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Arthur Hiller während der Dreharbeiten zu Love Story
Arthur Hiller während der Dreharbeiten zu Love Story

Arthur Hiller gestorben

"Love Story"-Regisseur wurde 92 Jahre alt

Kurz nachdem in diesem Sommer seine Frau Gwen, mit der er seit 68 Jahren verheiratet war, gestorben ist, ist auch Arthur Hiller gestern in Los Angeles friedlich eingeschlafen. Der Regisseur wurde 92 Jahre.

Seinen Karrierehöhepunkt erklomm Hiller im Jahr 1970, als sein Drama "Love Story" zum erfolgreichsten Film des Jahres und er selbst für den "Oscar" vorgeschlagen wurde. Der Academy of Motion Picture Arts and Sciences, die den "Oscar" auslobt, stand Arthur von 1993 bis 1997 als Vorsitzender vor. Die amtierende Präsidentin Cheryl Boone Isaacs erklärte: "Wir sind tief traurig über das Hinscheiden unseres geliebten Freundes Arthur Hiller. Ich saß während seiner Präsidentschaft im Vorstand und hatte das Glück, sein Engagement für die Academy und seine lebenslange Leidenschaft für das visuelle Geschichtenerzählen unmittelbar erleben zu dürfen. Unser Beileid geht an seine ihm Nahestehenden."

Arthur Hiller wurde am 13. November 1923 im kanadischen Edmonton geboren und diente während des Zweiten Weltkriegs in der Luftwaffe. Nach dem Krieg studierte er und verfolgte eine Karriere in der Unterhaltungsindustrie. Er startete Mitte der Fünfziger im Fernsehen als Regisseur von Serien, gab aber bereits 1957 sein Kinodebut mit dem Drama "The Careless Years", das sich wie 13 Jahre später "Love Story" um eine von Verhängnis überschattete Liebesgeschichte dreht.

Bis Mitte der Sechziger blieb indes das Fernsehen das bestimmende Medium: Der Künstler inszenierte Folgen von Serien wie "Perry Mason", "Rauchende Colts" und "Alfred Hitchcock präsetiert". Im Kino konnte er gleich mit namhaften Stars wie Lee Remick und James Garner in der Komödie "The Wheeler Dealers" ("Getrennte Betten") im Jahr 1963, Julie Andrews und Garner in dem "The Americanization of Emily" ("Nur für Offiziere") 1964 und der Komödie "Promise Her Anything" ("Versprich ihr alles") mit Leslie Caron und Warren Beatty von 1965.

Nach dem Höhepunkt mit "Love Story" konnte der Regisseur noch einmal mit dem Drama "The Hospital" mit George C. Scott aus dem Jahr 1971 reüssieren, das auf der Berlinale 1972 mit dem Spezialpreis der Jury ausgezeichnet wurde. Weitere erwähenswerte Streifen sind die Komödie "Silver Streak" ("Trans-American Express") mit Gene Wilder von 1976, die Komödie "The Lonely Guy" ("Ein Single kommt selten allein") mit Steve Martin von 1984, die Komödie "See No Evil, Hear No Evil" ("Die Glücksjäger") mit Richard Pryor von 1989, die Komödie "Taking Care of Business" ("Filofax") mit James Belushi von 1990 und das Drama "The Babe" mit John Goodman aus dem Jahr 1992. In den Neunzigern und Nullern drehte Arthur nur noch drei weitere Filme. Die Komödie "National Lampoon's Pucked" mit Jon Bon Jovi 2006 sollte sein letztes Werk sein.

Arthur Hiller hinterlässt seine Tocher Erica Hiller Carpenter und seinen Sohn Henryk.



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