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Pitch Perfect 2
Pitch Perfect 2
© Universal Pictures International Germany

Kinostarts Deutschland: "Pitch Perfect 2" auf Goldkurs

Wie stark weht der "Ostwind"?

Ein breites Angebot aus allen Herren Länder kommt in dieser Woche in die deutschen Lichtspielhäuser, wobei dann wahrscheinlich Hollywood mit "Pitch Perfect 2" die Nase vorne haben wird. Interessant wird sein, wie stark sich eine deutsche Fortsetzung schlagen wird: Der Pferde-Familienfilm "Ostwind 2".

"Mad Max: Fury Road"


Abenteuerfilm
Australien
120 Minuten
FSK 16

In einer postapokalyptischen Welt hilft ein kampferprobter Einzelgänger (Tom Hardy), eine Gruppe von Frauen aus den Fängen eines grausamen Warlords zu befreien. 30 Jahre nach dem dritten, letzten und nicht allzu gut geratenen "Mad Max: Beyond Thunderdome" kommt mit "Fury Road" eine seit Jahrzehnten im Gespräch gebliebene Fortsetzung tatsächlich noch in die Kinos. Statt des in die Jahre gekommenen und ins Karriereloch gefallenen Ur-Mad Max Mel Gibson steigt nun Tom Hardy in die phantasievollen Vehikel. Regisseur, Drehbuchautor und Regisseur George Miller, der bereits von 1979 bis 1985 die drei Ur-"Mad Max" verantwortete, hat auch hier alle Fäden in der Hand - und offenbar seine feinsten zwei Stunden erwischt: Die Kritiker lieben seinen temporeichen, bildgewaltigen und berauschenden Action-Film mit überraschendem erzählerischen Gewicht, die ersten Zuschaurreaktionen sind ebenfalls enthusiastisch. Auch unser Kritiker Falk Straub ist angetan.

"Pitch Perfect 2"

Komödie
USA
114 Minuten
FSK 6

2012 ein Überraschungserfolg, danach ein langlebiger Hit auf Disc, kommt hier die Fortsetzung über die Acapella-Gruppe Barden Bellas rund um Anna Kendrick. Die Produzentin und Schauspielerin des ersten Teils, Elizabeth Banks, führte diesmal auch Regie und hat wiederum eine sympathische und flotte Komödie vorgelegt, die bei Kritik und den ersten Zuschauern gut angekommt. Unser Kritiker Carsten Moll hält den Streifen indes für zu nah am Original, um überraschen und überzeugen zu können. Inhaltlich geht es für die Barden Bellas diesmal darum, nach einem peinlichen Skandal bei einer Gesangs-Weltmeisterschaft, die noch nie von einer amerikanischen Formation gewonnen werden konnte, obsiegen zu müssen, um nicht aufgelöst zu werden.

"Ostwind 2"

Abenteuerfilm
Deutschland
107 Minuten
FSK 0

Über 800 000 Zuschauer (darunter sicherlich ein nicht geringer Teil pferdebegeisterter Mädchen) sahen vor zwei Jahren Katja von Garnier's "Ostwind". Nun kommt auch hier die Fortsetzung, in der das Mädchen Mika (Hanna Binke), das die Sommerferien auf dem Gestüt seiner Oma verbringt, in einige Abenteuer verwickelt wird, bei Mika auf die Hilfe eines Jungen (Jannis Niewöhner) zählen kann: Der drohende Konkurs des Gestüts, ein Reitturnier sowie die Befreiung gequälter Tiere. Dass von Garnier bei ihrem Werk einen allzu ausgeprägten Hang zu Zeitlupenszenen entwickelt, hat nicht nur unser Kritiker Björn Schneider bemerkt, der aber ansonsten den Daumen für den freundlichen und heiteren Familienfilm hebt. Die Deutsche Filmbewertungsstelle hat "Ostwind 2" mit dem Prädikat "Besonders wertvoll" bedacht: "Mit Realität hat diese Geschichte, dieses Wunschkonstrukt, nicht allzu viel zu tun. Andererseits ist er ein wunderschönes Märchen, eine Phantasiewelt voller schöner Illusionen, der eine bestimmte Zielgruppe sicher mitreißen und begeistern wird", heißt es in der Begründung.

"Zweite Chance"

Drama
Dänemark
97 Minuten
FSK 12

Psychodrama über einen Polizisten (Nikolaj Coster-Waldau), der heimlich das Baby eines Junkie-Pärchens entführt, nachdem sein eigenes Baby gestorben ist. Die dänische Regisseurin Susanne Bier ("In einer besseren Welt") hat bei ihrem Ausflug nach Hollywood mit dem Drama "Serena" hauptsächlich Lehrgeld bezahlt. Auf heimischen Gelände wie mit "En chance til" (so der Originaltitel von "Zweite Chance") bewegt sie sich sicherer. Ihr Streifen, der gemischte Kritiken erhalten hat, ist schwere Kost, in einem realistischen Stil inszeniert und zeigt eindringlich Kindesleid und das Leid der beraubten Mutter. Weiterhin geht es um Suizid, Verwahrlosung und häusliche Gewalt. Unserer Kritikerin Bianka Pieringer zufolge verhandelt auch schwergewichtige moralische Fragen, ist spannend, aber wenig glaubwürdig.


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