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Toy Story 3
Toy Story 3
© Walt Disney Studios Motion Pictures Germany

TV-Tipp für Mittwoch (28.12.): Abschied von der Kindheit

RTL2 zeigt Meisterwerk "Toy Story 3"

"Toy Story 3", RTL2, 20:15 Uhr
Die Spielzeuge werden versehentlich zu einer Kindertagesbetreuung geschickt, kurz bevor Besitzer Andy zum Studium abreist. Woody (Stimme von Michael Herbig) muss die anderen Spielzeuge überzeugen, dass sie nicht preisgegeben worden sind und nach Hause zurückkehren müssen.

Fragt man Filmfans nach der besten Trilogie aller Zeiten, nennen nicht wenige die "Toy Story"-Saga, noch vor "The Godfather" und "The Lord of the Rings". In Sachen Qualität kann man die Animationsstreifen sicherlich guten Gewissens nennen, zumal die 1995 begonnene und 1999 fortgesetzte Reihe um das Eigenleben von Spielzeugen mit diesem verspäteten Abschluss im Jahr 2010 ein so grandioses Finale feierte. Kaum ein Auge blieb trocken in den Kinos, die dieses Meisterwerk zeigten, das dem Fluch des dritten Teils so phantastisch widerstand und geschickt Komödie, Abenteuer und ehrliche Gefühle verband.

Dabei stand zunächst kein guter Stern über dem Projekt, das in die Trennungsauseinandersetzungen zwischen der Produktionsfirma Pixar und dem Verleiher Walt Disney Company geriet. Disney hatten das vertragliche Recht, die "Toy Story"-Reihe selbst fortzusetzen und einen eigenen Part ohne Pixar zu produzieren. Dementsprechend gründete der damalige Disney-Chef Michael Eisner die Untergesellschaft Circle 7 Animation, die mit der Konzeption eines dritten Teils begann. Das Unterfangen kam nicht über den Drehbuchstatus hinaus, denn die Karten wurden im Januar 2006 komplett neu gemischt, als Disney Pixar kauften.

Nun saß Pixar-Chef und "Toy Story"-Regisseur und Drehbuchautor John Lasseter als neuer Chef von Disney Animation wieder mit am Tisch. Circle 7 Animation wurde geschlossen, das Drehbuch von Jim Herzfeld wanderte komplett in den Papierkorb. Statt dessen steckten die Pixar-Schwergewichte Lasseter, Andrew Stanton und Lee Unkirch die Köpfe zusammen und ersonnen die finale Geschicht für Woody, Buzz Lightyear und Co. Aus ihrer Vorlage schrieb Michael Arndt das Drehbuch. Da Lasseter mit "Cars 2" beschäftigt war, trat er vom Regieposten zurück und ließ Unkirch alleine das Szenario in Szene setzen.

Der lange Zeitraum zwischen den Fortsetzungen hatte das kreative Genius aller Beteiligten nicht gemindert - im Gegenteil. Kritiker und Zuschauer waren durchweg begeistert, und die Besucher stürmten die Filmtheater und machten den mit 200 Millionen Dollar extrem teuren Animationsstreifen mit weltweit über 1 Milliarde Dollar Umsatz zum erfolgreichsten Werk des Jahres 2010.

Damit nicht genug wurde "Toy Story 3" für fünf Academy Awards nominiert: Als "Bester Animationsfilm" und für den Song "We Belong Together" von Randy Newman - diese beiden Goldjungen konnte er gewinnen - sowie sogar als "Bester Film", für das Originaldrehbuch und für den Tonschnitt. Dazu kamen ein Golden Globe und der Britische Filmpreis als "Bester Animationsfilm".

Kritiker Anthony Quinn schrieb im "Independent": "Es braucht eine Art Genie, um einen Kinderfilm für Erwachsene und einen Erwachsenenfilm für Kinder in einem funkelnden Digitalpaket zu kombinieren, aber das Völkchen bei Pixar schafft es immer und immer wieder."



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