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Keine große Überraschung: Gewalt in Zeichentrickfilmen hat zugenommen

Neue Studie der Harvard-Universität

Man hat es sich auch so denken können, aber eine amerikanische Studie der Harvard-Universität hat es jetzt auch Schwarz auf Weiß bestätigt: Die Darstellung von Gewalttätigkeiten hat in Zeichentrickfilmen zugenommen. Kamen in einem Zeichentrickfilm von 1940 durchschnittlich sechs Minuten vor, in denen physische Gewalt oder Tod zu sehen waren, kamen solche Szenen 1999 auf knapp zehn Minuten. Die Wissenschaftler hatten 74 Zeichentrickspielfilme ausgewertet, beginnend mit dem ersten spielfilmlangen Animationsfilm "Schneewittchen und die sieben Zwerge" von 1937 bis zu "The King and I" aus dem vergangenen Jahr. Gewalt wurde dabei in Kategorien wie "lustig", "neutral" oder "düster" eingeteilt. Während die Gewalt der Helden oft in die erste Kategorie fielen, wurde Gewalt durch die Bösewichter fast immer als "düster" dargestellt. In den Filmen kamen 125 körperliche Verletzungen vor, von denen 62 mit dem Tod endeten. Dabei starben die Schurken 23 Mal häufiger als die guten Charaktere. "Unsere Inhaltsanalyse enthüllt die auffallende Verhaltensbotschaft in vielen der für alle Altersstufen freigegebenen Filmen, dass der Held über den Bösewicht durch körperliche Gewalt triumphiert", schreiben die Autoren. Sie fordern, das System der Altersstufenzensur abzulösen durch Informationen für Eltern, welche kritischen Punkte ein Film enthalten mag, um dann besser entscheiden zu können, ob der Film für ihr Kind zuzumuten ist oder nicht. Die Filme, die den höchsten Anteil von Gewaltdarstellungen beinhalteten, sind "Das magische Schwert" (Bild), "Die Hexe und der Zauberer" und "Das große Krabbeln", während "Goofy - der Film" und "Dumbo" solche Szenen am wenigsten zeigten.



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