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Das Loch mit Philippe Leroy, Jean Keraudy, Raymond...ichel
Das Loch mit Philippe Leroy, Jean Keraudy, Raymond Meunier und Marc Michel
© Studiocanal

TV-Tipp für Montag (10.4.): Der 4+1-Ausbruch des Jacques Becker

Arte zeigt "Das Loch"

"Das Loch", Arte, 20:15 Uhr
Vier zu langen Haftstrafen verurteilte Gefängnisinsassen (Michel Constantin, Jean Keraudy, Philippe Leroy und Raymond Meunier) planen einen ausgeklügelten Ausbruch, in den sie zögernd einen neuen Zellengenossen (Marc Michel) einweihen, was zu Misstrauen und Ungewisstheit führt.

Regisseur und Drehbuchautor Jacques Becker tut in diesem französischen Kriminalfilm von 1960 alles, um der wahren Geschichte, die er hier erzählt, mit einer möglichst realistischen Darstellung gerecht zu werden. Es gibt keinen Vorspann, bis zum Abspann keine Musik, die Einstellungen werden durch wenige Schnitte unterbrochen - im Fall des Durchbrechens des Betonbodens dauert eine bis zu vier Minuten - und die Charaktere sind zum Großteil mit Laiendarstellern besetzt.

Darunter ist mit Jean Keraudy ein Akteur, der 1947 beim Ausbruchsversuch aus dem Pariser Gefängns La Santé tatsächlich beteiligt gewesen war. Er spielt sich hier selbst und wendet sich zu Beginn direkt ans Publikum, um anzukündigen, dass das Folgende auf einer realen Begebenheit beruht. Diese hatte sein Mithäftling José Giovanni 1957 in dem gleichnamigen Roman "Le trou" verarbeitet und schrieb nun zusammen mit Becker das Drehbuch.

Für den damals 53-Jährigen Becker sollte sein bester Streifen auch sein letzter sein, er starb kurz nach den Dreharbeiten. Das in seiner genauen Beobachtung äußerst spannende Werk wurde für zwei Britische Filmpreise als "Bester Film" und Philippe Leroy als "Bester fremdsprachiger Schauspieler" nominiert.

Ein kalifornischer Zuschauer ist begeistert: "Diese beeindruckendste aller Ausbruchsgeschichten ist eine wundervolle Zurschaustellung der wesentlichsten menschlichen Qualitäten: Einfallsreichtum und Zusammenarbeit und der angeborene Drang zur Freiheit. Der Film ist genauso bemerkenswert für die Dinge, die er auslässt, wie für die, welche er zeigt. Es gibt keine Exposition, die den Schrecken des Gefängnislebens zeigt, sondern gerade genug Details der Reglementierung, der Tristheit der Umgebung und des Fehlens persönlicher Bereiche, die uns die erstickende Gegenwart der Institution vergegenwärtigen. Es fehlen bis auf den Schluss plötzliche Überraschungen oder Handlungswendungen. Statt Musik gibt es einen starken und einmaligen Einsatz des Tons. Wir hören jeden dumpfen Schlag, jedes Geklirr und Heulen innerhalb der Gefängnismauern und während der Grabungsszenen das Grunzen und Schnaufen der Häftlinge und die Schläge des Metals gegen den Stein."

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