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Bibi & Tina 4 - Tohuwabohu total
Bibi & Tina 4 - Tohuwabohu total
© DCM GmbH

Deutsche Filmstarts: Detlev Buck veranstaltet ein letztes "Tohuwabohu"

Findet Dane DeHaan "A Cure for Wellness"?

Wieder eine starke Kinowoche mit einigen Empfehlungen. Erfreulich, dass Detlev Buck die "Bibi & Tina"-Reihe beim vierten Teil im Hoch verlässt. Australien überzeugt mit dem bewegenden, für sechs Oscars nominierten Drama "Lion", während die Combo aus Regisseur Peter Berg und Hauptdarsteller Mark Wahlberg mit der Rekonstruktion der Anschläge am Patriots Day 2013 in Boston in ihrem US-Drama "Boston" überzeugt.

"Bibi & Tina - Tohuwabohu total"

Abenteuer
Deutschland
110 Minuten
FSK 0

Deutscher Abenteuerfilm und vierter Part über die junge Hexe Bibi (Lina Larissa Strahl) und ihre Freundin Tina (Lisa-Marie Koroll), deren Begegnung mit einem geheimnisvollen Mädchen eine ganze Reihe turbulenter Ereignisse zur Folge hat, inklusive Tina's Entführung. Nach dem großen Erfolg von "Mädchen gegen Jungs" nimmt es nicht wunder, dass DCM Film dem vorwiegend jüngeren Publikum einen weiteren "Bibi & Tina" kredenzen. Detlev Buck hat die Geschichte mit einem zeitgemäßen Unternehmer-Bösewicht namens Dirk Trumpf und Elementen von Märchen und Musical sowie mit durchaus ernsten Untertönen episodenhaft in Szene gesetzt. Flüchtlinge, Unterdrückung und Abschottung spielen eine Rolle. Die Kritiker sind mehrheitlich der Ansicht, dass sich Buck hier mit dem Höhepunkt von der Reihe verabschiedet, so auch unser Rezensent Björn Schneider: "Der Film bezieht jüngste politische Ereignisse in die Handlung ein und verleiht dem Jugendfilm damit Aktualität und Anspruch – ohne dabei auf die eingängigen Ohrwürmer, die schrulligen Figuren und den ansteckenden, augenzwinkernden Humor der Vorgänger, zu verzichten."

Unsere Empfehlung: Reingehen!

"A Cure for Wellness"
Horror
USA
146 Minuten
FSK 16

US-Horrorfilm über einen jungen Angestellten (Dane DeHaan), der aus den USA in die Schweiz geschickt wird, um seinen Chef (Harry Groener) aus einem Sanatorium zu holen. Dort allerdings gerät er in die mysteriösen Machenschaften des Klinikarztes (Jason Isaacs). Regisseur Gore Verbinski ("Rango") wechselt mit dieser 20th Century Fox-Produktion ins Gothic Horror-Genre mit mehr Schein denn Sein. Visuelle Eleganz gibt es im Überfluss, aber die Bilder zum Zungeschnalzen werden an eine schon zigfach gesehene und vorhersagbare Geschichte verschwendet, deren Wendungen, Kniffe und Schreckmomente nur allzu bekannt vorkommen. Das Werk hat schlechte Kritiken erhalten, die Zuschauer sind ebenfalls enttäuscht. Unser Kritiker Björn Schneider befindet: "Solide, optisch berauschende Gothic Horror-Mär im Stil von 'Shutter Island' mit gutem Hauptdarsteller und prächtigen (Natur-)Kulissen. Leider ist der Film mindestens 30 Minuten zu lang geraten."

