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A Hard Day's Night mit Ringo Starr, George Harrison,...Lennon
A Hard Day's Night mit Ringo Starr, George Harrison, Paul McCartney und John Lennon

TV-Tipp für Freitag (11.8.): Der ganz normale Wahnsinn im Leben der Beatles

Arte zeigt "A Hard Day's Night"

"A Hard Day's Night", Arte, 21:55 Uhr
Typische Tage im Leben von The Beatles: George Harrison, John Lennon, Paul McCartney und John Lennon erdulden kreischende Fans, unsinnige Reporterfragen und herablassendes Verhalten älterer Leute.

United Artists machten kein großes Geheimnis daraus, dass sie auf dem Höhepunkt der Beatlemania 1964 hauptsächlich eine neue Platte der Beatles herausbringen wollten und der Film mit den Songs nur als Werbeanhängsel verstanden wurde.

Doch das Filmstudio hatte nicht mit Richard Lester ("Superman II") gerechnet: Der US-Regisseur lieferte mit dieser britischen Komödie ein Bravourstück ab, "den 'Citizen Kane' der Jukebox Musicals", wie es Kritiker Andrew Sarris formulierte. In der Rückschau lässt sich sagen, dass Lester mit diesem Werk seiner Zeit voraus war: "Mockumentarys" - also nach Drehbuch inszenierte Scheindokumentationen - sind keine Erfindung von Sacha "Borat" Baron Cohen. Das flotte Tempo und die schnellen Schnitte haben zudem das Empfinden der Musikvideos, die zwei Jahrzehnte später aufkommen sollten. Indem sie jeden Gag melkten, der ihnen in den Sinn kam, surreale Dialoge einflochten und das ganze irreale Geschehen um die FabFour aus Liverpool zu parodistischen Höhen trieben, gelangen Lester und seinem Drehbuchautor Alun Owen die Abbildung des Lebensgefühls und der Atmosphäre von Swinging London gerade so authentisch.

Owen hatte im Vorfeld mehrere Tage mit der Band verbracht und konnte einiges an Ausdrücken, Dialogen und Aussagen mit in den Streifen einflechten, was die vermeintliche Echtheit des Leinwandgeschehens erhöhte. Die Beschreibung ihres Lebens als "Zug und Hotelzimmer und Auto und Hotelzimmer und Hotelzimmer und Hotelzimmer" gab dem Drehbuchautoren die Idee für den Ausgangspunkt der Handlung: Künstler, die zum Opfer ihres eigenen Erfolges geworden sind und sich mit subversiven Witz gegen alle Anwürfe und Zumutungen behaupten. Und natürlich durch ihre Musik mit Songs wie "A Hard Day's Night", "Can't Buy Me Love" und "She Loves You".

Lester drehte das Werk in Schwarzweiß für umgerechnet 500 000 Dollar in London. Mit einem weltweiten Umsatz von 12 Millionen Dollar wurde "A Hard Day's Night", der in Deutschland als "Yeah Yeah Yeah" und mit verblödelten Synchrondialogen in die Filmtheater kam, ein großer Erfolg. Die Academy of Motion Picture Arts and Sciences würdigte den Streifen mit zwei Oscar-Nominierungen für das Drehbuch und die Musik-Arrangements von George Martin.

Eine US-Zuschauerin schwärmt: "Keine wirkliche Handlung, nur viele sehr lebendige Sequenzen mit Witzen und Absurditäten. Die Szenen gehen querbeet: Eine ist voller Wortspiele, die nächste voller visueller Gags, dann wird es absurd, dann surreal! Es muss Richard Lester hoch angerechnet werden, dass er diese verschiedenen Töne so übergangslos zusammen hält. Es ist großartig zu sehen, dass sich die Beatles offensichtlich jede Minute köstlich amüsieren, so jung und voller Lebensfreude sind. Und wenn sie singen, wird der Film magisch."



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