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Terminator 2 - Tag der Abrechnung mit Edward Furlong...egger
Terminator 2 - Tag der Abrechnung mit Edward Furlong und Arnold Schwarzenegger
© Kinowelt

TV-Tips für Sonntag (15.11.): Arnold rechnet ab

Pro7 zeigt Meisterwerk "Terminator 2"

Gleich zwei Meisterwerke locken heute Abend abseits des TATORT vor die Flimmerkiste: Auf RTL glänzen Chris Hemsworth und Daniel Brühl als Formel eins-Rennfahrer James Hunt und Niki Lauda in dem mitreißenden Drama "Rush", während Arnold Schwarzenegger wieder da ist in "Terminator 2" im Pro7-Spätprogramm.

"Rush - Alles für den Sieg", RTL, 20:15 Uhr
In den siebziger Jahren liefern sich die Formel eins-Piloten James Hunt (Chris Hemsworth) und Niki Lauda (Daniel Brühl) ein erbarmungsloses Duell.

Drehbuchautor Peter Morgan selbst hat sich beeilt zu erklären, dass dies kein Dokumentarfilm, sondern ein Spielfilm sei, bei dem vieles aus dramaturgischen Gründen zugespitzt wurde. Das fängt schon damit an, dass die wahre Rivalität zwischen Hunt und Lauda auf die Rennstrecke begrenzt blieb und nicht grundsätzlich auf das Zwischenmenschliche ausstrahlte, wie es dieses britische Drama insinuiert. Doch trotz mancher künstlerischer Freiheiten geben Morgan und Regisseur Ron Howard diese Rennsport-Ära immerhin so getreu wieder, dass sie den Segen von Niki Lauda erhielten: "Als ich den Film das erste Mal gesehen habe, bin ich beeindruckt gewesen. Es gab nur wenige Hollywood-mäßige Änderungen. Der Film ist sehr akkurat, und das hat mich positiv überrascht."

Gedreht wurde mit Nachbauten der Rennwagen unter anderem auf dem Nürburgring und in Großbritannien und in Österreich. Howard schuf einen geschickten, glänzenden und wie ein Rad ins andere greifenden Film, erlesen hergestellt mit aufregenden Rennsequenzen und zwei starken Hauptdarstellern, insbesondere Daniel Brühl, der für seine grandiose Leistung eine Golden Globe-Nominierung erhielt. Bei den Britischen Filmpreisen bekam das Werk einen BAFTA für den "Besten Schnitt".

In den USA floppte das 38 Millionen Dollar teure Meisterwerk trotz fabelhafter Kritiken und begeisterter Zuschauer, wurde mit weltweit 90 Millionen Dollar aber immerhin ein mäßiger Erfolg.

Kritiker Jack Giroux schrieb für "Film School Reflects": "Hemsworth und Brühl entwickeln schnell eine Wechselbeziehung, und auch wenn sie nicht viel Leinwandzeit miteinander verbringen, ist ihre Beziehung überzeugend, witzig, cool und oft emotional - dies alles lässt sich auch für Howard's Film insgesamt sagen."



"Die Brücken am Fluß", Arte, 20:15 Uhr
Vier Tage lang hält sich der Photograph Robert Kincaid (Clint Eastwood) 1965 in einer Kleinstadt in Iowa auf und verändert das Leben der verheirateten Hausfrau Francesca Johnson (Meryl Streep), die mit ihrer Familie auf einer Farm lebt, für immer.

Mit "American Sniper" hat Clint Eastwood gerade den größten Erfolg seiner Karriere gefeiert, aber schon vor 20 Jahren war er mit einem völlig unterschiedlichen Werk ebenfalls sehr erfolgreich. Dabei kam er als Regisseur nur auf Umwegen zu der Verfilmung des gleichnamigen Bestsellers von Robert James Waller aus dem Jahr 1992. Steven Spielberg hatte sich die Rechte an dem Roman gesichert und wollte ihn ursprünglich als nächsten Film nach "Schindler's Liste" inszenieren. Als er sich dann doch dagegen entschied, suchte er Bruce Beresford ("Miss Daisy und ihr Chauffeur") als Regisseur aus, der dann aber nach Differenzen über das Drehbuch, das mehrere Versionen verschiedener Autoren durchlief, aus der Produktion ausschied. Spielberg übertrug nun Hauptdarsteller Eastwood die Regie. Dessen wichtigste Entscheidung: Er setzte Meryl Streep als Hauptdarstellerin durch, nachdem Romanautor Waller sich für Isabella Rosselini ausgesprochen hatte. Gedreht wurde vor Ort in Madison County, das sich danach einem Strom von Touristen ausgesetzt sah, die alle die Brücken aus dem Film entdecken wollten.

