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Fantastic Beasts and Where to Find Them
Fantastic Beasts and Where to Find Them
© Warner Brothers

US-Filmstarts: "Fantastic Beasts" und wo 90 Millionen Dollar zu finden sind

Mega-Start in über 4000 Kinos

Seit Mittwoch geht sie rund um den Globus - die Welt des "Harry Potter". Oder das, was man bei Warner Brothers wahrscheinlich als Harry Potter Extended Universe bezeichnen würde. Denn auch wenn der Zauberlehrling in "Fantastic Beasts and Where to Find Them" gar nicht auftaucht oder erwähnt wird, ist doch klar, dass der gigantische Erfolg der "Harry Potter"-Reihe, deren acht Teile weltweit insgesamt 7,7 Milliarden Dollar eingebracht haben, der Ausgangs- und Bezugspunkt des neuen Fantasy-Films ist. In den Trailern des Ablegers sind von Anfang an Namen wie "Hogwarts" und "Albus Dumbledore" geannt worden, um die Potter-Fans auf die Spur zu setzen.

Romanautorin J.K. Rowling ist diesmal als Drehbuchautorin direkt involviert, und mit dem englischen Regisseur David Yates steht der Filmemacher dem Unternehmen vor, der die letzten vier "Harry Potter"-Streifen inszeniert hat und sich 2011 mit dem letzten Part "Harry Potter and the Deathly Hallows" auf dem absoluten Höhepunkt verabschiedete. Als einziger Teil der Reihe knackte die Produktion mit 1,3 Milliarden Dollar weltweit die Milliardenmarke.

So weit wird es "Fantastic Beasts and Where to Find Them" nicht bringen, aber die Voraussetzungen sind günstig: Die Vorverkaufszahlen sind hoch, die Kritiken gut und die erste Mundpropaganda positiv. Und Warner Brothers überlassen nichts dem Zufall: Das mit 180 Millionen Dollar nicht gerade günstige Werk mit Eddie Redmayne startet mit der gigantischen Zahl von 4144 Kopien. Analysten erwarten einen Umsatz am Premierenwochenende von über 90 Millionen Dollar.

Gegen den Giganten trauten sich keine weiteren der großen Filmstudios, ihre Produkte ins Rennen zu schicken - sogar erst in zwei Wochen kommt die Konkurrenz aus der Deckung und überlässt "Fantastic Beasts" so lange ungestört das Feld. Heute bringen drei kleinere Verleiher ihre Filme mit geringerer Kopienzahl in die Nische ein.

STX Entertainment starten "The Edge of Seventeen" auf 1945 Leinwänden. Die Komödie um eine von Hailee Steinfeld gespielte Schülerin hat durch die Bank glänzende Besprechungen eingefahren und kommt bisher auch bei den Zuschauern, die den Streifen schon haben sehen können, exzellent an. 9 Millionen Dollar hat das Regiedebut von Kelly Fremon Craig, die auch das Drehbuch verfasst hat, gekostet. Branchenkenner kalkulieren mit 8 Millionen Dollar zum Einstand.

Ein anderer aufstrebender Jungdarsteller spielt die Hauptrolle in "Bleed for This". Miles Teller verkörpert in dem Drama nach einer wahren Geschichte den Boxer Vinny Pazienza, der sich nach einem Autounfall und Fast-Querschnittslähmung wieder in den Ring zurückkämpfte. Open Road Films haben hier nur 6 Millionen Dollar investiert - wenn sie Pech haben, war das noch zu viel, denn man rechnet nur mit 3 Millionen Dollar zum Debut. Dabei sind die Kritiken für Ben Younger's erstem Film seit "Couchgeflüster" aus dem Jahr 2005 gut und auch die ersten Publikumsresonanz stimmt hoffnungsvoll. 1549 Lichtspielhäuser geben den Zuschauern die Möglichkeit, die schwache Prognose der Analysten zu korrigieren.

Vier Jahre nach seinem Triumph mit "Life of Pi", für den er seinen zweiten "Oscar" gewann, kehrt Ang Lee mit "Billy Lynn's Long Halftime Walk" in die Filmtheater zurück. TriStar Pictures starten das Drama, das die öffentliche Wahrnehmung von Heldentum im Krieg mit dem kontrastiert, was wirklich auf dem Schlachtfeld im Irak geschehen ist, in 1176 Spielstätten. Die gemischten Kritiken und die gewogene, aber nicht begeisterte Reaktion der Zuschauer bislang deuten weder auf neue "Oscar"-Weihen noch auf ein übermäßig herausragendes Ergebnis für die Verfilmung des gleichnamigen Buches von Ben Fountain aus dem Jahr 2012 hin. Branchenkenner rechnen mit einer schlimmen Bruchlandung im Form von bloß 3 Millionen Dollar für die 40 Millionen Dollar teure Produktion mit Joe Alwyn.


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