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Die Bourne Verschwörung mit Matt Damon und Julia Stiles
Die Bourne Verschwörung mit Matt Damon und Julia Stiles
© United International Pictures

TV-Tips für Samstag (26.11.): Bourne in Berlin

ZDF zeigt "Die Bourne Verschwörung"

Zwei starke Spielfilme am Samstagabend bei den Öffentlich-Rechtlichen leider erst im Nachtprogramm: Die ARD strahlt den David Cronenberg-Krimi "Tödliche Versprechen" aus, während zeitgleich das ZDF den zweiten, hauptsächlich in Berlin gedrehten zweiten Teil der Jason Bourne-Saga "Die Bourne Verschwörung" zeigt.

"Duell der Magier", Sat1, 22:15 Uhr

Meisterzauberer Balthazar Blake (Nicolas Cage) muss einen Weg finden, Merlin's Nachkommen (Jay Baruchel) zu trainieren, um die dunkle Zauberin Morgana la Fée (Alice Krige) zu besiegen.

Sechs Jahre vor Newt Scamander und seinen "Fantastic Beasts" brachte das Team hinter den beiden "National Treasure"-Filmen - Produzent Jerry Bruckheimer, Regisseur Jon Turtletaub ("Last Vegas") und Hauptdarsteller Nicolas Cage - den Zauber nach New York City. Falls man aber gehofft hatte, mit diesem Fantasy-Film eine neue Reihe anschieben zu können, ging der Plan nicht auf. Zwar kamen im Ausland 2010 stattliche 152 Millionen Dollar zusammen, aber das nur mäßige Abschneiden mit 63 Millionen Dollar auf dem US-Heimatmarkt ließen Walt Disney Pictures von einem weiteren Teil absehen. Immerhin hatten sie 150 Millionen Dollar investiert. Der Erfolg der Warner Brothers-Konkurrenz mit Zauberlehrling Harry Potter ließ sich nicht unbegrenzt wiederholen.

Der Originaltitel lautet "The Sorcerer's Apprentice" (Der Zauberlehrling), und im Film spielt die Wischmobszene auf das entsprechende Segment "The Sorcerer's Apprentice" in dem Disney-Zeichentrickfilm "Fantasia" von 1940 an, in welchem das Gedicht "Der Zauberlehrling" von Johann Wolfgang von Goethe zusammen mit der Musik von Paul Dukas mit Mickey Mouse zum Leben erweckt wurde. Der Zauberhut der Maus ist dann auch in der Szene im Abspann zu sehen.

Gedreht wurde vor Ort in New York City, und Turtletaub setzte neben dem Einsatz von computergenerierten Bildern auch auf praktische Effekte und Stunts, wobei bei zwei Autounfällen in der Stadt zwei Passanten verletzt wurden. Am Ende überzeugten die sympathische Besetzung und viel Spektakel; in Sachen Handlung und Emotion hatte das Werk weniger zu bieten.

Kritiker Jeffrey Chen schrieb in "Reel Talk": "Der Film ist total bekloppt. Aber er hebt ab, dank der weisen Entscheidung, diese Beklopptheit in vollen Zügen zu genießen."



"Tödliche Versprechen", ARD, 01:00 Uhr
Ein russischer Teenager stirbt in London, während sie ein Kind gebärt. Die Hebamme (Naomi Watts) findet in ihrem Tagebuch Hinweise auf eine Vergewaltigung durch das Mitglied einer russischen Mafia-Familie.

Der künstlerische Blitz schlug zweimal ein. Nach dem hochgelobten "A History of Violence" von 2005 taten sich Regisseur David Cronenberg und Hauptdarsteller Viggo Mortensen erneut zusammen und schufen einen wiederum atemberaubenden Thriller, der mit dem Vorgänger indes wenig gemein hatte. Hier tauchen Cronenberg und sein Drehbuchautor Steven Knight ("Madame Mallory und der Duft von Curry") in die postsozialistische Russenszene in London ein, wo familiäre Gemütlichkeit und Gewalt nebeneinander existieren.

