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Du neben mir (2016)

Everything, Everything

Romantisches Jugenddrama über eine 18-Jährige, die wegen einer Immunschwäche das Haus nicht verlassen darf und sich in ihren jungen Nachbarn verliebt.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3.0 / 5

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An ihrem 18. Geburtstag erwartet Maddy (Amandla Stenberg) keine große Party, sondern nur ein gemütlicher Abend daheim mit ihrer Mutter Pauline (Anika Noni Rose). Es klingelt überraschend an der Haustür: Dort steht der neue Nachbar Olly (Nick Robinson), der einen Kuchen bringt und sich nach Maddy erkundigt. Doch Pauline lässt ihn nicht herein. Maddy leidet nämlich an einer seltenen Immunschwäche, die es ihr unmöglich macht, andere Menschen zu treffen oder das Haus zu verlassen. Nur ihre langjährige Krankenschwester Carla (Ana de la Reguera) und deren Tochter Rosa dürfen zu Maddy ins Haus.

Doch Olly lässt nicht locker, er wirft kleine Steinchen an Maddys Fenster und verständigt sich mit Pantomime. Die Teenager beginnen auch zu chatten. Maddy bittet Carla, ihr doch einen Besuch Ollys zu ermöglichen, von dem die Mutter nichts erfahren darf. Carla lässt sich erweichen, unter der Auflage, dass die beiden Abstand zueinander halten. Nun aber verliebt sich Maddy richtig und entschließt sich bald zu einem schwerwiegenden Schritt.

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Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse3 / 5

Oft sind Teenager-Romanzen im Film von der Gefahr des Todes überschattet. Da leiden zum Beispiel zwei junge Menschen an Krebs – wie in "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" - oder ein Junge vom Mars besucht seine Freundin auf der Erde, kann dort aber nicht leben – wie in "Den Sternen so nah". Die kühne Rebellion eines solchen Paares gegen den Lauf der Dinge sorgt zuverlässig für eine Extraportion Herzschmerz. Auch in dieser Verfilmung des Romans "Du neben mir und zwischen uns die ganze Welt" von Nicola Yoon befindet sich die Liebe scheinbar auf tragischem Kurs. Denn in der ersehnten Begegnung mit ihrem Nachbarn Olly lauert für die immungeschwächte Maddy die Gefahr einer tödlicher Erkrankung. Die Regisseurin Stella Meghie setzt jedoch auf eine weitgehend keimfreie, schwelgerische Atmosphäre schöner Bilder.

Obwohl Maddy vollkommen isoliert und ohne Aussicht auf Veränderung dieses Zustands lebt, wirkt sie wie ein ganz normaler Teenager. Sie ist neugierig und fröhlich, der Lichtblick im Leben ihrer Mutter, die Mann und Sohn verlor, als Maddy noch sehr klein war. Die jugendliche Frische Maddys bestimmt weitgehend den Tonfall der Geschichte. Diese kann auch ausgesprochen witzig werden, wenn die beiden jungen Nachbarn am Fenster stehen und sich pantomimisch unterhalten. Oder wenn sie sich, während sie chatten, in Gedanken eine echte Begegnung ausmalen. Solche Szenen, in denen reale und Fantasiedialoge auseinanderdriften, wirken wie aus dem Leben gegriffen. Olly erinnert mit seinem sanften Gesichtsausdruck und dem leicht rebellischen Blick ein wenig an James Dean. Die beiden Jugendlichen ergeben wirklich ein schönes Paar und das ist auch ihre Hauptfunktion im Film. Denn wenn sie ihre Leidenschaft in Worten und Mimik ausdrücken sollen, zerrinnt sie des öfteren zur bloßen Behauptung, zum Thema einer banalen Konversation.

Die visuelle Gestaltung und im Grunde die ganze Inszenierung wirken wie ein bebilderter Wunschtraum. Stets signalisiert das Ambiente Wohlstand und Luxus. Auf inhaltliche Glaubwürdigkeit legt die Geschichte weniger Wert als auf die schönen Aufnahmen. Allerdings gelingt es dem interessanten finalen Twist, einige der im Verlauf beim Zuschauer entstandenen Zweifel und Fragen wieder aus der Welt zu schaffen. Insgesamt aber fehlt dem Film mit seiner an Oberflächenreizen orientierten Dramaturgie doch viel von der romantischen Tiefe, die solche Geschichten von Haus aus benötigen.

Fazit: Die Jugendromanze, die auf einer Romanvorlage von Nicola Yoon basiert, bezieht ihre Spannung aus der Verbindung von erster Liebe und tödlicher Gefahr. Denn die 18-jährige Maddy, die sich in ihren jungen Nachbarn verliebt, kann nur gesund bleiben, wenn sie sich von Menschen fernhält. Die Inszenierung verfügt über humorvolle Passagen, einen frischen, unbekümmerten Tonfall und legt stets Wert auf ein schönes Ambiente. So gleicht der Film einem bebilderten Wunschtraum für Teenager, dessen oberflächliche Reize aber mit wahrer Romantik kaum in Berührung kommen.




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Land: USA
Jahr: 2016
Genre: Drama
FSK: 6
Kinostart: 22.06.2017
Regie: Stella Meghie
Darsteller: Taylor Hickson als Kara Bright, Ana de la Reguera als Carla, Nick Robinson als Olly Bright
Verleih: Warner Bros.

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