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Und täglich grüßt das Murmeltier mit Bill Murray
Und täglich grüßt das Murmeltier mit Bill Murray
© Columbia Pictures

TV-Tipps für Samstag (4.2.): Bill Murray erlebt ein Deja Vu

ARD zeigt Meisterwerk "Und täglich grüßt das Murmeltier"

Für Spielfilmfreunde anspruchsloser Action bietet der Samstagabend "Olympus Has Fallen" im RTL2-Spätprogramm; für Freunde anspruchsvollen Humors bringt das ARD-Nachprogramm das Meisterwerk "Und täglich grüßt das Murmeltier". Ein Film, den man gesehen haben muss. Immer und immer und immer wieder.

"Olympus Has Fallen", RTL2, 23:25 Uhr

Ein in Ungnade gefallener ehemaliger Secret Service Agent (Gerard Butler) wird während einer Besuchertour des Weißen Hauses dort eingeschlossen, als Terroristen den US-Präsidenten gefangen nehmen. Mit seinem Insider-Wissen beginnt er eine Rettungsaktion.

Für diesen Thriller schrieben Katrin Benedict und Creighton Rothburger ihr erstes, aber nicht gerade das originellste Drehbuch. Den von Regisseur Antoine Fuqua ("Southpaw") spannungsvoll in Szene gesetzten Film muss man nicht gesehen haben, um zu wissen, wie er aussieht und in welche Richtung er sich entwickelt. Die abstruse Geschichte profitiert von Gerard Butler's starker Darstellung und der geradlinigen Action, wird aber fragwürdig durch einige brutale Szenen, welche die Fortsetzung "London Has Fallen" drei Jahre später noch problematischer erscheinen lassen sollten.

Für den Zuschauer möglicherweise nicht nachzuvollziehen, setzt diese 70 Millionen Dollar teure Millenium Films-Produktion vornehmlich auf computergenierte Bilder. Dass solch ei Spektakel nicht im Weißen Haus gedreht werden konnte, versteht sich von selbst, aber der Drehort Shreveport im US-Bundesstaat Louisiana ist so weit von Washington D.C. und Umgebung entfernt und hat dementsprechend wenig Ähnlichkeit mit der Umgebung, dass es ohne computergenerierte Bilder nicht ging: So entstanden der Großteil des Weißen Hauses und auch die Eröffnungsszenen im verschneiten Camp David am Rechner.

"Olympus Has Fallen" erschien 2013 drei Monate vor der Columbia Pictures-Konkurrenz "White House Down", erhielt gemischte Kritiken und wurde mit weltweit 170 Millionen Dollar ein solider Erfolg.

Kritiker Jason Best befand: "Während Passanten über den Haufen geschossen werden, das Washington Monument in sich zusammen stürzt und die amerikanische Flagge zerfetzt wird, summiert sich das Bombardement der Sinne zu einem wirklich Tabu brechenden, wohligen Schauer. Das Ganze würde noch mehr in sich haben, wenn die CGI-Spezialeffekte nicht ganz so billig wären."



"Und täglich grüßt das Murmeltier", ARD, 01:30 Uhr
Ein Meterologe (Bill Murray) erlebt unerklärlicherweise den gleichen Tag immer und immer wieder.

Jedes Jahr am 2. Februar findet in Punxsutawney im US-Bundesstaat Pennsylvania ein großes Volksfest statt: Groundhog Day - Murmeltiertag. Ein Murmeltier namens Punxsutawney Phil wird hervorgeholt. Kommt er aus seinem Bau, dann soll der Frühling angeblich bald kommen; sieht Phil allerdings seinen durch die Sonne verursachten Schatten, dann zieht er sich in seinen Bau zurück - und der Winter soll noch sechs Wochen andauern. Während die Veranstalter des Festes behaupten, dass Phil's "Wettervorhersagen" zu 75 Prozent korrekt seien, hat eine kanadische Studie ergeben, dass es wohl gerade mal 40 Prozent sind. Selbst Würfeln ist sicherer.

Einer der Fälle, bei dem die Geschichte auf dem Papier einfach nur idiotisch wirken mag - kein Wunder, dass Tom Hanks und Michael Keaton die Hauptrolle dankend ablehnten -, auf der Leinwand aber großartig funktioniert, weil einfach intelligente, goldige und einfallsreiche Unterhaltung geboten wird, ganz zu schweigen von den zahllosen Lachern und der großartigen Darstellung Bill Murrays, dessen Kunstfertigkeit hier auch in dramatischen Szenen gefragt ist. Drehbuchautor und Regisseur Harold Ramis gelang mit dieser Columbia Pictures-Produktion ein Meisterwerk, eine der wenigen Komödien, auf die sich Zuschauer einigen können, dass sie wirklich witzig ist.

Die 15 Millionen Dollar teuren Dreharbeiten fanden nicht vor Ort in Punxsutawney, sondern im rund 1000 Kilometer entfernten Woodstock im US-Bundesstaat Illinois statt, das als Filmkulisse mit seinem historischen Stadtkern mehr hergab und den Filmemachern geeigneter erschien. Die im Streifen eine Rolle spielende klirrende Kälte ist dabei nicht simuliert. Während des Drehs im Winter und Frühling 1992 war es tatsächlich sehr kalt.

Die Columbia Pictures-Komödie war 1993 mit über 70 Millionen Dollar Umsatz allein in Nordamerika zwar erfolgreich, aber erst über die Jahre erlangte sie ihren wahren Kultstatus. Das Originaldrehbuch gewann den Britischen Filmpreis. Im Jahr 2006 nahm die US-Regierung den Streifen in ihr Nationales Filmarchiv auf - als ein "kulturell, historisch oder ästhetisch bedeutsames Werk".

"Selbst über die lustigsten Filme kann ich irgendwann nicht mehr lachen, wenn ich sie oft genug gesehen habe. Ein Witz hat nie mehr den gleichen Effekt, wenn man die Pointe schon kennt. Aber alle Jubeljahre kommt eine Komödie daher, die zusätzlich zu den Lachern so voller Gedanken und Bedeutung ist, dass man beginnt, ihre Tiefe und Erkenntnis zu registrieren. Kein Film verbindet Witz und Tiefgründigkeit so perfekt wie dieser", schwärmt eine Zuschauerin in Baltimore, Maryland.



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