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The Dark Knight
The Dark Knight
© 2007 Warner Bros. Ent.

TV-Tips für Karfreitag (25.3.): Der wahre Batman kehrt zurück

Pro7 zeigt Meisterwerk "The Dark Knight"

Püntklich zum Kinostart von "Batman vs. Superman: Dawn of Justice" zeigt Pro7 mit dem Meisterwerk-Doppelpack "Batman Begins" und "The Dark Knight" von Christopher Nolan, wie man der Batman-Figur wirklich gerecht wird. Der Fabel-Spielfilmabend wird von 3sat mit dem Epos "Lawrence von Arabien" abgerundet.

"Batman Begins", Pro7, 20:15 Uhr
Nachdem er von seinem Mentoren (Liam Neeson) trainiert worden ist, macht sich Batman (Christian Bale) daran, das von Kriminalität gepeinigte Gotham City von der Korruption zu befreien, welche die Vogelscheuche (Cillian Murphy) und die Schattenliga über die Stadt gebracht haben.

Satte acht Jahre ruhte die "Batman"-Saga, die Joel Schumacher mit seinem grausamen "Batman und Robin" 1997 auf alle Zeiten diskreditiert zu haben schien. Doch dann kam Christopher Nolan. Das Interesse war 2005 sicherlich da, aber niemand konnte vorausahnen, wie grandios der Brite den Fledermaus-Mann wiederbeleben würde. Zunächst mal war Schluss mit lustig - dieser Batman hat Gravitas.

Und statt Chris O´Donnell, Arnold Schwarzenegger und Alicia Silverstone gab es jetzt Christian Bale, Michael Caine, Liam Neeson, Gary Oldman, Morgan Freeman, Tom Wilkinson...ein phantastisches Kinoerlebnis im doppelten Wortsinne, das die Basis für den Megaerfolg "The Dark Knight" legte, der drei Jahre später Kassenrekorde pulverisieren sollte. "Batman Begins" ist düster, aufregend, intelligent, mit einer brütenden Stimmung. Nolan's damaliger Standard-Kameramann Wally Pfister wurde für einen "Oscar" nominiert - eine von vielen Nominierungen und Preisen, welche der Abenteuerfilm erhielt. Ungewöhnlich für eine Comic-Verfilmung, aber dieser Qualität konnte sich halt niemand entziehen. Der mit 150 Millionen Dollar recht teure Streifen - nach dem vorher genannten "Batman und Robin"-Flop für Warner Brothers sicher ein Risiko - machte sich bezahlt: Weltweit spielte "Batman Begins" 374 Millionen Dollar ein.

"Wenn es nur einen 'Batman'-Film gibt, den jeder sehen sollte, dann diesen hier", lobte Chris Sawin für "Examiner.com". "Ein Superheldenfilm mit einer düsteren Tonlage, der sehr gut geschrieben ist und durch die Bank unglaubliche Schauspieler aufweist."



"Lawrence von Arabien", 3sat, 20:15 Uhr
Ein Teil der Lebensgeschichte von TE Lawrence (Peter O'Toole), dem brillanten, großspurigen und umstrittenen britischen Offizier, der im Ersten Weltkrieg die arabischen Stämme gegen die Türken vereint.

Eines der ganz großen Meisterwerke der Filmgeschichte, das "Epos aller Epen", wie es auch bezeichnet wird: Dreieinhalb Stunden grandioser Landschaften, brillanter Darstellungen und wunderschöner Photographie. Schon seit den vierziger Jahren hatte es Anläufe gegeben, das Leben von Lawrence, basierend auch auf seiner Autobiographie "The Seven Pillars of Wisdom" zu verfilmen, bis es Anfang der Sechziger dann so weit war. Der britische Regisseur David Lean, zuvor 1957 mit dem Meisterwerk "Die Brücke am Kwai" in den Kinos, nahm sich des Stoffes an.

Neben den historisch verbürgten Ereignissen schildert das Drehbuch von Robert Bolt und Michael Wilson auch Lawrence's innere Konflikte mit der persönlichen Gewaltausübung, welche die Voraussetzung jeden Krieges ist (und es werden sado-masochistische Tendenzen bei der Titelfigur angedeutet), mit seiner eigenen Identität (auch hier werden Anspielungen auf Homosexualität gemacht) und mit seiner gespalteten Loyalität zwischen seiner Heimat Großbritannien und seinen neu gefundenen Kameraden innerhalb der arabischen Wüstenstämme.

Lean besetzte mit O'Toole und Omar Sharif unbekannte Gesichter in den Hauptrollen, gab dem ebenfalls wenig bekannten französischen Filmkomponisten Maurice Jarre die Gelegenheit, die sehr umfangreiche Filmmusik zu schreiben, und vertraute die Kamera dem renommierten Kameramann Freddie Young an.

