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Geoffrey Holder gestorben
Geoffrey Holder gestorben
© MGM

Baron Samedi endgültig im Jenseits

"Leben und sterben lassen"-Bösewicht Geoffrey Holder gestorben

Seine diabolische Lache ist das, was von Roger Moores James Bond-Debüt "Leben und sterben lassen" von 1973 sicherlich im Gedächtnis geblieben ist. Geoffrey Holder als Baron Samedi ist eine der illusteren Bösewichte im 007-Panoptikum. Nun ist Holder am 5. Oktober 2014 im Alter von 84 Jahren an den Folgen einer Lungenentzündung in New York gestorben.

Der am 1. August 1930 in Port of Spain in Trinidad und Tobago in eine Mittelklassefamilie geborene Schauspieler mit der tiefen Stimme und der herzhaften Lache war auch Tänzer und Choreograph. Das Tanzen lernte er von seinem Bruder; bereits mit sieben Jahren schloss er sich einer Tanzgruppe an. 1954 siedelte er in die USA über, wo er in New York tanzte - 1954 gab er dort sein Broadway-Debut - und auch malte. 1957 erhielt der talentierte Maler ein Guggenheim Stipendium, um Malerei zu studieren. 1975 gewann er zweimal die Theaterauszeichnung Tony für seine Inszenierung und die Kostüme von "The Wiz", einer afro-amerikanischen Broadway-Variante von "The Wizard of Oz".

Seine Filmkarriere begann in Statistenrollen wie als Voodoo Tänzer in "Carib Gold" von 1957 oder als Tänzer in "Porgy und Bess" von 1959. Er wirkte in Woody Allens "Was sie schon immer über Sex wissen wollten..." von 1972 ebenso mit wie in John Hustons "Annie" zehn Jahre darauf. Seine markante Stimme machte sich Tim Burton zunutze, als er ihn 2005 als Erzähler in "Charlie und die Schokoladenfabrik" besetzte. In der gleichen Funktion wirkte Geoffrey bei seinem dann letzten Werk, dem Animationsfilm "Der kleine Zauberer - Hüter des magischen Kristalls" von 2008 mit.

Trotz seiner künstlerischen Brandbeite - sein größtes Publikum in den USA fand er wohl mit seinen Auftritten in der Werbung für "7Up" in der Siebzigern und Achtzigern. Zudem schrieb er zwei Bücher: Eins 1969 über Geschichten aus Trinidad, das er auch selbst illustrierte, und 1973 ein Kochbuch mit karibischen Rezepten.

Geoffrey Holder hinterlässt sein Frau Carmen De Lavallade, eine Tänzerin, die er 1955 am Broadway kennen gelernt hatte, und einen Sohn.


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