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Top Gun - Sie fürchten weder Tod noch Teufel mit...ruise
Top Gun - Sie fürchten weder Tod noch Teufel mit Kelly McGillis und Tom Cruise
© Paramount Pictures Germany

TV-Tipp für Donnerstag (23.3.): Tom Cruise fürchtet weder Tod noch Teufel

Kabel1 zeigt "Top Gun"

"Top Gun", Kabel1, 22:15 Uhr
Während die Schüler an einer United States Navy Elite-Schule darum ringen, wer am besten fliegt, lernt ein draufgängerischer Pilot (Tom Cruise) ein paar Dinge von einer Zivilistin (Kelly McGillis), die man nicht im Klassenzimmer lernt.

Mit diesem Abenteuerfilm wurde Tom Cruise 1986 zu dem Star, der er bis zum heutigen Tage geblieben ist - in einer Rolle, die Matthew Modine zuvor abgelehnt hatte, weil ihm die pro-militärische Ausrichtung des Streifens nicht gefiel. Doch für die Hochzeit der Reagan-Ära, in der militärische Stärke und Patriotismus Staatsdoktrin waren, kam diese Paramount Pictures-Produktion gerade recht. Das 15 Millionen Dollar teure Werk spielte weltweit 357 Millionen Dollar ein und war der erfolgreichste Film des Jahres in den USA.

Dass die US-Library of Congress "Top Gun" 2015 in das National Film Registry aufgenommen hat, um es der Nachwelt zu erhalten, mag manchen absurd oder gar obszön erscheinen. Aber die Begründung, warum Werke dort aufgenommen werden, bezieht sich ausdrücklich auf die "kulturelle, historische oder ästhetische Bedeutung". Und in allen drei Punkten erweist sich der Streifen als Film ganz seiner Zeit als aufnahmewürdig. Ein "Top Gun" hätte niemals zehn Jahre zuvor entstehen oder gar erfolgreich sein können, als die amerikanische Gesellschaft kriegsmüde und regierungsskeptisch eingestellt war.

In den USA hatten Kritiker weniger Probleme als in Europa mit dem Hohelied auf die militärische Gemeinschaft und der offensichtlich hurrapatriotischen Ausrichtung des Films. Bei den gemischten Besprechungen wurde eher kritisiert, dass das Ganze - wenn sich die Handlung nicht in der Luft abspielte - zu banal war und alle Zuschauer jenseits des Teenager-Alters unterforderte. Aber zugleich wurden die sehenswerten und mitreißenden Luftaufnahmen gelobt, die ganz offensichtlich mit dem Briten Tony Scott ("Man on Fire") von einem Regisseur, der ein Auge für Action hatte, grandios in Szene gesetzt worden waren.

Ausgangspunkt der Produktion war der Artikel "Top Guns" von Ehud Yonay in der Mai-Ausgabe 1983 im Magazin "California". Dort wurden Piloten auf der Naval Air Station Miramar im kalifornischen San Diego vorgestellt, die sich als "Flightertown USA" bezeichnete. Das Produzentenduo Jerry Bruckheimer und Don Simpson ("The Rock") erkannte die Möglichkeit, packende Luftaufnahmen und das Machismo gut aussehender Darsteller gewinnbringend zu verbinden.

Und auch die US Navy erkannte das Potential, sich bildwirksam in ein rechtes (Sonnen)Licht rücken zu lassen und unterstützte die Produktion mit Flugzeugen, Piloten, Schiffen und militärischen Beratern - aber erst, nachdem die Drehbuchautoren zahlreiche Veränderungen auf Wunsch der Navy vorgenommen hatten. So sollte es keinen Flugzeugabsturz auf dem Deck eines Schiffes geben, die Wortwahl nicht so rüde sein und keine Liebesaffaire zwischen Soldaten geben, weshalb die Figur von Kelly McGillis zur Zivilistin wurde.

Die Luftaufnahmen entstanden hauptsächlich im US-Bundesstaat Nevada und über dem Pazifik vor der südkalifornischen Küste. Dass die Arbeit nicht ungefährlich war, wurde am 16. September 1985 tragisch deutlich, als der Kunstflieger Art Scholl abstürzte und tödlich verunglückte. Der Film ist ihm gewidmet.

"Top Gun" wurde für vier Academy Awards nominiert: Für den Schnitt, den Ton, den Schnitt der Toneffekte und den Song "Take My Breath Away" von Giorgio Moroder. Letzterer konnte den Oscar und den Golden Globe erringen.

Ein US-Zuschauer schreibt: "Das ist genau der richtige Film für einen Pizza und Popcorn-Abend. Ein Streifen, der Spaß macht und auf seine Achtziger Jahre-Art etwas kitschig ist. Die Filmmusik ist noch immer so gut wie vor 30 Jahren. Die Handlung mag total dünn sein, aber die schnellen, atemberaubenden Action-Sequenzen und die ganzen zitierbaren Sprüche sind klasse. Manche der Bilder sind unvergesslich. Ich wünschte, ich könnte die Zeit zurück drehen und wieder ein Teenager sein, der den Film zum ersten Mal sieht und dem ein Schauer den Rücken herunter läuft, wenn die Maschinen der F-14 zu röhren beginnen."



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