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Hannah Arendt - Hannah Arendt (Barbara Sukowa) im...salem
Hannah Arendt - Hannah Arendt (Barbara Sukowa) im Pressesaal während des Eichmann-Prozesses in Jerusalem
© Heimatfilm

TV-Tipp für Mittwoch (1.2.): Die Subtilität der Barbara Sukova

Arte zeigt "Hannah Arendt"

"Hannah Arendt", Arte, 20:15 Uhr
Die deutsche, seit 1941 in New York City lebende deutsche Publizistin Hannah Arendt (Barbara Sukova) reist nach Jerusalem, um über den Prozess gegen den als Kriegsverbrecher angeklagten Adolf Eichmann zu berichten.

Seit Ende der Siebziger dreht Margarethe von Trotta Filme; dieses spannende deutsche Drama von 2012 ist ihr international bekanntestes geworden. Angefeuert von einer grandiosen, mit dem Deutschen Filmpreis ausgzeichneten Leistung Barbara Sukovas in der Titelrolle, hat die Filmemacherin einen Lebensausschnitt der komplexen und nicht unumstrittenen Denkerin vorbildlich in Szene gesetzt.

Dass dabei besonders das geschilderte Milieu der deutsch-jüdischen Einwanderer in New York City überzeugt, muss nicht verwundern. Von Trotta und ihre Drehbuchautorin Pamela Katz hatten im Vorfeld umfangreich recherchiert, Lebensorte von Hannah Arendt aufgesucht und viele Zeitzeugen befragt. Dazu war auch viel Zeit, denn obwohl das Drehbuch bereits 2004 vorlag, sollte es noch sechs Jahre dauern, bis die Finanzierung der Heimatfilm-Produktion stand. Viele Fördertöpfe mussten dafür zusammen gekippt werden.

Das Werk, das in Nordrhein-Westfalen, Jerusalem und Luxemburg entstand, ist das erste der Filmemacherin, das digital gedreht wurde. In Jerusalem konnte Margarethe in dem als Gerichtssaal fungierenden Kulturzentrum drehen, in dem 1961 tatsächlich der Eichmann-Prozess stattgefunden hatte. Die Regisseurin nutzte Originalfilmaufnahmen der Gerichtsverhandlung, die sie in ihren Streifen einbaute.

Die Kritiken zu "Hannah Arendt" waren hervorragend, manche Rezensenten meinten gar, den besten Film von Trottas gesehen zu haben. In den deutschen Kinos lief das Werk mit 479 000 Zuschauern erfolgreich. Barbara Sukowa wurde für den Europäischen Filmpreis nominiert; der Film erhielt den Preis für den zweitbesten deutschen Film hinter "Oh Boy" bei den Deutschen Filmpreisen. Hier waren noch Regie, Drehbuch, Kostüme und Maske nominiert.

Kritikerin Emily Mendel schrieb in "Culture Revulture": "Wir sehen dank dieses Films, dass es möglich ist, einen schnörkellosen und fesselnden Streifen über Intellektuelle, ihre Meinungen und Reden zu drehen."



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