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Cinderella
Cinderella
© Walt Disney Studios Motion Pictures Germany

Vorschau US-Kinowochenende: Verzaubert "Cinderella" die Zuschauer?

Männerwelt hält sich an Liam Neeson

Nach den enttäuschenden Ergebnissen der vergangenen Wochen in den amerikanischen Kinos mit dem Tiefpunkt letzte Woche, als sowohl "Chappie" und "Big Business - Außer Spesen nichts gewesen" böse floppten und "The Best Exotic Marigold Hotel 2" es mit einem lediglich ordentlichen Ergebnis nicht kompensieren konnte, soll es ab heute wieder etwas mehr Gedränge an den Kassen der Filmtheater geben.

Besonders "Cinderella" sorgt für hoffnungsvolle Gesichter bei den Kinobesitzern. Walt Disney Pictures haben mit ihren letzten drei Märchenfilmen "Alice in Wonderland" von 2010, "Oz the Great and Powerful" von 2013 und "Maleficent" von 2014 gigantische Hits gelandet. Es gelang jeweils der für Disney so wichtige Spagat, Familien mit kleinen Kindern, aber auch Jugendliche und Erwachsene in die Lichtspielhäuser zu locken. Und das mit Produktionen, die bei weitem nicht so gut bei den Kritikern ankamen wie "Cinderella".

Der Fantasy-Film von Kenneth Branagh hat von Beginn an exzellente Rezensionen erhalten. Die Kritiker loben die traditionelle Herangehensweise an den Märchenklassiker, der sich nahe an dem Disney-Zeichentrickfilm von 1950 orientiert. Auch die Mundpropaganda ist gut. Aber der wahre Clou, mit dem das Haus mit der Maus sicherlich noch den ein oder anderen Kinosessel zusätzlich füllen wird, ist die gut verbreitete Ankündigung, dass als Vorfilm der sieben Minuten lange Zeichtrickfilm "Frozen Fever" laufen wird. Dieser knüpft an den Animationsfilm "Frozen" an, den viel geliebten Giganten, der 2013 weltweit über eine Milliarde Dollar einspielte.

Disney starten "Cinderella" mit 3845 Kopien, womit der Streifen mit Abstand der meistgezeigte des Wochenendes sein wird. Die oben genannten Disney-Produktionen starteten immer mit rund 70 Millionen Dollar. Diese Summe erwarten Branchenkenner nicht ganz für "Cinderella", aber 60 Millionen Dollar sollten mindestens drin sein.

Als Kontrastprogramm für ein weniger Märchen-affines Publikum bringen Warner Brothers den Kriminalfilm "Run All Night" auf 3171 Leinwände. Gerade erst war Liam Neeson mit "Taken 3" erfolgreich in den Kinos, da kehrt er mit dieser erneuten Kollaboration mit seinem "Unknown"- und "Non-Stop"-Regisseur Jaume Collett-Serra in die Kinosäle zurück. Mit diesem hat er geschäftsmäßig gute Erfahrungen gemacht: Beide Filme waren 2011 und 2014 erfolgreich.

Die Kritiken zu "Run All Night", der von einem Auftragsmörder erzählt, der innerhalb einer Nacht seine Loyalitäten zwischen seinem Sohn und seinem besten Freund, einem Gangster-Boss, klären muss, bewegen sich in der gleichen "Gemischte Gefühle"-Kategorie wie bei "Unknown": Die Journalisten loben Neeson, aber die Handlung leide unter zu vielen Schlenkern und der Film insgesamt an einer allzu routinierten Ausführung. Mit anderen Worten: Das hat man alles schon mal gesehen - und vermutlich besser.

Was für "Run All Night" spricht, ist die namhafte Besetzung neben Neeson: Ed Harris, Common und der aufstrebende Schwede Joel Kinnaman, der die Titelrolle im "Robocop"-Remake spielte. Allerdings hat der Streifen nur die Altersfreigabe "R - Restricted" erhalten, was das jugendliche Publikum ausschließt. Insofern rechnen Kinoexperten mit einem Wochenendeinspiel von nur 10 bis 15 Millionen Dollar, was in etwa Liam's Debüt mit "A Walk Among the Tombstones" vom September 2014 entspräche.

Damit würden beide Neustarter die vorderen Plätze belegen, da die Analysten einen Absturz des sowieso schon schwach gestarteten Spitzenreiters "Chappie" erwarten, der es bereits an seinem zweiten Wochenende nicht mal mehr auf das Treppchen schaffen soll.



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