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US-Filmstarts: Die europäische Invasion

Können "Dunkirk" und "Valerian" bei Amerikanern landen?

Ein spannendes Kinowochenende beginnt heute in den USA, denn so bekannt die Namen des Engländers Christopher Nolan und des Franzosen Luc Besson ("Lucy") auch sind, die Antwort auf die - angesichts der exorbitanten Budgets - sorgenvoll bei Warner Brothers und STX Entertainment gestellte Frage, wie sehr ein britischer und ein französischer, wenn auch auf Englisch gedrehter Film ziehen werden, ist offen.

Einig sind sich die Analysten, dass aufgrund der grandiosen Kritiken, die "Dunkirk" ("Dünkirchen") erhalten hat - die besten in Nolan's bisher nicht gerade qualitätsschwach verlaufenen Karriere - die 150 Millionen Dollar teure Warner Brothers-Produktion beste Chancen hat, "War for the Planet of the Apes" nach nur einer Woche vom Kinokassenthron zu verdrängen. Kaum eine Besprechung kommt ohne das Wort "Meisterwerk" für den Abenteuerfilm mit Fionn Whitehead und Tom Glynn-Carney aus, der den Rückzug der britischen Armee über den Kanal im Zweiten Weltkrieg beschreibt. Doch inwieweit das die Besucher beeindruckt, ist den Branchenkennern unklar. Die vorige Woche, als "War for the Planet of the Apes" mit ebenfalls hymnischen Besprechungen deutlich unter den Erwartungen debutierte, hat die Analysten vorsichtiger werden lassen. Die Prognosen reichen von 37 bis 51 Millionen Dollar für den in 3720 Kinos anlaufenden Streifen. Christopher's vorheriger Streifen "Interstellar" feierte vor drei Jahren mit 47 Millionen Dollar Premiere.

Mit umgerechnet 209 Millionen Dollar ist "Valerian and the City of a Thousand Planets" der teuerste französische Film aller Zeiten. Der Titel gebührte bisher "Asterix bei den Olympischen Spielen" aus dem Jahr 2008 mit umgerechnet knapp 100 Millionen Dollar. Der auf Englisch gedrehte Science Fiction-Film mit dem Amerikaner Dane DeHaan und der Engländerin Cara Delevingne in den Hauptrollen, der also klar auf ein internationales Publikum abzielt, basiert auf der französischen Comic-Serie "Valèrian et Laureline" von Texter Pierre Christin und Jean-Claude Mézières, die von 1967 bis 2010 gedruckt wurde.

In Nordamerika sind diese Geschichten um eine von einer düsteren Macht bedrohten Stadt im Weltall unbekannt, und es ist fraglich, wie viele Amerikaner und Kanadier sich von der nur mit gemischten Kritiken bedachten STX Entertainment-Produktion angesprochen fühlen. Die Branchenkenner meinen: Zu wenige, so dass "Valerian and the City of a Thousand Planets", der in 3553 Lichtspielhäusern startet, mit 17 bis 19 Millionen Dollar nur auf einem der hinteren Ränge einsteigen wird.

An ein dezidiert afro-amerikanisches Publikum wendet sich die Komödie "Girls Trip", in der Regina Hall, Tiffany Haddish, Jada Pinkett Smith und Queen Latifah mitwirken. Bevor einer "Rough Night" ("Girls Night Out"), die gerade gefloppte Scarlett Johansson-Komödie, sagen kann, sei auf einen entscheidenden Unterschied in Sachen Erfolgsaussichten hingewiesen: Die auf 2591 Spielplänen stehende Universal Pictures-Produktion hat exzellente Kritiken erhalten, die das Interesse an dem 19 Millionen Dollar teuren Werk von Regisseur Malcolm D. Lee ("Barbershop: The Next Cut") deutlich erhöhen könnten. Prognostiziert werden 26 Millionen Dollar, was sogar zur Silbermedaille reichen könnte.


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