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Tote am Set von Tom Cruise's neuem Film "American Made"

Weitere Klage gegen Produzenten

(12.09.2015) Zweimotorige Maschine abgestürzt
Bei den Dreharbeiten zu Tom Cruise's neuem Film "Mena" sind gestern zwei Menschen ums Leben gekommen: Ein kleines Flugzeug stürzte mit drei Insassen ab, nur einer davon überlebte schwer verletzt. Die Toten wurden mittlerweile als Hollywood-Pilot Alan David Purwin und Carlos Berl identifiziert. Bei dem Verletzten handelt es sich um Jimmy Lee Garind. Dieser liegt nun im Krankenhaus. Man geht davon aus, dass die zweimotorige Maschine am Nachmittag von Santa Fe de Antioquia nach Medellin in Turbulenzen geriet und daraufhin abstürzte.

Im letzten Monat hatten die Dreharbeiten zu dem Streifen in Kolumbien begonnen. "Mena" dreht sich um den Piloten Barry Seal, der von der CIA rekrutiert wird, die aufkommende Kommunistenherrschaft in Zentralamerika zu untersuchen. Damit gerät er in eine der größten Undercover-Operationen der US-Geschichte und sieht sich mit einem gefährlichen Drogenkartell konfrontiert, das zur Bedrohung für das Weiße Haus wird. Cruise spielt darin die Hauptrolle, er befand sich laut Associated Press nicht an Bord der Maschine.

(15.09.2016) Update
Der Filmtitel hat sich inzwischen geändert, die Probleme für die Produzenten bleiben.

Die Familie von Carlos Berl, einem kolumbianischen Piloten, der im September letzten Jahres bei einem Flugzeugabsturz während der Dreharbeiten des Tom Cruise-Thrillers "American Made", der damals noch unter dem Titel "Mena" lief, ums Leben gekommen ist, hat gestern gegen die Produktionsgesellschaften Cross Creek Pictures und Imagine Entertainment Klage wegen widerrechtlicher Tötung beim Obersten Gericht in Los Angeles County eingereicht.

In der Klage wird behauptet, dass der Absturz durch Zeitdruck seitens der Filmstudios verursacht wurde: "Das Gebiet, über welches das Flugzeug flog, um Medellin zu erreichen, war für solch einen Flug unangemessen schwierig, besonders da dieser in einer hastigen und außerplanmäßigen Art und Weise in einem Flugzeug mit begrenzten Flugdaten und Wetterinstrumenten durchgeführt werden musste."

Daniel Hode, der Anwalt der Familie, erklärte darüber hinaus, dass die Produzenten sich darüber im Klaren waren, dass der Pilot nicht auf den Flug vorbereitet war: "Schon bevor er nach Südamerika reiste, hatte Carlos die Produktionsfirmen wiederholt davon in Kenntnis gesetzt, dass er über eine ungenügende Flugerfahrung in diesem bestimmten Flugzeug verfügte und Flugstunden benötigte. Seine Bitten wurden vollständig ignoriert."

Bereits im April hat die Witwe von Alan Purwin, einem Stunt-Piloten, der ebenfalls bei dem Absturz um sein Leben kam, die Produktionsgesellschaften und die Hinterbliebenen des Piloten Berl verklagt.


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