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Star Wars: Episode V - Das Imperium schlägt zurück
Star Wars: Episode V - Das Imperium schlägt zurück
© Lucasfilm / 20th Century Fox

TV-Tips für den Tag der Deutschen Einheit (3.10.): Die Rache des Darth Vader

Pro7 zeigt Meisterwerk "Das Imperium schlägt zurück"

Hervorragende deutsche Filme sind passend zum Tag der deutschen Einheit im Programm, die sich mit unterschiedlichen Phasen der deutschen Geschichte befassen: Mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs oder den Achtzigern in der DDR. Doch das Muss ist heute Abend pures Hollywood: Pro7 zeigt den zweiten "Star Wars"-Film "The Empire Strikes Back". Dieses Meisterwerk gilt als der beste aller bisherigen sechs Episoden.

"Star Wars: Episode V - Das Imperium schlägt zurück", Pro7, 20:15 Uhr
Nachdem die Rebellen brutal von ihrer neu eingerichteten Basis vertrieben worden sind, lässt sich Luke Skywalker (Mark Hamill) von Meister Yoda als Jedi ausbilden, während seine Freunde von Darth Vader verfolgt werden, der plant, über sie an Luke heranzukommen.

Nach dem Mega-Erfolg von "Star Wars" 1977 begann Regisseur und Drehbuchautor George Lucas sofort, den Handlungsentwurf für eine Fortsetzung zu verfassen. Das eigentliche Drehbuch ließ er Leigh Brackett schreiben, die dann allerdings an Krebs verstarb. Lucas wandte sich an Lawrence Kasdan, der gerade das Drehbuch zu "Raiders of the Lost Ark" für den Filmemacher fertiggestellt hatte und nun "The Empire Strikes Back" vollendete.

Nach den stressigen "Star Wars"-Dreharbeiten hatte George diesmal nicht die Absicht, den Film zu inszenieren, sondern konzentrierte sich auf seine Rolle als Produzent. Er wollte sich von den Hollywood-Filmstudios loslösen und nahm dazu auch einen Kredit auf, um den Science Fiction-Film, der mit 8 Millionen Dollar budgetiert war, selbst zu finanzieren. Als Regisseur engagierte er Irvin Kershner, der ihn einst an der School of Cinematic Arts der University of Southern California unterrichtet hatte.

Wie beim ersten Teil hatten die Dreharbeiten mit massiven Wetterproblemen zu kämpfen: Waren es drei Jahre zuvor Sandstürme in Tunesien gewesen, legten nun Schneestürme in Norwegen die Arbeiten lahm. Und selbst in den Elstree-Studios in London sorgte ein Feuer, das einige der 60 Kulissen - mehr als doppelt so viele wie bei "Star Wars" - zerstörte, für Verzögerungen. Die Kosten gerieten außer Kontrolle, am Ende war das Werk mit 18 Millionen Dollar doppelt so teuer wie veranschlagt. Als die Banken drohten, die Kredite zurückzufordern, musste sich Lucas doch wieder zu 20th Century Fox wenden, um um Unterstützung zu bitten.

Letztlich war das Risiko gering: Das "Star Wars"-Phänomen war nicht aufzuhalten, und wie der Vorgänger wurde auch "The Empire Strikes Back" der erfolgreichste Film des Jahres, obwohl die Kritiken zu Beginn nicht so positiv ausfielen wie bei Original. Weltweit spielte der Streifen 1980 rund 538 Millionen Dollar ein; nach drei Monaten hatte George alle Kosten wieder drin und konnte 5 Millionen Dollar an Boni an seine Mitarbeiter ausschütten.

Inzwischen ist es Konsens zwischen Kritikern und Fans, dass "Episode V" der beste aller "Star Wars"-Filme ist: Düsterer und unheimlicher, dennoch involvierender als der Vorgänger, überraschten Kershner und Kasdan die Zuschauer, indem sie die Reihe zu neuen emotionalen Höhen führten. Überzeugende Spezialeffekte wie Frank Oz' Yoda-Puppe und die erneut bahnbrechenden Spezialeffekte von Industrial Light and Magic trugen erheblich dazu bei.

"The Empire Strikes Back" erhielt drei "Oscar"-Nominierungen (für Ton, Kulissen und Musik), wovon er für den "Besten Ton" gewann, und zusätzlich einen Spezial-"Oscar" für die Spezialeffekte. 2010 nahm ihn die Library of Congress als "kulturell, historisch und ästhetisch bedeutsames Werk" in das National Film Registry auf, um es für die Nachwelt zu erhalten.

Ein amerikanischer Zuschauer meint: "Dieser Film bleibt ein extrem kraftvoller und gut gemachter Teil in der 'Star Wars'-Reihe, der in Sachen atemberaubendes Abenteuer nicht einen Schritt hinter den Vorgänger zurückfällt. Man hat es nicht oft, dass ein Film so gut wie 'Star Wars' herauskommt und dann eine Fortsetzung folgt, die genau so gut ist."



"Barbara", 3sat, 20:15 Uhr
Eine Ärztin (Nina Hoss) wird in den achtziger Jahren in der DDR in ein kleines Krankenhaus auf dem Lande abgeschoben, nachdem sie einen Ausreiseantrag gestellt hat.

Regisseur und Drehbuchautor Christian Petzold entdeckte Anfang der nulller Jahre die Novelle "Barbara" des österreichischen Autoren Herrmann Broch aus dem Jahr 1936. Diese handelt von einer kommunistischen Widerstandskämpferin, die sich Ende der Zwanziger in einen Krankenhaus in einen Arzt verliebt. Der Filmemacher, Sohn von DDR-Flüchtlingen, sah kein Verfilmungspotential in der Vorlage. Als er indes 2006 einen Arzt aus Fürstenwalde kennenlernte, der ihm berichtete, was Ärzte in der DDR, die einen Ausreiseantrag gestellt hatten, zu erdulden hatten, kam ihm "Barbara" wieder in den Sinn, und er verband Fiktion und Realität zu seinem Drama.

Für die Titelfigur engagierte er wieder seine Lieblingsdarstellerin Nina Hoss, mit der er bis dahin bereits viermal zusammengearbeitet hatte und 2014 in "Phoenix" ein sechstes Mal kooperieren sollte. Gedreht wurde nach Leseproben mit der Besetzung in Berlin hauptsächlich in einem seit Jahren leerstehenden Krankenhaus in Brandenburg an der Havel, dazu im mecklenburg-vorpommerschen Ahrenshoop und in Schneidlingen in Sachsen-Anhalt. Petzold und sein Kameramann Hans Fromm drehten "entsättigte" Bilder ohne Farben und Wind, stattdessen im "das Grau der Grenzübergänge", wie es der Filmemacher beschrieb, der viel Wert auf die authentische Ausstattung legte.

Petzold gelang ein intelligenter und durch und durch packendes Werk in langsamen Tempo, das eine subtile und fesselnde Charakterstudie bietet. Auf der Berlinale 2012 erhielt der Regisseur den Silbernen Bären für die "Beste Regie". Bei den Europäischen Filmpreisen war "Barbara" als "Bester Film", für die "Beste Regie" und für die "Beste Hauptdarstellerin" nominiert. Insgesamt gewann er rund zehn Auszeichnungen und war der deutsche Vorschlag für den "Oscar" als "Bester nicht englischsprachiger Film".

Kritiker Eric Schnider schrieb für "About.com": "Ein ruhiges, angespanntes Drama, das langsam zu seinem Ende aufbaut, das so subtil kraftvoll wie unausweichlich ist."



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