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Salt - Evelyn Salt (Angelina Jolie) versucht, ihren...ommen
Salt - Evelyn Salt (Angelina Jolie) versucht, ihren Verfolgern zu entkommen
© Sony Pictures

TV-Tipps für Samstag (11.3.): Angelina Jolie auf der Flucht

Sat1 zeigt "Salt"

Am Samstagabend können Spielfilmfreunde die Fernbedienung aus der Hand legen: Sat1 ist der Kanal der Wahl, auf dem es zunächst im Hauptprogramm mit Will Smith als "Hancock" vergnüglich und dann mit Angelina Jolie als "Salt" aufregend zugeht.

"Hancock", Sat1, 20:15 Uhr

Hancock (Will Smith) ist ein Superheld, dessen unkontrolliertes Verhalten ständig für Millionenschäden sorgt. Er verändert sich, als ein Mann (Jason Bateman), den er gerettet hat, ihm hilft, sein Ansehen in der Öffentlichkeit zu verbessern.

Diese Columbia Pictures-Produktion von 2008 hat eine extrem komplizierte und vor allem langwierige Herstellungsgeschichte hinter sich. Das Drehbuch hatte Vincent Ngo bereits 1996 geschrieben und auf dem freien Hollywood-Markt angeboten. Das Interesse für seine Geschichte, die sich allerdings um einen Superhelden und einen Zwölfjährigen drehte, fand auch durchaus Interesse - nur ein Spielfilm wollte nicht entstehen. Erst als Columbia 2005 zugriffen, kam Bewegung in die Sache. Will Smith wurde als Hauptdarsteller engagiert, Jonathan Mostow ("Surrogates") sollte Regie führen. Doch Mostow verließ wegen "kreativer Differenzen" die Produktion wieder, stattdessen sollte Gabriele Muccino, der gerade mit Smith "The Pursuit of Happyness" gedreht hatte, einspringen. Daraus wurde auch nichts. Die ursprünglich mal für eine Premiere Ende 2006 avisierte Komödie wurde verschoben, und Smith drehte erstmal "I Am Legend".

Schlussendlich erbte Peter Berg ("Boston") das Projekt - nicht die glücklichste Wahl. Der Regisseur gab im Nachhinein selbst zu, von der Arbeit mit Spezialeffekten, mit denen er noch nie etwas zu tun gehabt hatte, überfordert gewesen zu sein. Mit dem Ergebnis im Film war dann niemand besonders glücklich. Die Umsetzung ist teilweise dürftig, aber auch das Ausgangsmaterial zu dünn. Nach einer sehr vielversprechenden und unterhaltsamen ersten Hälfte überzeugt das Werk im zweiten Teil weniger. Bei einem Riesenbudget von 150 Millionen Dollar ein hoher Einsatz mit ungewissem Ausgang.

Doch die Marketing-Abteilung von Columbia-Muttergesellschaft Sony leistete ganze Arbeit, stellte Smith prominent in den Vordergrund und in der Werbung ausschließlich die humorvollen Aspekte heraus. Das wirkte: "Hancock" wurde ein Riesenerfolg, mit 624 Millionen Dollar Umsatz weltweit der vierterfolgreichste Film des Jahres.

Kritiker Bruce Bennett schrieb für "Spectrum": "Der Film hat viele lustige, sogar zärtliche Momente, bis er nach etwa einer Stunde in eine andere, chaotische Richtung abdriftet."



"Salt", Sat1, 22:00 Uhr
Evelyn Salt, eine CIA-Agentin (Angelina Jolie) taucht unter, als ein Überläufer (Daniel Olbrychski) sie beschuldigt, eine russische Spionin zu sein.

"Wer ist Evelyn Salt?", fragten die Poster zu diesem Thriller von 2010. Nun, zunächst mal war sie ein Mann namens Edwin Salt. Ursprünglich war dies nämlich ein Tom Cruise-Projekt. Drehbuchautor Kurt Wimmer hatte den Stoff schon seit 2002 in Angriff genommen. Doch als Columbia Pictures 2007 die Produktion anschoben, machte Cruise einen Rückzieher: Er sah diese Agentenfigur zu nahe an seinem Ethan Hunt, den er in der "Mission Impossible"-Reihe verkörperte, und entschied sich stattdessen, für 20th Century Fox "Knight and Day" zu drehen. Für Regisseur Phillip Noyce ("The Giver") der Auslöser, ganz neu nachzudenken und eine mit Angelina Jolie schon länger besprochene Idee einer weiblichen Agentenrolle in die Tat umzusetzen. Brian Helgeland ("Robin Hood") half dabei, die Hauptfigur im Drehbuch einer Geschlechtsumwandlung zu unterziehen, wobei die eigentliche Geschichte bestehen blieb.

Gedreht wurde für 110 Millionen Dollar vor Ort in Washington D.C. und New York City. Jolie trainierte Kampftechniken für ihre Rolle und führte die meisten Stunts selbst durch. Computer-Bilder beschränkten sich auf das Erschaffen der Hintergründe und einige Effekte. Noyce hatte allerdings Schwierigkeiten, dem Film einen befriedigenden Schluss zu verpassen und veröffentlichte später auf Disc gleich zwei alternative Schnittfassungen des gesamten Films, welche diesen jeweils eine andere Handlungsrichtung einschlagen ließen.

Dass mit Jolie eine weibliche Hauptfigur besetzt wurde, tut "Salt" gut, denn zum Einen ist die Schauspielerin, deren Engagement für ihre Rolle spürbar ist, in Top-Form, zum Anderen wäre der Streifen mit seiner vorhersehbaren und manchmal lächerlichen Handlung allzu austauschbar. Möglicherweise hatte Cruise da ein gutes Näschen, auch wenn er mit "Knight and Day" vom Regen in die Traufe kam.

"Salt" erhielt gute Kritiken und wurde ein Erfolg beim Publikum, allerdings mit weltweit 293 Millionen Dollar kein so überwältigender, als dass sich bis heute jemand daran gemacht hätte, ein weiteres Abenteuer mit Evelyn Salt zu initiieren. Die Produktion erhielt eine Academy Awards-Nominierung für den "Besten Tonschnitt".

Kritiker RL Shaffer schrieb für "IGN DVD": "Der Film funktioniert trotz seiner schlampigen, häufig haarsträubenden Handlung und den durchsichtigen Wendungen, und sei es auch nur als ein unterhaltsam intensives und überraschend düsteres B-Movie, das - einmal in Schwung gekommen - kaum im Tempo nachlässt."



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