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Komparsen am Set von Gods of Egypt
Komparsen am Set von Gods of Egypt
© BlackGirlNerds /Twitter

"Ägypter wie aus einem Seth Rogen-Film"

"Gods of Egypt"-Regisseur Alex Proyas entschuldigt sich

Hollywood will nicht so richtig lernen aus den Fehlern der Vergangenheit. Selbst dann nicht, wenn diese Vergangenheit gerade mal einige Monate her ist.

Nach den Kontroversen um Ridley Scott's "Exodus: Gods and Kings", der kritisiert wurde, weil er die im antiken Ägypten spielende Geschichte mit weißen Schauspielern besetzt hatte und kaum jemand auch nur annähernd nach Nahem Osten aussah, müssen sich jetzt Lionsgate Films und Regisseur Alex Proyas ("Knowing") für ihren "Gods of Egypt" entschuldigen, der am 26. Februar 2016 in den USA starten wird.

Um den Abenteuerfilm mit Gerald Butler waren analoge Anschuldigungen wie bei "Exodus: Gods and Kings" vorgebracht worden, zum Beispiel von Bette Middler, die in einem Tweet klarstellte: "Warum ist jeder in 'Gods of Egypt' weiß? Ägypter sind historisch und aktuell NIEMALS weiß gewesen. HALTET EUCH MAL WIEDER AN ERDKUNDE!! Es ist Afrika!"

Die Gruppe BlackGirlNerds veröffentlichte auf Twitter ein Photo von den Dreharbeiten des Films mit amerikanischen Komparsen und fragte darunter sarkastisch: "Warum sehen die ägyptischen Komparsen von 'Gods of Egypt' aus, als ob sie aus einem Seth Rogen-Film stammen?"

Im Gegensatz zu Scott, der sich letztes Jahr für seine Produktion nicht entschuldigen wollte, veröffentlichte Proyas laut "Forbes" am Freitag eine Entschuldigung: "Das Verfahren, einen Film zu besetzten, hat viele komplizierte Variablen, aber es ist eindeutig, dass unsere Besetzungsentscheidungen diversifizierter hätten ausfallen müssen." Lionsgate äußerten sich ebenfalls: "Wir erkennen unsere Verantwortung an, dass unsere Besetzungsentscheidungen die Vielfalt und die Kultur der dargestellten Zeit reflektieren müssen. In diesem Fall haben wir unsere eigenen Standards der Sensibilität und der Diversität nicht erreicht, wofür wir uns aufrichtig entschuldigen. Wir waren schon, wir können und wir werden hier wieder besser werden."



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