEN und irgendwie muss man ihn einfach lieb haben.

Du weißt vielleicht, dass Carl nicht der erste sympathische alte Herr ist, der in einem Disney/Pixar erschienen ist. Im Rückblick auf einige der Klassiker sollte man fast meinen, dass solche Männer zum Erfolgsrezept dazugehören.

1997 – Geri’s Game - Großvater Geri

Geri’s Game ist ein 1997 von Pixar herausgebrachter Animationskurzfilm von 5 Minuten Länge, der einen Oscar für „Bester animierter Kurzfilm“ gewann.

Der Haupt- und einzige Darsteller des Films ist der grauhaarige alte Schachspieler Geri. Er erinnert ein bisschen an den Schauspieler Jonathan Harris, der später die Synchronisation dieser Figur in Toy Story 2 übernahm, wo Geri den Arm von Cowboy Woody repariert.
Regisseur Jan Pinkava hat erklärt, Geris Figur sei ein Abbild seiner älteren Verwandten, vor allem aber seines eigenen Großvaters, der sehr gern Schach spielte.


1998 – Das große Krabbeln (A Bug’s Life) - Cornelius


In Das große Krabbeln ist Cornelius ein querulanter Rentner mit konservativen Ideen, der alles Neue und Moderne ablehnt – also jemand, dem viele von uns schon einmal begegnet sind …

Was Cornelius aber zu einer so interessanten Figur macht, ist, dass der uns nur zu bekannte mürrische Opa diesmal eine Ameise ist. Der Film gilt weithin als ein Meisterwerk der Animation und wurde für einen Oscar nominiert.



2004 – Die Unglaublichen (The Incredibles) - Cameo-Charaktere


Disney/Pixars Brad Bird, der Drehbuchautor/ Regisseur von Die Unglaublichen und Ratatouille, ist ein großer Fan der „Neun alten Männer“ von Disney – den legendären Animatoren, die von der ersten Stunde an mit Walt Disney zusammengearbeitet haben.

In Die Unglaublichen zollt Bird zwei von diesen Disney-Animatoren – Frank Thomas und Ollie Johnston – Tribut. Die beiden unvergesslichen Männer machen ihren Auftritt in einer kurzen Szene nach dem Sieg der Unglaublichen über einen bösen Roboter. „Hey, hast du das gesehen? So muss das gemacht werden. Das ist die alte Schule.“, sagt Frank zu seinem Freund. Worauf Ollie erwidert: „Ja, es geht nichts über die alte Schule.“ Ollie Johnston, der an Klassikern wie Schneewittchen und Das Dschungelbuch mitgearbeitet hat, lebte zur Entstehungszeit des Films noch, verstarb aber im April 2008 im Alter von 92 Jahren.


2004 – Cars - Doc Hudson

Ein weiterer erfolgreicher Animationsfilm von Disney/Pixar ist Cars, in dem (richtig geraten!) Autos menschliche Eigenschaften besitzen.

Erzählt wird, wie der schnittige junge Rennwagen McQueen versehentlich in einem vergessenen Wüstenkaff landet. Dort findet er neue Freunde, unter denen sich auch das alte Rennauto Hudson Hornet befindet, ein 1950er Modell, das des Lebens müde ist.

Dieser Charakter basiert auf dem echten Rennwagen „Fabulous Hudson Hornet“, der für seine fantastische Leistungen beim NASCAR Grand National von 1951 und 1952 berühmt war. In Autos wie wir trauert Doc Hudson immer noch wegen seines Versagens beim NASCAR-Rennen von 1954, aber durch seine Interaktion mit seinem jungen Freund ändert er sich allmählich und erweist sich als ein wichtiger Part für die Entwicklung der Hauptfigur McQueen.


2009 – OBEN (UP) Carl Fredricksen



2009 bringt uns nicht nur den ersten 3D-Animationsfilm von Disney/Pixar, sondern auch den ersten mürrischen alten Mann in einer Hauptrolle: Carl Fredricksen.

„Er ist einfach eine faszinierende Figur“, sagt John Lasseter, der Kreativ-Direktor von Disney/Pixar. „Carl ist schon fast 80, steckt aber immer noch voller Leben. Er macht aus seinem Haus ein fantastisches Luftschiff und fliegt mit ihm um die Welt zu einem andern Kontinent … isst aber natürlich weiterhin jeden Tag pünktlich um 3 Uhr 30 zu Mittag.“

Nach dem Erfolg des Films auf den Filmfestspielen von Cannes scheint bewiesen, dass ein mürrischer alter Mann nicht nur in Nebenrollen brillieren kann, sondern auch einen der vielschichtigsten und interessantesten Hauptdarsteller abgibt, die bisher im Animationsbereich zu sehen waren.

OBEN kommt am 17. September in die Kinos und ist, wo immer technisch möglich, auch als volles dreidimensionales Erlebnis in Disney Digital 3-D(tm) zu sehen.


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