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Only the Brave
Only the Brave
© Columbia Pictures

US-Filmstarts: Miles Teller und Josh Brolin im Feuer

Neben "Only the Brave" starten weitere vier Filme

Erst Anfang November startet mit "Thor: Ragnarok" wieder ein Schwergewicht in den US-Kinos. Bis dahin ist das Feld für Erfolg noch weit offen, und das spürt man an diesem Wochenende, wenn nicht weniger als fünf Premieren in die nordamerikanischen Lichtspielhäuser geschickt werden, um sich ein großes Stück vom Zuschauerkuchen zu teilen. Der aktuelle Spitzenreiter "Happy Death Day" stellt kein unüberwindbares Hindernis auf und wird somit ein beachtliches Ein-Wochenend-Wunder bleiben.

Hoffnungen auf die Krone machen sich Warner Brothers Pictures, die "Geostorm" in 3246 Spielstätten ins Programm nehmen lassen, womit der Thriller der meistgezeigte Streifen Nordamerikas wird und damit knapp "Blade Runner 2049" ablöst, der nach seinem zweiten enttäuschenden Wochenende aus nicht weniger als 855 Filmtheatern verschwunden ist. Der Gerard Butler-Film von Regiedebutant Dean Devlin, dem Drehbuchautoren vieler Roland Emmerich-Werke, was dieser von der Kritik verrissene Film nicht verleugnen kann und will, hat 120 Millionen Dollar gekostet. Die Analysten sehen aufgrund der schlechten Presse, erster warnender Mundpropaganda und allgemeinem Desinteresse an dieser Art Film eine Bruchlandung voraus. Nur 10 bis 15 Millionen Dollar sollen zum Auftakt drin sein.

Zwei Vorzüge hat "Only the Brave" gegenüber "Geostorm": Großartige Kritiken und ebensolche Zuschauerreaktionen. Der Abenteuerfilm erzählt die wahren Begebenheiten einer Feuerwehreinheit, die im Jahr 2013 im US-Bundesstaat Arizona beim Bemühen, einen Flächenbrand einzudämmen, von den Flammen eingeschlossen wurde. Das Drehbuch basiert auf dem "GQ"-Artikel "No Exit" aus dem Jahr 2013 und ist von Joseph Kosinski ("Oblivion") für 38 Millionen Dollar in Szene mit einem Ensemble mit unter anderem Miles Teller, Josh Brolin und Jeff Bridges in Szene gesetzt worden. Trotz der Qualitäten der Columbia Pictures-Produktion scheint sich das Interesse des Publikums sehr in Grenzen zu halten. Analysten kalkulieren mit einem schwachen Start von 7 bis 12 Millionen Dollar in 2577 Lichtspielhäusern.

Mit der Charts-Spitze haben "Geostorm" und "Only the Brave" trotz ihrer vielen Kinoeinsätze nichts zu tun, dagegen trauen die Branchenkenner Tyler Perry zu, seinen Premiumrang von vor genau einem Jahr zu wiederholen. Damals ließ Perry mit seiner Komödie "Boo! A Madea Halloween" Tom Cruise mit seinem "Jack Reacher: Never Go Back" alt aussehen, griff sich mit 28 Millionen Dollar die Kinokassenkrone, verteidigte diese und ging schließlich mit 75 Millionen Dollar aus den Kinos.

Mit "Boo 2! A Madea Halloween" will die Ein-Mann-Erfolgsmaschine - Produzent, Regisseur, Drehbuchautor und Hauptdarsteller - diesen Erfolg nun wiederholen, und die Chancen stehen nach einer effektvollen und effektiven Marketing-Kampagne gut. Für die 25 Millionen Dollar teure Lionsgate-Produktion rechnet man mit 25 Millionen Dollar zum Start, was zur Übernahme der Tabellenführung reichen sollte - und das obwohl die Fortsetzung in lediglich 2388 Filmtheatern anläuft. Zwar wird auch dieser Tyler Perry-Film wieder mies sein, ist dementsprechend der Presse nicht im Voraus nicht gezeigt worden, aber wann hat das die Besucher schon jemals abgehalten, einen "Madea" anzuschauen? Von den bisherigen sieben Teilen lagen sechs Parts bei einem Premierenergebnis von 22 Millionen bis 41 Millionen Dollar; nur einer verfehlte die 20 Millionen Dollar-Grenze.

Bei Twitter macht er schon die Runde als "möglicherweise schlechtester Film des Jahres", was keine guten Fanfaren für "The Snowman" ("Schneemann") sind - und da sich dies mit den grausamen Kritiken und der schlechten Mundpropaganda decken, scheint der schwedische Regisseur Tomas Alfredson ("Dame, König, As, Spion") Universal Pictures ein 35 Millionen Dollar schweres Ei ins Nest gelegt zu haben. Der Kriminalfilm, der auf dem norwegischen Roman "Snowmannen" von Jan Nesbo aus dem Jahr 2007 gründet, sollte eigentlich eine Reihe um den von Michael Fassbender verkörperten Kommissar Harry Hole begründen. Nach dem absehbaren Flop mit "The Snowman" wird es dazu wohl nicht mehr kommen. Branchenkenner sehen das Werk bei gerade mal 6 Millionen Dollar auf den hinteren Plätzen der Top Ten.

Schließlich startet noch "Same Kind of Different as Me" ("Genauso anders wie ich"), ein weiteres Werk aus der Reihe der christlich-religiös grundierten Dramen. Regisseur und Drehbuchautor Michael Carney erzählt in seinem Regiedebut eine wahre Geschichte, die Ron Hall und Denver Moore in dem gleichnamigen Sachbuch im Jahr 2006 veröffentlichten. Renée Zellweger und Greg Kinnear spielen die Hauptrollen in der Pure Flix Entertainment-Produktion, die den Kritikern vorab nicht gezeigt worden ist, aber immerhin bis jetzt positive Zuschauerreaktionen hervorgerufen hat. 3 Millionen Dollar werden hier zum Start in bloß 1362 Kinos erwartet, was eventuell nicht für einen Rang unter den umsatzstärksten zehn Filmen reichen könnte.


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