Die Domain Spielfilm.de verwendet Cookies für funktionale und analytische Zwecke. Durch die Nutzung unserer Seite erklärst Du Dich damit einverstanden. Weitere Cookie-Informationen findest Du hier.

Ok, einverstanden!

oder
Pirates of the Caribbean: Salazars Rache mit Johnny Depp
Pirates of the Caribbean: Salazars Rache mit Johnny Depp
© Walt Disney Studios Motion Pictures Germany

Deutsche Filmstarts: Captain Jack Sparrow mit Schlagseite

Terrence Malick kehrt zurück mit "Song to Song"

Keine besonders gute Kinowoche. Ein fünfter "Pirates of the Caribbean" roch schon nach Verzweiflung, und besieht man sich nun das fertige Produkt, rechtfertigt wenig die Existenz von "Salazars Rache". Sehenswerter ist da der australische, aber in Berlin spielende Psychothriller "Berlin Syndrom". Was lohnt den Kauf einer Kinokarte? Und wann lässt man seine Geldbörse lieber stecken?

"Pirates of the Caribbean: Salazars Rache"

Abenteuer
USA
129 Minuten
FSK 12

US-Abenteuerfilm, in dem der berüchtigte Captain Salazar (Javier Bardem) mit seinen Geisterpiraten Rache am schrullig-sympathischen Captain Jack Sparrow (Johnny Depp) nehmen will. Der Krug geht so lange zum Brunnen, bis er bricht. Nach sechs Jahren Pause wollen Walt Disney Pictures es nochmal wissen. Der vierte Teil der "Pirates of the Caribbean"-Reihe "On Stranger Tides" ist mit einem Umsatz von 1,0 Milliarde Dollar dem Haus mit der Maus immer noch in guter Erinnerung, und Hauptdarsteller Johnny Depp kann nach einigen Kolossal-Flops einen Hit auch dringend gebrauchen.

Jetzt bleibt abzuwarten, inwieweit von Seiten der Zuschauer noch Interesse besteht, ein weiteres Mal mit Captain Jack Sparrow in See zu stechen. Die Kritiker warnen, an Bord zu gehen, denn den Abwärtstrend der Reihe habe auch das neue norwegische Regie-Duo Joachim Ronning und Espen Sandberg ("Kon-Tiki") nicht aufhalten können. Die ersten Zuschauerreaktionen sind hingegen positiv. Unser Kritiker Falk Straub kann das wie seine Kollegen nicht nachvollzieren: "Mit dem fünften Teil der Abenteuerreihe ist nun der vorläufige Tiefpunkt erreicht. Ein lustlos agierender Star quält sich durch eine Handlung, die Versatzstücke der vorangegangenen Filme mehr schlecht als recht recycelt. An die Originalität, den Charme, Witz und die Würze der Vorgänger reicht der Film nicht annähernd heran."

"Churchill"
Drama
Großbritannien
105 Minuten
FSK 6

Britisches Historiendrama, das von den Gewissenskonflikten des britischen Premierministers Winston Churchill (Brian Cox) im Jahr 1944 erzählt: Er steht vor der Entscheidung, Frankreich durch eine Invasion der alliierten Streitkräfte zu befreien, was den Tod unzähliger junger Soldaten zur Folge haben wird. Gleich zwei Filme kommen in diesem Jahr über Winston Churchill heraus; im Herbst wird Gary Oldman in "Darkest Hour" zu sehen sein. Regisseur Jonathan Teplizky ("The Railway Man") hat die Universum-Produktion in Schottland gedreht.

Unsere Rezensentin Bianka Piringer kommt zu einem gemischten Urteil: "Für ein restlos überzeugendes Psychogramm eines alten Mannes, dem ein Trauma aus dem Ersten Weltkrieg und Depressionen zu schaffen machten, ist die Figurenzeichnung zu klischeehaft. Allgemein wirken die Charaktere eher gespielt und geglättet als authentisch, so dass es dem Film trotz seines interessanten Themas an Biss und Spannung fehlt."