Die Dreharbeiten dauerten die ungeheure Länge von Mai 1961 bis Oktober 1962. Lean hatte das Glück, an vielen der Orte, an denen die Handlung in Jordanien spielt, auch drehen zu können. Dazu kamen Aufnahmen in Marokko und Spanien. Dass ein Filmemacher tatsächlich in der Wüste dreht, mit allen logistischen Herausforderungen, die das nach sich zieht, schien gewagt, um nur das Mindeste zu sagen. Aber es machte sich mit atemberaubenden Bildern und einer authentischen Atmosphäre auf der Leinwand dann mehr als bezahlt. Steven Spielberg nennt diesen Abenteuerfilm von 1962 seinen Lieblingsfilm und das Werk, das seine Liebe zum Kino entflammte.

"Lawrence von Arabien" wurde bereits bei Erschienen als Meisterwerk gefeiert, wurde zum erfolgreichsten Film des Jahres 1962 und ein enormer finanzieller Erfolg für Columbia Pictures. Dazu kamen zahlreiche Auszeichnungen: So gewann der Abenteuerfilm sieben Academy Awards: Als "Bester Film", für die "Beste Regie", für die "Beste Kamera", für die "Besten Kulissen", den "Besten Ton", den "Besten Schnitt", die "Beste Musik". Zusätzlich nominiert waren O'Toole als "Bester Hauptdarsteller", Sharif als "Bester Nebendarsteller" und das "Beste Drehbuch". Es gab weitere vier Golden Globes (Film, Regie, Nebendarsteller und Kamera) und vier Britische Filmpreise (Film, Bester britischer Film, Drehbuch und Hauptdarsteller).

Ein britischer Zuschauer schwärmt: "Von der allseits bewunderten Photographie von Freddie Young mit der Weitaufname von Omar Sharif's Einritt wie eine Fata Morgana, den prä-CGI-Schlachten zu O'Toole's überbordenden, aber karrieremachenenden Darstellung, hat dieser Film Standards gesetzt, die finanziell und praktisch heutzutage niemand mehr so wagen würde."



"The Dark Knight", Pro7, 22:55 Uhr
Als der Joker (Heath Ledger) Chaos und Verderben über Gotham City bringt, ist es an Batman (Christian Bale), das Unrecht zu bekämpfen.

"Batman Begins", mit dem Christopher Nolan 2005 die "Batman"-Reihe triumphal wiederbelebt hatte, war ein großer, aber kein überwältigender Erfolg gewesen. Was dann geschah, hat Kinogeschichte geschrieben, an deren Ende die Fortsetzung "The Dark Knight" weltweit über eine Milliarde Dollar eingespielt haben sollte. Das nicht gerade günstige Investment von 185 Millionen Dollar Produktionskosten, das Warner Brothers getätigt hatten, machte sich mehr als bezahlt.

In den drei Jahren bis 2008 hatte "Batman Begins" durch das zweite Leben auf Disc eine große Anhängerschar aufgebaut, die gespannt darauf war, wie die Geschichte um Bruce Wayne alias Batman weitergehen würde, aber zusätzlich wurde die Neugierde noch durch einen Schicksalsschlag angeheizt: Kurz vor der Premiere starb Heath Ledger, der im Film den Bösewicht Joker verkörperte und damit in die großen Fußstapfen von Jack Nicholson stieg. Als "The Dark Knight" dann in die Kinos kam, brach er reihenweise Kassenrekorde, als wären sie aus Pappmaché und wurde zum erfolgreichsten Film des Jahres.

Doch das schaffte der Fantasy-Film nicht allein aufgrund der Neugier des Publikums im Vorfeld, sondern weil es sich schlicht und ergreifend um einen der besten Filme aller Zeiten handelt. Düster, komplex, mit vielen unvergesslichen Szenen und einem noch unvergesslicheren Bösewicht - Ledger bringt eine der beeindruckendsten schauspielerischen Leistungen der Filmgeschichte auf die Leinwand - wies Nolan's Inszenierung weit über eine Comic-Verfilmung hinaus, sondern setzte das Ganze als eine spannende Krimi-Saga um.

"The Dark Knight" wurde für acht "Oscars" nominiert (für die "Beste Kamera", den "Besten Schnitt", die "Beste Ausstattung", die "Best Maske" die "Beste Tonmischung" und die "Besten Spezialeffekte") und gewann zwei davon: Einen für den Tonschnitt und einen posthum für Heath Ledger als "Bester Nebendarsteller". Überhaupt erhielt Ledger fast alle Preise, für die er nominiert gewesen war - insgesamt über 20. Alles in wurde der Film mit über 130 Preisen geehrt.

Kritikerin Margot Harrison meinte für "Seven Days": "Nolan hat genügend Material in seine zweieinhalbstündige Saga gepackt. Die Handlung kommt wahnsinnig schnell voran, die Exposition ist atemlos, und die großen Schlüsselszenen treten sich praktisch auf die Füße. Stillstand existiert in diesem Film nicht."



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