Der Filmemacher wartet mit inszenatorischen Überraschungen auf und kann auf seine ausgezeichneten Schauspieler zählen, insbesondere Mortensen, der sein Können in einer kühnen Darstellung zeigt. Kein Wunder, dass der damals 48-Jährige für jeden Filmpreis nominiert wurde, den man sich denken kann - inklusive des Academy Awards. An dem noch grandioseren Daniel Day-Lewis mit "There Will Be Blood" war in jener Preisverleihungssaison indes kein Vorbeikommen.

Zugleich psychologisches Drama und eine Kriminalhandlung mit heftigen Gewaltszenen - darunter eine, die niemand wird vergessen können, der den Film gesehen hat - wurde das fesselnde Werk vor Ort in London gedreht, wobei auf die Authentizität - von den Tattoos der Kriminellen angefangen - wert gelegt wurde. Mit 56 Millionen Dollar weltweit wurde der 50 Millionen Dollar teure Film 2007 kein Erfolg; aufgrund der Altersbeschränkung war der Zuschauarradius allerdings auch eingeschränkt. Bei den Kritikern jedenfalls traf der Streifen auf fast einhellige Begeisterung und tauchte auf vielen Jahresbestenlisten auf.

Kritiker Felix Vasquez lobte für "Cinema Crazed": "Ein überraschender und spannender Film von David Cronenberg, der eine ansprechende Geschichte über moralische Dualitäten komponiert hat."



"Die Bourne Verschwörung", ZDF, 01:00 Uhr
Als der untergetauchte Jason Bourne (Matt Damon) für eine schiefgelaufene CIA-Operation verantwortlich gemacht wird, ist er gezwungen, sein früheres Leben als Auftragsmörder wieder aufzunehmen, um zu überleben.

Eine Warnung vorweg: Zuschauer, die den ersten Teil "The Bourne Identity" nicht kennen, werden sich möglicherweise etwas verloren vorkommen, denn diese Fortsetzung von 2004 knüpft an den Inhalt des ersten Parts an und setzt einiges an Zuschauerkenntnis voraus.

Nach dem Erfolg von "The Bourne Identity" von 2002, der weltweit 214 Millionen Dollar eingespielt hatte, entschlossen sich Universal Pictures, die Reihe um den aus den Romanen von Robert Ludlum stammenden Amnesie-Agenten Jason Bourne fortzusetzen. Die Darsteller aus dem ersten Part - Matt Damon, Joan Allen, Franka Potente, Julia Stiles und Brian Cox - waren wieder dabei. Nicht mehr an Bord durfte Regisseur Doug Liman, der sich mit den Produzenten während des ersten Films einen Kleinkrieg geliefert hatte, was das Projekt damals erheblich verzögert hatte.

Statt dessen engagierte man den Briten Paul Greengrass ("Jason Bourne"), dessen direktes und authentisches, per Handkamera eingefangenes Geschehen in dem Berlinale-Sieger "Bloody Sunday" von 2002 die Produzenten beeindruckt hatte. Für diesen Thriller schien dieses Herangehen genau das Richtige, und tatsächlich schuf Greengrass perfekt rhythmisierte Verfolgungsjagden, die in Sachen Kamera und Schnitt einen neuen Stil schufen und Standard setzten, an dem dann auch James Bond nicht mehr vorbeikommen sollte, wie sich 2006 in "Casino Royale" zeigte.

Die gut gemachte und spannende Fortsetzung wurde hauptsächlich in und um Berlin gedreht, wo die Handlung, die mit der Buchvorlage von Ludlum nicht mehr als den Titel gemein hat, hauptsächlich angesiedelt ist. Selbst die in Moskau und Neapel spielenden Szenen wurden teilweise in der deutschen Hauptstadt gedreht. So ist zum Beispiel die Taxivorfahrt des Moskauer Flughafens die des ICC in Berlin.

"The Bourne Supremacy" kam bei Kritik und Publikum sehr gut an; mit weltweit 288 Millionen Dollar sprang der Umsatz gegenüber dem ersten Teil nochmal nach oben, so dass dann 2007 noch ein dritter Teil folgen sollte.

Ein US-Zuschauer aus New Jersey befindet: "Diese Fortsetzung vermittelt eine andere, extrem aufregende Stimmung. Die Action ist intensiv und wirklich gut gemacht, mit sehr schneller Kameraarbeit, und alles in allem in einem wirklichkeitsnahen und fesselnden Stil umgesetzt."



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