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Hurricane mit Denzel Washington
Hurricane mit Denzel Washington

TV-Tipp für Donnerstag (28.9.): Denzel Washington zu Unrecht hinter Gittern?

3sat zeigt "Hurricane"

"Hurricane", 3sat, 22:25 Uhr
Die Geschichte des Boxers Rubin "Hurricane" Carter (Denzel Washington), der fälschlicher Weise für einen Mord zu lebenslanger Haft verurteilt worden ist, und der Menschen, die ihm helfen, seine Unschuld zu beweisen.

Denzel Washington hat schon eine ganze Reihe bemerkenswerter Leistungen abgeliefert - die Darstellung des Titelcharakters ist eine seiner stärksten und macht aus der von Norman Jewison konventionell erzählten Biographie erst das inspirierende und bewegende Drama, das 1999 für Aufmerksamkeit sorgte und einige Preise erhielt - hauptsächlich für den Hauptdarsteller selbst, der für den Oscar nominiert wurde, den Golden Globe gewann und auf der Berlinale den Silbernen Bären erhielt.

Regisseur Jewison war seit 1992 an einer Verfilmung der Lebensgeschichte des Boxers Ruben Carter interessiert, der 1967 und 1976 wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt worden war und bis 1985, als ein Richter das Urteil außer Kraft setzte und den dann 48-Jährigen frei ließ, im Gefängnis saß. Carter selbst hatte seine Geschichte bereits 1974 aus dem Gefängnis heraus als "The Sixteenth Round: From Number 1 Contender To #45472" veröffentlicht; 1991 kam das Buch "Lazarus and the Hurricane: The Freeing of Rubin 'Hurricane' Carter" von Sam Chaiton and Terry Swinton heraus, durch das Jewison auf den Fall als potentiellen Filmstoff aufmerksam wurde.

Denzel Washington arbeitete mit Rubin Carter zusammen, um für die Boxszenen zu trainieren. Carter scherzte, er habe "gar nicht gewusst, wie gut ich aussehe", als er Denzel auf der Leinwand gesehen hatte. Gedreht wurde die Universal Pictures-Produktion für 50 Millionen Dollar im US-Bundesstaat New Jersey, darunter im East Jersey Staatsgefängnis in Trenton, und in Toronto.

Der Film zeigt Carter's Fall als eine Unrechtsgeschichte, die durch Rassismus gegen den afro-amerikanischen Boxer ausgelöst wurde. Das liegt auf einer Linie mit einem Werk wie "In the Heat of the Night", mit dem Jewison bereits 1967 Rassismus thematisiert hatte. Aber dazu streckten die Filmemacher die Fakten, was in der Presse kontrovers diskutiert wurde. Carter's kriminelle Vergangenheit wird nur angedeutet, andere Ereignisse wie ein zu seinen Ungunsten wegen korrupter Preisrichter verlorener Kampf, wie zu Beginn des Films gezeigt, entsprechen nicht den wahren Geschehnissen. Letztlich lief "The Hurricane" mit weltweit 74 Millionen Dollar mäßig erfolgreich.

Ein Zuschauer aus San Francisco lobt: "Denzel Washington ist einer der größten Schauspieler unserer Zeit, was dieser Film nur untermauert. Dieser Bursche kann alles spielen, vom Sklaven bis zum Bürgerrechtsanführer, vom korrupten Polizisten bis zu einem zu Unrecht verurteilten Boxer. Dieser Film ist gewaltig."



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