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Legenden der Leidenschaft mit Julia Ormond und Brad Pitt
Legenden der Leidenschaft mit Julia Ormond und Brad Pitt
© TriStar Pictures

TV-Tipps für Samstag (20.5.): Brad Pitt im milden Herbstlicht

ARD zeigt "Legenden der Leidenschaft"

Für Spielfilmfreunde wird es spät am Samstagabend, dafür übersichtlich: Die ARD spricht mit "U-571" im Spätprogramm und anschließend mit "Legenden der Leidenschaft" im Nachtprogramm Anhänger des Spannungs- wie des Gefühlskinos an. Bei Letzteren insbesondere diejenigen mit einer Schwäche für Brad Pitt.

"U-571", ARD, 23:45 Uhr

Ein deutsches U-Boot wird 1942 von verkleideten amerikanischen Seeleuten gekapert, die versuchen, die Enigma-Chiffriermaschine in ihre Gewalt zu bringen.

Dieser Thriller aus dem Jahr 2000 schaffte es bis ins Britische Parlament: Premierminister Tony Blair bejahte in einer Fragestunde, ob die Universal Pictures-Produktion eine "Beleidigung britischer Matrosen" sei. An dem fiktiven Gehalt des Streifens von Regisseur und Drehbuchautor Jonathan Mostow ("Terminator 3") entzündeten sich die britischen Gemüter, denn der Inhalt legte nahe, dass es amerikanische Soldaten - angeführt von Matthew McConaugehy und Bill Paxton - waren, die im Zweiten Weltkrieg die sagenumwobene deutsche Chiffriermaschine Enigma erbeuteten, während es in Wahrheit der Royal Navy gelang. Noch bevor die USA überhaupt in den Krieg eingriffen, hatte die HMS Bulldog bereits im Mai 1941 die Enigma von Bord des U-110 im Nordatlantik geholt.

Abgesehen von der frei erfundenen Geschichte überzeugt das exzellent gefilmte, mit einer interessanten Handlung versehene und von einer talentierten Besetzung und Crew getragene Werk als spannender Thriller. Gefilmt wurde dieser im weitaus gemütlicheren Mittelmeer nahe Malta.

Die mit guten Kritiken versehene, 62 Millionen Dollar teure Universal Pictures-Produktion wurde ein solider Erfolg mit weltweit 127 Millionen Dollar und erhielt einen Oscar für den "Besten Tonschnitt" und eine Nominierung für den "Besten Ton". Mit seinen extrem tiefen Bässen gilt "U-571" als ultimativer Test für den Subwoofer einer Heimkinoanlage.

Ein amerikanischer Zuschauer lobt: "Ich habe einige U-Boot-Filme gesehen, und dieser platziert sich meiner Meinung nach vorne in Sachen Spannung und Wirklichkeitsnähe. Mit gutem Tempo und keinem langweiligen Moment. Die Charaktere sind glaubwürdig und nie zweidimensional, Kamera und Schnitt überdurchschnittlich."



"Legenden der Leidenschaft", ARD, 01:35 Uhr

Die Geschichte der Familie Ludlow von den zehner bis in die dreißiger Jahre in der einsamen Wildnis in Montana und wie Natur, Geschichte, Krieg und Liebe das Leben von drei Brüdern (Brad Pitt, Aidan Quinn und Henry Thomas) und ihrem Vater (Anthony Hopkins) beeinflussen.

1994 war das Jahr, in welchem Brad Pitt die Herzen der weiblichen Teenager zu erwärmen begann - und Columbia Pictures machten auch gar keinen Hehl daraus, was dieses Drama hauptsächlich war: Der Schmachtfetzen, in dem der damals 29-Jährige mit nacktem Oberkörper herumläuft. Doch zum Glück ist "Legends of the Fall" mehr als das - und vor allem das: Wunderschön anzuschauen. John Toll ("Iron Man 3") gewann für seine Kameraführung den Oscar; daneben gab es noch zwei Nominierungen für die "Beste Ausstattung" und den "Besten Ton".

Regisseur Edward Zwick ("Blood Diamond") drehte die mehrere Jahrzehnte umspannende Familiensaga im kanadischen British Columbia und Alberta und rang der Verfilmung der gleichnamigen Novelle von Jim Harrison aus dem Jahr 1979 dank der starken schauspielerischen Leistungen eine tiefempfundene Melodramatik ab.

Der von Columbia Pictures für 30 Millionen Dollar produzierte Film wurde - trotz der nur durchwachsenen Kritiken oder weil ein Teil des Publikums Brad Pitt eben nicht mit nacktem Oberkörper in einem Schmachtfetzen sehen wollte - weltweit ein solider Erfolg.

Eine amerikanische Zuschauerin schwärmt: "Man mag mich für verrückt erklären, aber manchmal gibt es Filme, in denen Musik, Licht, Landschaft, die Handlung, die Dialoge mir buchstäblich den Atem nehmen und sich mein Herz anfühlt, als würde es explodieren. Manchmal muss ich sogar weinen. Es gibt in diesem Film keine einzige Szene, die mich das nicht fühlen lässt. Es ist ein unbeschreiblich schöner Film."



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