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Ziemlich beste Freunde mit Omar Sy und Francois Cluzet
Ziemlich beste Freunde mit Omar Sy und Francois Cluzet
© Senator Film

TV-Tipp für Donnerstag (22.12.): Die heilende Kraft der Freundschaft

ARD zeigt Meisterwerk "Ziemlich beste Freunde"

"Ziemlich beste Freunde", ARD, 20:15 Uhr
Nachdem er durch einen Paragliding-Unfall zum Querschnittsgelähmten geworden ist, engagiert ein Adliger (Francois Cluzet) einen gerade aus dem Gefängnis entlassenen Mann (Omar Sy) als seine Pflegekraft.

Eine wunderbare Geschichte, die auf wahren Begebenheiten beruht. 1993 verunglückte Philippe Pozzo di Borgo, der ehemalige Geschäftsführer des Champagner-Herstellers Pommery, beim Paragliding und blieb vom Hals abwärts querschnittsgelähmt zurück. Als Pfleger wählte er den 21 Jahre alten Algerier Abdel Yasmin Sellou aus, der gerade aus dem Gefängnis entlassen worden war und die Stelle eigentlich nicht wollte. Aus dem Angestelltenverhältnis entstand eine tiefe Freundschaft, welche di Borgo 2001 in seiner Autobiographie "Le second souffle" (Der zweite Atem) beschrieb.

Die Filmindustrie sah sofort das Potential des Stoffes, aber erst 2010 verkaufte di Borgo die Verfilmungsrechte unter der Voraussetzung, dass fünf Prozent der Filmerlöse an seinen Förderverein für Behinderte gespendet würden - es sollten die teuersten fünf Prozent der Filmgeschichte werden.

Das Regisseursduo Olivier Nakache und Eric Toledano ("Heute bin ich Samba"), das 2003 durch eine Dokumentation über die Freundschaft von di Borgo und Sellou auf das Thema aufmerksam geworden waren, adaptierte die Vorlage in einem Drehbuch und inszenierte sie für knapp 10 Millionen Euro. Ihre einfühlsame Regie und die starken Schauspieler sorgten dafür, dass das potentiell heikle Thema - in den USA erregten sich Kritiker über den vermeintlichen Rassismus in der von Omar Sy gespielten Figur - als großartige französische Komödie auf die Leinwand kam.

Und ihr Publikum fand. Mit 19 Millionen Zuschauern wurde "Intouchables" (Die Unberührbaren) der erfolgreichste Film des Jahres 2011 in Frankreich und hinter "Titanic" und "Willkommen bei den Sch'tis" der dritterfolgreichste Streifen im Nachbarland aller Zeiten. Wie "Titanic" vermochte das Werk ein Publikum quer durch alle Altersstufen vor der Leinwand zu versammeln.

In Deutschland stand die Komödie neun Wochen lang an der Spitze der Charts und verkaufte 9 Millionen Karten. Am 20. März 2012 wurde "Intouchables" mit umgerechnet 281 Millionen Dollar weltweit der erfolgreichste Film in einer anderen Sprache als Englisch und löste den japanischen Zeichentrickfilm "Chihiros Reise ins Zauberland" von 2001 ab, der bei 275 Millionen Dollar stand. Insgesamt spielte die Gaumont-Produktion 426 Millionen Dollar ein, was 346 Millionen Euro entsprach.

"Intouchables" wurde für einen Golden Globe, für den Europäischen und den Britischen Filmpreis nominiert; Omar Sy gewann den Französischen Filmpreis als "Bester Hauptdarsteller", für weitere acht Preise war der Film nominiert. Er gewann der Japanischen Filmpreis, den Spanischen Filmpreis, den Brasilianischen Filmpreis, den Tschechischen Filmpreis, den Italienischen Filmpreis und den Niederländischen Filmpreis - ein wahrhaft internationales Meisterwerk.

Kritiker Cameron Williams schrieb in "The Popcorn Junkie": "In den falschen Händen hätte dieser Film als ein kitschiges Fiasko enden können. Zum Glück ist er das nicht und statt einer Geschichte über gesellschaftliche Zuschreibungen handelt er über Menschen und die heilende Kraft der Freundschaft."



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