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Labor Day - Jason Reitman
Labor Day - Jason Reitman
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Labor Day: Vom Roman zum Film

Jason Reitmans Adaption des Bestsellers

Regisseur Jason Reitman ("Juno", "Up in the Air") adaptiert in seinem neusten Film "Labor Day" den Bestseller Roman "Der Duft des Sommers" von Joyce Maynard. In nur zehn Tagen geschrieben, war der Roman für Maynard eine ganz besondere Erfahrung. "So schnell habe ich noch nie geschrieben, ein persönlicher Rekord, weil ich selbst wissen wollte, wie die Geschichte ausgeht", so die Autorin. Im Jahr 2009 erschienen, erzählt der Roman aus der Sicht des 30-jährigen Henrys von einem Wochenende im Jahre 1987, an dem ein Fremder sein Leben und das seiner Mutter Adele für immer auf den Kopf stellen sollte.

Bei einem seltenen Besuch im Supermarkt treffen Henry und Adele auf den verletzten Frank Chambers. Verzweifelt sucht er nach einer Unterkunft, scheint jedoch etwas zu verbergen. Trotz anfänglicher Skepsis, nehmen sie ihn auf und in nur drei Tagen entsteht eine tiefe, emotionale Bindung, die intensiver nicht sein könnte.

Reitman schafft es, diese Intensität auf die Leinwand zu bannen und ohne Kitsch, dafür umso nuancierter, eine ganz besondere Liebesgeschichte einzufangen. "Mich haben schon immer Geschichten angesprochen, in denen die Figuren vermeintlich unerklärbare Dinge tun", beschreibt Reitman sein Interesse an diesem Stoff. "Und es hat mir als Regisseur immer schon gefallen, Geschichten erzählen zu können, bei denen sich das Publikum die Frage stellt, warum etwas geschieht oder warum etwas nicht geschieht."

So wichtig, wie die Geschichte selbst, ist Reitman auch das eingefangene Bild. Kameramann Eric Steelberg und Szenenbildner Steve Saklad plädierten für eine Studiobühne, doch Reitman ließ sich nicht beirren, er drehte alle 300 Szenen des Films vor Ort im Städtchen Shelburne Falls (Massachusetts) und in der Bostoner Vorstadt Acton. Eine echte Location ist "die halbe Miete, um eine Geschichte zum Leben zu erwecken", so Reitman. Zwar ist man bei Dreharbeiten im Freien Wind und Wetter ausgesetzt und arbeitet in einem echten Haus zwangsläufig auf engstem Raum. Doch gerade durch diese Nähe zum Geschehen wirkt "Labor Day" glaubwürdig und lebensnah. Der Zuschauer ist damit nicht mehr länger nur ein Beobachter, sondern wird von der Atmosphäre mitgenommen.

Einen großen Anteil an dieser Stimmung haben auch die beiden Hauptdarsteller: "Es ist eine Sache, zu spielen und Dinge zu sagen und in der Lage zu sein, Menschen durch Dialog zu berühren. Es ist aber eine ganz andere Angelegenheit, jemanden mit bohrendem Blick anzusehen und allein damit Mitgefühl zu erregen, ob man nun vor Angst erstarrt oder es einem das Herz bricht. Josh und Kate beherrschen das perfekt", sagt Reitman. Oscar®-Gewinnerin Kate Winslet ("Der Vorleser") verkörpert eine gebrochene Frau und doch zugleich eine liebende Mutter, während Josh Brolin ("No Country for Old Men") die Rolle des einfühlsamen Fremden mit der dunklen Vergangenheit auf den Leib geschrieben scheint.

Doch "die eigentliche Entdeckung in diesem Film ist Gattlin Griffith", sagt Reitman. Von Natur aus talentiert, besäße Griffith die Gabe, einfach "alles zu machen und gleichzeitig doch gar nichts zu machen" und beweist damit schon in jungen Jahren sein außergewöhnliches Talent für die Schauspielerei.

Zur Einstimmung auf diese unkonventionelle Liebesgeschichte von Jason Reitman hier der Trailer - weitere Clips und auch ein Interview mit Gattlin Griffith findet Ihr unter dieser News bei den Verknüpfungen...




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