"Bailey - ein Freund fürs Leben"
Drama
USA
100 Minuten
FSK 0

US-Drama über einen Hund (Stimme im Original: Josh Gad / deutsche Stimme: Florian David Fitz), der auf der Suche nach dem Sinn des Lebens zum besten Freund eines Jungen wird, zahlreiche Abenteuer mit ihm erlebt und ihm sogar über mehrere Inkarnationen hinweg treu bleibt. Nach seinem meisterhaften "Hachiko" wendet sich der schwedische Regisseur Lasse Hallström wieder dem besten Freund des Menschen zu, doch der Blitz hat sich nicht zweimal in der Flasche einfangen lassen. "A Dog's Purpose" (so der Originaltitel, auf Deutsch "Ich gehöre zu Dir") basiert auf dem gleichnamigen Roman von W. Bruce Cameron aus dem Jahr 2010, der sein Buch auch selbst für die Leinwand bearbeitet hat. Die Constantin-Produktion bietet eine unbeholfene Mischung aus Zuckerguss-Gefühligkeit und hündischem Leiden, die hemmungslos auf die Tränendrüse von tierliebenden Zuschauern zu drücken versucht. Die Kritiken sind schlecht, die Zuschauermeinungen gemischt, was in den USA zu einem mäßigen Erfolg an den Kinokassen gereicht hat. Unsere Kollegin Bianka Piringer ist milder: "Gemütvolles Wohlfühlkino, dessen episodische Struktur für Abwechslung sorgt. Diese Unterhaltung reut einen nicht, auch wenn der Inhalt wenig relevant erscheint."

"Boston"
Drama
USA
129 Minuten
FSK 12

US-Drama über die Ereignisse beim Boston Marathon am Patriots' Day 2013: Anhand einzelner Figuren, etwa eines Polizisten (Mark Wahlberg), rekonstruiert der Film den Terroranschlag und die tagelange, dramatische Jagd nach den Tätern. Ein Vierteljahr, nachdem sie auf der Leinwand realistisch die Katastrophe auf der Ölplattform "Deepwater Horizon" rekonstruiert haben, kehren Regisseur und Drehbuchautor Peter Berg und sein Hauptdarsteller Mark Wahlberg mit diesem ebenfalls um Authentizität bemühten Werk in die Kinosäle zurück. "Patriots' Day" (so der Originaltitel) bietet eine ergreifende und handwerklich solide in Szene gesetzte Ode an die Alltagshelden einer Tragödie, ohne die Geschehnisse als Action-Thriller zu missbrauchen. Trotz sehr guter Besprechungen und beeindruckter Zuschauer ist die Studiocanal-Produktion in den USA gefloppt.

Unsere Empfehlung: Reingehen!

"Lion"
Drama
Australien
119 Minuten
FSK 12

Australisches Drama über einen fünfjährigen indischen Jungen (Sunny Pawar), der seiner Familie verloren geht und allein durch Kalkutta irrt, bis er von einem australischen Ehepaar (Nicole Kidman und David Wenham) aufgenommen wird. Als junger Mann (Dev Patel) macht er sich auf die Suche nach seinen Wurzeln. Nominiert für sechs Oscars, darunter als "Bester Film", basiert diese Universum-Produktion auf wahren Begebenheiten, die Saroo Brierley 2013 in seiner Biographie "A Long Way Home" veröffentlichte. Dem australischen Regisseur Garth Davis ist es bei seinem Regiedebut gelungen, die typischen Klischees zu vermeiden und die erbauliche Geschichte mit Hilfe seiner starken Besetzung in eine bewegende Reise zu verwandeln, die Kritik und Publikum gleichermaßen begeistert. Für unseren Kritiker Björn Schneider handelt es sich um einen der besten Streifen des jungen Kinojahres. Er vergibt die Höchstwertung: Fünf von fünf Sternen! "Ein herausragend gespieltes, in epische und teils enorm beklemmende Bilder verpacktes Drama von enormer emotionaler Wucht. In nur ganz wenigen Momenten ein wenig kitschig oder rührselig, verfügt der Film über einige der berührendsten Szenen des Kinojahres 2017", so Björn.

Unsere Empfehlung: Reingehen!

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