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Der Mandant mit Ryan Phillippe und Matthew McConaughey
Der Mandant mit Ryan Phillippe und Matthew McConaughey
© Universum Film

TV-Tipps für Sonntag (12.2.): Matthew McConaughey auf dem Rücksitz

RTL2 zeigt "Der Mandant"

"Der Mandant", RTL2, 20:15 Uhr
Ein Strafverteidiger (Matthew McConaughey) kommt in Gewissensnöte, während er einen reichen Klienten (Ryan Phillippe) verteidigt, der einen todsicheren Weg gefunden hat, das Rechtssystem auszutricksen.

Wer 2010 vorausgesagt hätte, dass Matthew McConaughey vier Jahre später "Oscar"-Preisträger, respektierter Schauspieler und nachgefragter Star sein würde, hätte ein mitleidiges "Glaubst Du echt?"-Grinsen geerntet. Denn die nuller Jahren hatten dem Akteur hauptsächlich Spott eingebracht: Eine schlechte romantische Komödie reihte sich an die nächste, auf den Plakaten sah man McConaughey stets an die verschiedenen Hauptdarstellerinnen gelehnt und seine Schauspielkünste wurden als McMahagoney bespöttelt.

Doch 2011 sollte sich das Blatt für den damals 41-Jährigen wenden, und dieser Kriminalfilm, eine Verfilmung des Romans "The Lincoln Lawyer" (so heißt der Streifen auch im Original) von Michael Connelly aus dem Jahr 2005 legte die Basis für die nun einsetzende "McConaissance".

Zwar war das Werk von Regisseur Brad Furman nur ein mäßiger Erfolg an den Kassen, aber für Matthew war es ein Hit, denn die Kritiker machten die Qualität von "The Lincoln Lawyer", der dem Gerichtsfilm-Genre keine originellen Wendungen hinzufügte, hauptsächlich an seiner einnehmenden Darstellung der Hauptfigur fest. Auch Romanautor Connelly zeigte sich begeistert: "Matthew McConaughey trifft meine Romanfigur auf den Punkt." Da sich auch die restlichen Schauspieler des namhaften Ensembles (Marisa Tomei, Frances Fisher, William H. Macy, Josh Lucas, Bryan Cranston, Michael Pena, John Leguizamo und Bob Gunton) in guter Form präsentierten, bietet die Lionsgate Films-Produktion flotte Unterhaltung.

Kritiker Billy Tatum schrieb für "We Got This Covered": "Der Film hat eines der besten Ensembles des Jahres, eine großartige Leistung von Matthew McConaughey und eine wirklich aufregende Geschichte zu bieten."



"Fish Tank", ARD, 01:50 Uhr
Das Leben einer 15-Jährigen (Katie Jarvis) ändert sich, als ihre alkoholkranke Mutter (Kierston Wareing) einen neuen Freund (Michael Fassbender) mit nach Hause bringt.

Ungeschminkter britischer Realismus at its best. Regisseurin und Drehbuchautorin Andrea Arnold ("American Honey") besetzte für die Hauptrolle die damals 17-jährige Katie Jarvis, die keinerlei Schauspielerfahrung besaß. Eine Besetzungsassistentin war auf das Mädchen aufmerksam geworden, als es sich mit ihrem Freund an einer Bushaltestelle gestritten hatte. Nach einem erfolgreichen Vorsprechen bekam Jarvis den Part und sollte 2009 an der Seite des ebenfalls großartigen Michael Fassbender mit ihrer makellosen Leistung das Publikum und die Kritiker umhauen.

Gefilmt wurde in chronologischer Reihenfolge in den Hochhausbauten des Mardyke Estate in Havering, einem östlichen Stadtteil Londons, und in der Kleinstadt Tillbury in der Grafschaft Essex, wo Katie entdeckt worden war. Die Schauspieler bekamen von Arnold die Drehbuchseiten nur nach und nach ausgehändigt, so dass sie spielen mussten, ohne zu wissen, wohin sich ihre Geschichte und ihre Charaktere entwickeln würden.

Die umgerechnet 3 Millonen Dollar teure BBC Films-Produktion wurde zum Cannes Film Festival eingeladen, wo sie ihre Premiere feierte und den Preis der Jury, den zweiten Platz, errang. Die Goldene Palme, der erste Preis, ging in jenem Jahr an deutschen Beitrag "Das weiße Band". Es folgten weitere Auszeichnungen, unter anderem als "Bester Britischer Film" bei den Britischen Filmpreisen, und Nominierungen, so bei den Europäischen Filmpreisen für den Film, die Regie und die Hauptdarstellerin.

Weltweit spielte das Drama 6 Millionen Dollar ein; Katie Jarvis bekam 2009 und 2011 zwei Kinder, konzentrierte sich auf das Familienleben und hat vor keiner Filmkamera mehr gestanden.

Kritikerin Louise Keller schrieb in "Urban Cinephile": "Ein harter Film, der nichts Neues bringt, aber die Reise, auf die er uns mitnimmt, ist mit ungeschöntem Realismus besetzt, und der Ausgang der Geschichte realistisch."



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