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Jackie Brown mit Pam Grier
Jackie Brown mit Pam Grier
© Studiocanal

TV-Tipp für Montag (27.12.): Pam Grier manövriert die Männer aus

Kabel1 zeigt "Jackie Brown"

"Jackie Brown", Kabel1, 00:20 Uhr
Eine Stewardess (Pam Grier) gerät in einen Kriminalfall, den sie entweder zu ihrem eigenen Vorteil auskosten kann oder der sie ihr Leben kosten wird...

Was sollte Quentin Tarantino ("Django Unchained") nach seinem Triumph und gigantischen Erfolg mit "Pulp Fiction" als nächstes in Angriff nehmen? Der damals 33-Jährige entschied sich, bei seinen Leisten, also beim Kriminalfilm, zu bleiben und verfilmte den Roman "Rum Punch" von Elmore Leonard. Dabei hielt sich Tarantino eng an die Vorlage von 1992, mit einer entscheidenden Ausnahme: Die Hauptfigur des Romans ist eine Weiße, im Film eine Afro-Amerikanerin. Quentin änderte die Rasse absichtsvoll, um der von ihm verehrten Pam Grier mal wieder zu einer Hauptrolle zu verhelfen.

Ansonsten injizierte er seinen typischen Witz, skurrilen Humor und unzählige Anspielungen auf Filme, Musik und Populärkultur in die Handlung, die - ebenfalls typisch für Tarantino - ziemlich vollgestopft ist. Und er nimmt sich mit zweieinhalb Stunden viel Zeit dafür, erzählt betont ruhig und lässt sich die Charaktere entfalten.

Als die 12 Millionen Dollar teure Miramax-Produkion 1997 - drei Jahre nach "Pulp Fiction" - erschien, waren die Kritiken gut und die auch die Zuschauer zufrieden. Mit einem Umsatz von 40 Millionen Dollar in Nordamerika wurde "Jackie Brown" ein solider Erfolg. Nebendarsteller Robert Forster erhielt eine Oscar-Nominierung, die Hauptdarsteller Pam Grier und Samuel L. Jackson wurden für einen Golden Globe vorgeschlagen; Jackson gewann als "Bester Darsteller" einen Silbernen Bären auf der Berlinale.

Ein kanadischer Zuschauer schreibt: "Im Gegensatz zu 'Pulp Fiction' mit seinen äußerst ungewöhnlichen Schnittfolgen und aufmerksamkeitsheischenden Situationen, fokussiert sich dieser Film mehr auf die Charaktere, die wirkliche Menschen mit konkreten Problemen wie dem Älterwerden sind. Mit seinen langen Einstellungen und langen Szenen bekommen wir mehr Zeit, die Figuren in all ihren Facetten zu erfassen. Quentin Tarantino ist ein exzellenter Geschichtenerzähler, und ich wünschte, ich könnte so interessante Dialoge wie er schreiben."



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