"Mirac"
Komödie
Türkei
88 Minuten
FSK 0

Türkischer Kinder- und Familienfilm über zwei muslimische Lausbuben, deren Freund bei einem Unfall ums Leben kommt. Da sie glauben, ein Imam könne mit den Toten reden, wollen sie Imame werden, um mit ihrem Freund in Kontakt zu bleiben. Die AF-Media-Produktion von Enes Hakan Tokyay ("Das etwas andere Studium") behandelt Themen wie Tod und Abschied auf eine kindgerechte Weise.

"Song to Song"
Drama
USA
128 Minuten
FSK 6

US-Drama, das in der Musikszene von Austin im US-Bundesstaat Texas spielt und von einer Musikerin (Rooney Mara) und einem Songwriter (Ryan Gosling) handelt, die sich durch einen ehrgeizigen Musikproduzenten (Michael Fassbender) kennen und lieben lernen. Allerdings werden sie bald mit den harten Realitäten des Musikgeschäfts konfrontiert. Regisseur und Drehbuchautor Terrence Malick sucht weiter nach seiner Form, die er zuletzt 2011 mit "Tree of Life" gezeigt hat. Mit dieser Studiocanal-Produktion gelingt es ihm leider erneut nicht, den Funken zu finden, der seine besten Werke entzündet hat. Wieder einmal visuell prächtig und erzählerisch dürftig, ist der Streifen, der gemischte Kritiken erhalten und unterschiedliche Zuschauerreaktionen hervorgerufen hat, eher etwas für Malick-Komplettisten.

"Berlin Syndrom"
Thriller
Australien
111 Minuten
FSK 16

Australischer Psychothriller über eine junge australische Touristin (Teresa Palmer) in Berlin, die sich nach einer Liebesnacht mit einem sympathischen jungen Mann (Max Riemelt) plötzlich in dessen Wohnung eingesperrt findet – und seinen grausamen Spielen ausgeliefert ist. Die Kritiken für diese MFA-Produktion sind im Ausland wesentlich besser ausgefallen als hier zu Lande. Regisseurin Cate Shortland, die bereits 2011 mit ihrem Drama "Lore" ihr Faible für den Handlungsort Deutschland gezeigt hat, hat hier schnörkellos ein ungewöhnlich gut geschriebenes Drehbuch über das Abgleiten in eine gefährliche Besessenheit verfilmt. Das Skript basiert dabei auf dem gleichnamigen Roman von Melanie Joosten aus dem Jahr 2011. Teresa Palmer gibt in ihrer Rolle alles.

"Hanni & Nanni"
Abenteuer
Deutschland
97 Minuten
FSK 0

Deutscher Abenteuerfilm über die Zwillinge Hanni und Nanni (Laila und Rosa Meinecke), die zu ihrem Verdruss auf ein Internat geschickt werden. Zunächst versuchen sie nach Kräften, der Schule verwiesen zu werden, dann aber nehmen die Dinge eine andere Wendung. Bereits vierter Part über die Zwillinge aus den Enid Blyton-Romanen. Nach vier Jahren Pause haben mit den Meinecke-Zwillingen Laila und Rosa nun neue Schauspielerinnen die Titelrollen übernommen, und mit Isabell Suba ("Männer zeigen Filme & Frauen ihre Brüste") gibt es auch eine neue Besetzung auf dem Regiestühlchen.

Die in Berlin und Brandenburg gedrehte Universal Pictures-Produktion, mit der die Reihe ein Reboot erfährt, hat unserem Kollegen Björn Schneider recht gut gefallen: "Auch wenn die Leichtigkeit der ersten Filme und die Harmonie der beiden früheren Hauptdarstellerinnen fehlen - dieser Part überzeugt mit vielen spaßigen Einfällen, spielfreudigen Nebendarstellern und eingängigen Musical-Nummern."

Hier geht es zu den kompletten Filmstarts


Spielfilm.de-Mitglied werden oder einloggen.