Die Domain Spielfilm.de verwendet Cookies für funktionale und analytische Zwecke. Durch die Nutzung unserer Seite erklärst Du Dich damit einverstanden. Weitere Cookie-Informationen findest Du hier.

Ok, einverstanden!

oder
Basic Instinct - Sharon Stone
Basic Instinct - Sharon Stone
© Kinowelt

TV-Tipps für Samstag (24.6.): Sharon Stone macht die Beine breit

ZDF zeigt "Basic Instinct"

Um Liebe und Sex geht es am Samstagabend in der Spielfilmabteilung in zwei allerdings grundverschiedenen Streifen: Während die Will Smith-Komödie "Hitch" im Vox-Hauptprogramm die romantische Seite bevorzugt, geht es im ZDF-Spätprogramm bei "Basic Instinct" wesentlich handfester zur Sache. Inklusive Eispickel.

"Hitch - Der Date-Doktor", Vox, 20:15 Uhr
Während er einem Kunden (Kevin James) hilft, die Frau seiner Träume zu finden, kommt ein professioneller Date-Doktor (Will Smith) bei der Journalistin (Eva Mendes), in die er sich verguckt hat, nicht recht weiter.

Regisseur Andy Tennant lieferte 2005 für 70 Millionen Dollar diese vorhersehbare, aber dennoch amüsante Komödie ab, die besonders von den warmherzigen Darstellungen von Will Smith und Kevin James profitiert. Gedreht wurde vor Ort in New York City. Die Kritiken waren freundlich, und bei den Zuschauern war die Columbia Pictures-Produktion mit weltweit 368 Millionen Dollar ein großer Erfolg.

Eine finnische Zuschauerin lobt: "Eine perfekte romantische Komödie. Manchmal albern, aber auch wirklich witzig und süß. Ich bin manchmal etwas zynisch, was solche Filme angeht, aber dieser hier zauberte mir ein Lächeln ins Gesicht."



"Basic Instinct", ZDF, 23:30 Uhr
Ein gewalttätiger, suspendierter Polizist (Michael Douglas) untersucht einen brutalen Mord, in den eine manipulative und verführerische Frau (Sharon Stone) involviert ist.

"Der schweinischste Film aller Zeiten", titelte die "Bild" anlässlich des Starts dieses Kriminalfilms, und es kommt mal wieder der Merksatz in den Sinn, das auch "schlechte Publicity gute Publicity ist". "Basic Instinct" konnte sich dahingehend nicht beklagen.

Die Produktion war schon vor den Dreharbeiten umstritten. Carolco Pictures hatten die Verfilmungsrechte an dem Skript des ungarischen Drehbuchautoren Joe Eszterhas in einem Bieterwettbewerb für 3 Millionen Dollar erworben. Schnell wurde bekannt, dass die Handlung bisexuelle Frauen in einem zweifelhaften Licht präsentierte. Das rief Schwulen- und Lesbenvereinigungen auf den Plan, die bereits bei den Dreharbeiten in San Francisco so lautstark protestierten, dass die Polizei für Ruhe sorgen musste. Es folgten Boykott-Aufrufe gegen das Werk und Versuche, die Premiere der Produktion durch das Blockieren von Kinoeingängen zu sabotieren.

Der niederländische Regisseur Paul Verhoeven war nicht bereit, Zugeständnisse zu machen, auch nicht in der Darstellung von Sex und Gewalt auf der Leinwand, die ebenfalls zu Diskussionen führte. Nur die drohende Altersfreigabe "NC-17" - nur für Erwachsene - bewegte den Filmemacher dazu, 40 Sekunden zu schneiden, um ein "R - Restricted" (Jugendliche unter 17 Jahre dürfen in Erwachsenenbegleitung hinein) zu erhalten.

Der effektvoll inszenierte Streifen leidet letztlich unter seiner problematischen, allzu reißerischen Handlung, bietet aber eine Bravura-Leistung von Sharon Stone auf, die zum Zuge kam, nachdem zuvor so ziemlich alle in Frage kommen gden Kolleginnen wie Michelle Pfeiffer, Kim Basinger, Kathleen Turner, Julia Roberts, Greta Scacchi, Meg Ryan, Geena Davis und Ellen Barkin abgelehnt hatten. Für Stone, mit der Verhoeven zwei Jahre zuvor bei "Totall Recall" zusammen gearbeitet hatte, der Durchbruch zum Star, dem allerdings nichts Vergleichbares mehr folgen sollte. "Basic Instinct" ist bis heute der einzige Kassenerfolg der damals 33-Jährigen geblieben.

Der 49 Millionen Dollar teure Film erhielt 1992 gemischte Kritiken, wurde mit 353 Millionen Dollar aber ein Riesenerfolg. Sogar zwei Oscar-Nominierungen für Komponist Jerry Goldsmith und Cutter Frank J. Urioste gab es. Auch für einen Golden Globe war Goldsmith nominiert, ebenso wie Hauptdarstellerin Stone.

Eine US-Zuschauerin schreibt: "Dieser Film lotet wirklich die Grenzen aus, was im Rahmen einer Hollywood-Produktion auf der Leinwand gezeigt werden kann. Die Filmmusik von Jerry Goldsmith ist großartig, die Kameraführung von Jan de Bont absolut Atem beraubend."



Hier geht es zum kompletten TV-Programm


Spielfilm.de-Mitglied werden oder einloggen.