oder
Diary of a Wimpy Kid: The Long Haul
Diary of a Wimpy Kid: The Long Haul
© 20th Century Fox

US-Filmstarts: Das "Alien" ist wieder los

"Diary of a Wimpy Kid" als Alternativprogramm

Spitzenreiter "Guardians of the Galaxy Vol. 2" bekommt ab heute Konkurrenz von einem alten Bekannten, dessen Geschichte bis ins Geburtsjahr von "Guardians"-Hauptdarsteller Chris Pratt zurück reicht: Das "Alien" ist wieder da! 38 Jahre nach seinem ersten "Alien" und fünf Jahre nach dem erfolgreichen Reboot mit "Prometheus" bringt der englische Regisseur Ridley Scott ("The Martian") mit "Alien: Covenant" die berühmte Horrorreihe wieder in die Kinosäle.

3761 Spielorte zeigen die 97 Millionen Dollar teure 20th Century Fox-Produktion, die gute Kritiken und bis jetzt ordentliche Mundpropaganda erhalten hat sowie mit einer effektiven Werbekampagne überzeugt. Aus dem Schauspielerensemble sticht der Name Michael Fassbender hervor, der seinen Part aus "Prometheus" wieder aufgenommen hat. Die Analysten erwarten rund 40 Millionen Dollar zum Start, was knapp reichen könnte, "Guardians of the Galaxy Vol. 2" den Hattrick zu vermiesen. Die Vorpremieren für "Alien: Covenant" gestern Abend haben mit 4,2 Millionen Dollar schon mal etwas mehr eingebracht als die von "Prometheus", der es 2012 auf 3,6 Millionen Dollar brachte und am Ende mit 52 Millionen Dollar aus seinem Premierenwochenende ging.

Fox bringen diese Woche noch einen weiteren Film an den Start. Das können sie relativ sorglos tun, denn "Diary of a Wimpy Kid - The Long Haul" ("Gregs Tagebuch: Böse Falle") wendet sich an die Gruppe der Zehn- bis 15-Jährigen und hat damit null Schnittmenge mit "Alien: Covenant". Der Kannibalisierungseffekt bleibt hier aus. Aber womöglich auch das Publikum, Zielgruppe hin oder her. Branchenkenner sind nicht allzu optimistisch, weil der 22 Millionen Dollar teure Streifen des englischen Regisseurs David Bowers, der schon Teil zwei und drei in Szene gesetzt hatte, bisher miese Kritiken und noch miesere Mundpropaganda von Zuschauern erhalten hat

Das vierte "Diary"-Werk kommt mit neuen Schauspielern - darunter Alicia Silverstone - nach einer vierjährigen Pause. Inwieweit das Interesse an einer weiteren Verfilmung eines Buches von Jeff Kinney besteht, wird sich zeigen. Das fast nicht existente Marketing ist jedenfalls schon mal keine große Hilfe. Da der Trend der Premierenergebnisse der Komödien bereits nach unten wies - der dritte Part spielte 2012 zur Eröffnung lediglich noch 14 Millionen Dollar ein, nachdem der zweite Karten im Wert von 23 Millionen Dollar an die kleinen und großen Kunden hatte bringen können. Es wird für "The Long Haul" mit 11 Millionen Dollar in den 3157 Filmtheatern gerechnet.

Dritter im Bunde ist "Everything, Everything" ("Du neben mir"), der sich im Fahrwasser von Dramen wie "The Fault in Our Stars" ("Das Schicksal ist ein mieser Verräter") und "Me Before You" ("Ein ganzes halbes Jahr") bewegt und dezidiert an ein jugendliches Publikum wendet. Die 10 Millionen Dollar teure Warner Brothers Pictures-Produktion basiert auf dem gleichnamigen Buch von Nicola Yoon aus dem Jahr 2015. Regisseurin Stella Meghie hat das Werk ohne Stars geleitet und von Kritikern wie Zuschauern gemischte Reaktionen geerntet. 2801 Kinos haben "Everything, Everything" im Programm; erwartet werden bloß 8 Millionen Dollar.

Hier streamen



Spielfilm.de-Mitglied werden oder einloggen.