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Lethal Weapon mit Danny Glover und Mel Gibson
Lethal Weapon mit Danny Glover und Mel Gibson
© Warner Bros.

TV-Tipps für Samstag (15.7.): Danny Glover und Mel Gibson sind zwei stahlharte Profis

Sat1 zeigt "Lethal Weapon"

Action aus dem Jahr 1987 steht am Samstagabend auf dem Spielplan von Kinofans. Im Spätprogramm strahlt Sat1 den ersten "Lethal Weapon"-Streifen mit Danny Glover und Mel Gibson aus; parallel zeigt das ZDF den ersten Timothy Dalton-007 "Der Hauch des Todes".

"Lethal Weapon", Sat 1, 22:30 Uhr
Einem erfahrenen Polizisten (Danny Glover) wird ein junger, von Selbstmordgedanken bestimmter Partner (Mel Gibson) zugeteilt. Beide hassen es, mit jemand anderem zu arbeiten, müssen sich aber zusammen raufen, um eine Bande Drogenschmuggler dingfest zu machen.

Gerade erst von der University of California abgegangen, schrieb Filmstudent Shane Black ("The Nice Guys") 1985 sein erstes Drehbuch und versuchte es an die Filmstudios zu verkaufen. Mit dem, was zwei Jahre später als "Lethal Weapon" auf der Leinwand erscheinen sollte, hatte sein Skript noch wenig gemein. Doch es erweckte das Interesse von Produzent Joel Silver, der es für 200 000 Dollar für Warner Brothers Pictures kaufte.

Silver ließ Black das Drehbuch mehrere Male überarbeiten und vor allem mehr Humor in die Geschichte bringen, so dass am Ende die Handlung eines ungleichen Polizistenpaars stand, die anderen Filmen wie "Rush Hour" und "Bad Boys" als Vorlage dienen sollte. Als Regisseur gewann Silver Richard Donner, der gerade "The Goonies" gedreht hatte und sich für Danny Glover und Mel Gibson als Hauptdarsteller entschied, nachdem ein gemeinsames Vorsprechen laut des Filmemachers "magisch, einfach totales Dynamit" gewesen war.

Die Chemie, die zwischen dem damals 40-jährigen Glover und dem 30-jährigen Gibson stimmte, übertrug sich nahtlos auf die Leinwand und begeisterte zusammen mit der unablässigen, kraftvoll vor Ort in Los Angeles inszenierten Action die Zuschauer weltweit. Der 15 Millionen Dollar teure Kriminalfilm erhielt gute Kritiken und wurde 1987 mit weltweit 120 Millionen Dollar Umsatz ein Riesenerfolg, der dann drei kommerziell erfolgreichere Fortsetzungen nach sich ziehen wollte, von denen qualitativ nur noch "Lethal Weapon 2" mithalten konnte.

"Lethal Weapon" erhielt eine Oscar-Nominierung für den "Besten Ton", unterlag aber "The Last Emperor".

Eine schwedische Zuschauerin ist begeistert: "Dieser Film bietet alles, was man sich von einem Popcorn-Streifen wünschen kann: Action, Drama, Spannung und sogar Liebe, ohne zu rührselig zu werden. Und wer Mel Gibson liebt, kann hier eine seiner stärksten und bemerkenswertesten Darstellungen sehen. Das kann man nicht mehr Schauspielen nennen - er ist Martin Riggs! Danny Glover ist ebenfalls herausragend als ein normaler, mittelalter Mann, der mit seinem Alter, seiner Tochter, die sich zu einer jungen Frau entwickelt, und einem Partner kämpft, dem es egal ist, ob er lebt oder stirbt. Er und Mel bilden eines der besten Leinwandpaare aller Zeiten, und gemessen an der Qualität des Films sind Regisseur Richard Donner und Produzent Joel Silver eines der besten Paare hinter der Kamera."



"Der Hauch des Todes", ZDF, 23:00 Uhr
James Bond (Timothy Dalton) versucht einen Waffenhändler (Joe Don Baker) und einen sowjetischen General (Jeroen Krabbé) zu stoppen, die einen weiteren Weltkrieg anfachen wollen.

"A View to a Kill" ("Im Angesichts des Todes") hatte mit seinen enttäuschenden Zuschauerzahlen - den bis dahin niedrigsten der 14 Werke umfassenden James Bond-Reihe - und den schlechten Kritiken klar gezeigt, dass es so nicht weiter gehen konnte. Nicht mit Roger Moore, der zum Zeitpunkt der Dreharbeiten seines sich dann als letzten 007-Abenteuers herausstellenden Opus schon 57 Jahre alt gewesen war, und auch nicht mit dem Konzept von größenwahnsinnigen Bösewichten, unglaubwürdigen Frauenaffairen, albernen Gadgets und Flachwitzen. Von miserablen Rückprojektionen ganz zu schweigen.

