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Going in Style
Going in Style
© Warner Brothers

US-Filmstarts: Schlümpfe und Oldtimer füllen "Fast & Furious"-Lücke

3D-Bläulinge ohne Schauspieler

Bevor über Ostern der "Fast & Furious"-Sturm mit "The Fate of the Furious" in den nordamerikanischen Kinos losbricht und nach "Beauty and the Beast" das wohl zweite dreistellige Millionen-Eröffnungsergebnis des Jahres bescheren wird, backt Hollywood in dieser Woche noch mal kleinere Brötchen. Es fühlt sich nach einem typischen Übergangswochenende an.

An dessen Ende wohl die Platzhirsche "The Boss Baby" oder vielleicht sogar wieder "Beauty and the Beast" auf dem Top Ten-Gipfel stehen werden. Denn für den mutmaßlich mit Abstand erfolgreichsten, weil breitenwirksamsten Neustarter "Smurfs: The Lost Village" ("Die Schlümpfe") werden lediglich 16 bis 23 Millionen Dollar vorausgesagt.

Nach dem französischen Zeichentrickfilm "Die Schlümpfe und die Zauberflöte" aus dem Jahr 1976 hatten Columbia Pictures 2011 die belgischen Cartoon-Figuren von Peyo 2011 als Mischung aus Computeranimationen und Realfilm mit Neil Patrick Harris für das US-Publikum auf die Leinwände gebracht. Mit einem weltweiten Umsatz von 563 Millionen Dollar wurde der Animationsstreifen ein Riesenerfolg. Kein Wunder, dass zwei Jahre darauf das nächste Abenteuer folgte, das dann mit einem weltweiten Einspiel von 348 Millionen Dollar immer noch die Massen in die Kinos lockte.

Aber die Columbia-Manager waren nicht so blauäugig zu glauben, dass der dritte Teil wieder mehr als der zweite einspielen wird und hatten schon vorsorglich die hohen Budgets der ersten beiden Teile von 110 beziehungsweise 105 Millionen Dollar auf 60 Millionen Dollar gedrosselt. Das erleichtert natürlich die Profitablilität, selbst wenn das Debut wesentlich niedriger als bei den 35 Millionen Dollar des ersten Teils ausfallen sollte. Der zweite Part war eh bloß noch mit 17 Millionen Dollar aus dem Startblock gekommen. "Smurfs: The Lost Village" feiert in 3610 Spielorten Premiere.

Nichts mit den vorderen Rängen dürfte "Going in Style" ("Abgang mit Stil") zu tun haben, trotz seiner prominenten Besetzung mit Alan Arkin, Michael Caine und Morgan Freeman. Um mehr als nur die Freunde gepflegter Seniorenschauspielkunst in die Säle zu locken, bedürfte es guter Kritiken, welche diese New Line Cinema-Produktion aber lediglich zu Teilen erhalten hat.

Regisseur Zach Braff ("Wish I Was Here") hat mit einem Budget von 25 Millionen Dollar eine Neuverfilmung des gleichnamigen Streifens von 1979 in Szene gesetzt. Damals spielten George Burns, Art Carney und Lee Strasberg die drei Senioren, die eine Bank überfallen wollen, welche sie um ihre Ersparnisse gebracht hat. Für die auf 3061 Spielplänen stehende Komödie erwarten Analysten lediglich 7 bis 9 Millionen Dollar zum Auftakt.

Pünktlich zur Karwoche bringt der kleine Verleiher Pure Flix ein Drama, das sich dezidiert an das christlich-religiöse Publikum wendet, auf die Leinwände. Gerade ist mit "The Shack" ein thematisch ähnlicher Film erfolgreich in den Kinos gelaufen. Niemand erwartet, das "The Case for Christ", der sich ebenfalls um das Ringen mit dem Glauben und den Gottesbeweis dreht, am Ende über 50 Millionen Dollar eingespielt haben wird. Aber für jedes obskure glaubensthematische Werk, das floppt, gibt es eines, das wie "Die Hütte" oder "Himmelskind" zum Achtungserfolg wird.

Wie viel "The Case for Christ" gekostet hat, ist nicht bekannt. Immerhin sind mit Erika Christensen, Faye Dunaway und Robert Forster bekannte Mimen in der Verfilmung des gleichnamigen Buches von Lee Strobel aus dem Jahr 1998 dabei. Das von Joe Gunn ("Wie ein Staubkorn im Wind") inszenierte Werk, das vorab der Presse nicht gezeigt worden ist, debutiert in nur 1175 Filmtheatern. Branchenkenner kalkulieren mit einem Premierenergebnis in Höhe von 3 bis 6 Millionen Dollar.


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