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Philomena - Judi Dench
Philomena - Judi Dench
© Universum Film

TV-Tipp für Dienstag (26.9.): Judi Dench sucht ihren Sohn

ARD zeigt "Philomena"

"Philomena", ARD, 22:45 Uhr
Ein Journalist (Steve Coogan) wird auf die Geschichte einer Frau (Judi Dench) aufmerksam, die ihren Sohn sucht, der ihr vor Jahrzehnten weggenommen wurde, als sie gezwungen war, in einem Kloster zu leben.

Ende 2003 machte die damals 70-jährige Engländerin Philomena Lee ihrer Familie ein erstaunliches Geständnis: Dass sie neben ihren beiden Kindern Jane und Kevin noch ein drittes Kind hatte, das sie mit 19 Jahren gebar und das ihr in dem Kloster, in das sie als unverheiratete Mutter geschickt worden war, weggenommen und zur Adoption an ein amerikanisches Ehepaar verkauft worden war, als sie 22 Jahre alt war. Rund 50 Jahre habe sie heimlich und vergeblich nach ihrem Sohn gesucht.

Ihre Tochter Jane ließen diese Enthüllung und die Seelenpein ihrer Mutter nicht ruhen; sie kontaktierte den BBC-Journalisten Martin Sixsmith, der sich tatsächlich für die Geschichte interessierte und zusammen mit Philomena Lee jahrelange Recherchen begann, die schließlich 2009 in das Sachbuch "The Lost Child of Philomena Lee" mündeten.

BBC Films, der englische Regisseur Stephen Frears und Steve Coogan, der zusammen mit Jeff Pope die eindringliche wahre Geschichte für die Leinwand adaptieren - und dabei zugleich die Rolle desjenigen, dessen Buch er in Skriptform überführte, übernehmen sollte -, befanden die Geschehnisse als aufregend genug für die Leinwand. Und hatten recht damit: Das britische Darama ist ein zutiefst bewegendes Werk mit perfekten Darstellungen von Judi Dench und Coogan. Es wurde von der Kritik gefeiert, und auch von den Zuschauern geliebt. Die umgerechnet 12 Millionen Dollar teure Produktion wurde 2013 mit einem weltweiten Umsatz von 100 Millionen Dollar ein Erfolg.

Auch die Filmindustrie ließ "Philomena" zu Ehren kommen: Auf dem Filmfestival von Venedig gewannen Steve und Jeff den Preis für das "Beste Drehbuch". Sie hatten die Geschichte bis auf wenige Szenen wahrheitsgetreu erzählt. Es gab vier Oscar-Nominierungen für den Film, das Drehbuch, Hauptdarstellerin Judi Dench und Komponist Alexandre Desplat. Dazu kamen drei Golden Globes-Nominierungen für den Film, das Drehbuch und Hauptdarstellerin Judi Dench sowie der Gewinn des Britischen Filmpreises für das Drehbuch und zwei BAFTA-Nominierungen für den Film und Hauptdarstellerin Judi Dench.

Kritikerin Monica Castello befand in "Bitch Media": "Das Drehbuch packt große Fragen von Religion, Klasse und Gerechtigkeit in einer Weise auf, die weit über eine gewöhnliche tränenreiche Geschichte, die das Leben schrieb, hinausragt."



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