Die 007-Standardautoren Richard Maibaum und Michael Wilson dachten über einen Neustart der Reihe nach, einer James Bond Origins Story sozusagen, die den Anfang des jungen Geheimagenten zeigen sollte. Doch Produzent Albert Broccoli wollte das Erfolgsrezept der Reihe nicht aufgeben und beim Bewährten bleiben. Zumindest konnten Maibaum und Wilson, der auch als Produzent fungierte, ein Skript durchsetzen, das teilweise auf der Kurzgeschichte "The Living Daylights" von Ian Fleming aus dem Jahr 1962 basierte und im Tonfall wesentlich ernster und realitätsnäher als die Moore-Bonds war. Dem Agenten standen weniger technische Spielereien zur Verfügung, er riss keine Witze und hatte - abgesehen von der Eingangssequenz - nur Maryam D'Abo als Partnerin zur Seite. Die Origins-Strategie sollte dann Anwendung bei "Casino Royale" im Jahr 2006 finden, mit dem Daniel Craig in die Reihe eingeführt wurde.

Blieb die Frage, wer Roger nach dessen sieben Streifen nachfolgen sollte: Drei Namen kamen in die engere Wahl: Der Ire Pierce Brosnan, der Waliser Timothy Dalton und der Neuseeländer Sam Neill. Die Produzenten entschieden sich für Brosnan, doch als dies bekannt wurde, zog der US-Fernsehsender NBC kurz vor Ablauf der Frist eine Option auf eine weitere Staffel der eigentlich auslaufenden Fernsehserie "Remington Steele", und Brosnan war aus dem Rennen. Für den Schauspieler bitter: Letztlich kostete ihn dieses unnötige Manöver die Rolle seines Lebens, welche er dann erst mit acht Jahren Verspätung übernehmen konnte, und es wurden dann eh nur fünf weitere "Remington Steele"-Folgen gedreht.

Statt seiner bekam nun Dalton den Zuschlag, der schon Anfang der Siebziger als Nachfolger von Sean Connery im Gespräch für den Part gewesen war. Der damals 40-Jährige war von Anfang an bei den Fans umstritten, und das sollte so bleiben. Während die Kritiker von der neuen Ernsthaftigkeit, mit der Dalton die Rolle ausfüllte, angetan waren und viele Rezensenten dem Akteur bis heute die Sympathiestange halten, kam er beim Publikum überhaupt nicht an. Die Zuschauerzahlen von "The Living Daylights" (so der Originaltitel) lagen nur geringfügig über denen des Vorgängers, und als der nächste Dalton-Bond "Licence to Kill" der bis heute schlechstbesuchte Bond aller Zeiten wurde, war die Dalton-Ära 1989 nach zwei 007-Werken auch schon wieder vorbei.

Für die Regie ging man kein Risiko ein und engagierte mit John Glen den Filmemacher, der die letzten drei Roger Moore-Bonds "For Your Eyes Only", "Octopussy" und "A View to a Kill" inszeniert und vorher als Cutter an der Reihe mitgewirkt hatte. Sein vierter Bond überzeugt mit Spannung und Farbenprächtigkeit; etwas mehr Humor hätte ihm trotz neuen Konzepts nicht geschadet.

Gedreht wurde der britische Thriller für umgerechnet 40 Millionen Dollar in den Londoner Pinewood Studios, Marokko, Gibraltar und Österreich, dessen Wien Bratislava doubelte. Weltweit spielte die MGM-Produktion 191 Millionen Dollar ein - 40 Millionen Dollar mehr als der letzte Moore-Bond, aber in Sachen Zuschauerzahlen gerade mal die Hälfte dessen, was Moore zehn Jahre zuvor mit "The Spy Who Loved Me" erreicht hatte.

Ein nordirischer Zuschauer schreibt: "Das ist nicht nur ein großartiger James Bond-Film, sondern auch ein toller Spionage-Thriller mit fabelhaften Schauspielern, der sich schließlich zu einem der epischen Bond-Abenteuer entwickelt, die wir alle kennen und lieben. Timothy Dalton ist eine phantastische Wahl für den Part. Er ähnelt mehr der Figur aus den Ian Fleming-Romanen als Roger Moore."



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