Der für viele Macho-Rollen bekannte Eastwood zeigte mit diesem Drama 1995, das er auch eine sanftere Saite anschlagen konnte und schuf einen sentimentalen, langsamen, schmalzigen und letztendlich äußerst zufriedenstellenden Film. Es gelang ihm, die Geschichte mit Witz, Anmut und Gravitas zu adaptieren. Dass er an Streep auch gegen den Widerstand von Spielberg festgehalten hatte, machte sich bezahlt:
Die Aktrice wurde als "Beste Hauptdarstellerin" für einen "Oscar" und einen Golden Globe nominiert. Der 22 Millionen Dollar teure Streifen spielte weltweit 182 Millionen Dollar ein.

Ein amerikanischer Zuschauer meint: "Für einen Film, der hauptsächlich in einer Küche und auf Holzbrücken spielt, hat er eine Spannung und Intensität, die von den meisten Romanzen unter dem Eiffel-Turm oder vor der Golden Gate-Brücke nicht erreicht werden. Die technischen Aspekte - unter anderem Jack Green's liebliche Herbstphotographie und die wunderbare Musikauswahl - sind geradezu perfekt. Letztlich läuft der Film - und viel ruht dabei auf Streep' Schultern - auf eine starke Auseinandersetzung mit Bedauern und Verlust und der Feststellung, dass es keine perfekten Entscheidungen im Leben gibt, hinaus."



"Terminator 2 - Tag der Abrechnung", Pro7, 22:50 Uhr
Ein Cyborg (Arnold Schwarzenegger), indentisch mit demjenigen, der es nicht geschafft hat, Sarah Connor (Linda Hamilton) zu ermorden, muss nun ihren jungen Sohn John (Edward Furlong) vor einem höher entwickelten, aus flüssigem Metal bestehenden Cyborg (Robert Patrick) beschützen.

"I'll be back!" Und wie. Schon der Trailer zu "Terminator 2", der Fortsetzung von 1991 zu James Cameron's eigenem ersten Teil von 1984 signalisierte den endgültigen Beginn einer neuen Ära: Der flüssige Bösewicht T-1000 führte erstaunten Kinobesuchern erstmals vor, wozu die von Industrial Light & Magic computergenerierten Bilder in der Lage waren - und diese trugen maßgeblich zum phänomenalen Erfolg dieses Science Fiction-Films bei.

Die Arbeiten an seinem "The Abyss" von 1989 hatten Cameron gezeigt, dass die Fortschritte bei den computergenerierten Prozessen (CGI) so weit fortgeschritten waren, dass es nun möglich war, die Fortsetzung zu "The Terminator" von 1984 so umzusetzen, wie es sich der Filmemacher, der auch das Drehbuch schrieb, vorstellte. Seit "Tron" von 1982 verließ sich keine Produktion so sehr auf diese Technik wie dieser. Komprimiert machen diese Effekte nur 5 Minuten des ganzen 137 Minuten langen Werks aus, aber sie trugen enorm zum Erfolg der Produktion bei.

Nachdem es in langwierigen Verhandlungen gelang, die Rechte an der Figur dem Studio Hemdale abzukaufen, konnte Cameron, der den Streifen auch produzierte, loslegen und sein Team in Los Angeles zusammen stellen. 171 Tage von Oktober 1990 bis März 1991 dauerten die Dreharbeiten. Nicht nur die Drehzeit war enorm, auch das Budget von 102 Millionen Dollar war außerordentlich und betrug das Dreifache einer durchschnittlich Hollywood-Produktion und gar das 15-fache dessen, was "The Terminator" sieben Jahre zuvor gekostet hatte.

Es war aber nicht die Technik alleine, mit der Cameron dieses Meisterwerk kreierte, sondern auch die spannend inszenierten Action-Szenen und die Tiefe, die er den menschlichen Charakteren und sogar Schwarzenegger's T-800 verlieh.

Die Produktion gewann zahlreiche Preise (darunter vier "Oscars" für Beste Maske, Bester Ton, Bester Tonschnitt, Beste Visuelle Effekte), war ein weltweiter Hit mit einem Einspiel von knapp 520 Millionen Dollar und damit das weltweit erfolgreichste Werk des Jahres.

"Dieser Film ist perfekt. Er überträgt die Vision eines der einfallsreichsten Regisseure auf die Leinwand, realisiert diese mit all den Werkzeugen, die dazu notwendig sind - Schauspieler, Stuntmen, Puppen, Modelle, Computergraphiken. Ohne diese Vision wäre dieser Film nichts. Ohne diese Werkzeuge wäre dieser Film nichts. Und - das kann niemand bestreiten - dieser Film hat auch ein Herz", lobt ein Zuschauer aus Kalifornien.



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