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Dirty Grandpa
Dirty Grandpa
© Lionsgate Films

Kinostarts USA: "Dirty Grandpa" verhebt sich

Schwache Premieren stören Leo nicht

2015 war ein gutes Jahr für Robert De Niro: Die Komödie "The Intern" ("Man lernt nie aus") und das Drama "Joy" waren solide Erfolge an den Kinokassen, und auch seine Leistungen wurden gelobt. Aber das Neue Jahr scheint der 72-Jährige mit einem Mega-Bock zu beginnen. Das erste Alarmsignal ist, dass Lionsgate Films seine Komödie "Dirty Grandpa" nicht vorab den Kritikern gezeigt haben, das zweite sind die schwachen Trailer und das dritte ist die negative Mundpropagande derjenigen, die den Streifen von Dan Mazer ("Das hält kein Jahr!") bereits sehen konnten. Angesichts dessen, und der Tatsache, dass der Mega-Flop "We Are Your Friends" vergangenes Jahr bewiesen hat, dass der Name von Mithauptdarsteller Zac Efron nicht unbedingt ziehen muss, erwarten Analysten nur rund 10 Millionen Dollar für die Produktion, von der nicht bekannt ist, wie viel Lionsgate in sie investiert haben. Der Streifen, der nur die Altersfreigabe "R" - Restricted - Jugendliche nur mit Erwachsenenbegleitung erlaubt - erhalten hat, startet in 2912 Kinos.

Mit etwas Glück könnte "Dirty Grandpa" der Einäugige unter den blinden Mitstartern werden, denen genauso wenig zugetraut wird. Mit "The 5th Wave" versucht mit Columbia Pictures ein weiteres Studio, eine dystopische Jugendbuchverfilmung in einen Kassenknaller und vor allem einen Mehrteiler a la "The Hunger Games" zu verwandeln. Das Unterfangen scheint vom Start weg dem Untergang geweiht. Chloe Grace Moretz ist keine Jennifer Lawrence, aber das Hauptproblem ist die Qualität des 38 Millionen Dollar teuren Streifens, die sich in den schlechten Kritiken widerspiegelt. Regisseur J Blakeson ("Die Entführung der Alice Creed") offeriert hier eine Mischung wenig überzeugender Spezialeffekte und einer ziemlich sinnlos-konfusen Handlung. Columbia, die den Science Fiction-Film mit 2908 Kopien starten, scheinen auf halbem Weg selbst den Glauben an ihre Produktion verloren zu haben, besieht man sich die halbherzige Werbekampagne. Branchenkenner erwarten 8 bis 11 Millionen Dollar für "The 5th Wave".

Und schließlich ein weiterer Kandidat aus der Kategorie "Verschlusssache". Auch STX Entertainment haben ihren Horrorfilm "The Boy" nicht vorab den Kritikern gezeigt - warum wohl? Der 10 Millionen Dollar teure Streifen von William Brent Bell ("Wer - Das Biest in dir") kommt, ebenfalls von wenig Werbung begleitet, auf 2671 Leinwände. Erwartet werden für den Film mit "Walking Dead"-Schauspielerin Lauren Cohan 7 bis 11 Millionen Dollar. Immerhin sind die Eindrücke derjenigen, die den Film über ein Kindermädchen und eine Porzellanpuppe schon gesehen haben, bislang überraschend positiv.

Doch keiner dieser drei Debutanten wird ins Rennen um die Spitze eingreifen können. Dort sollte voraussichtlich Golden Globe-Sieger und "Oscar"-Liebling "The Revenant" mit Leonardo DiCaprio an seinem dritten Wochenende erstmals an die Spitze klettern und damit "Ride Along" mit Ice Cube und Kevin Hart auf den zweiten Rang verdrängen.


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