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Die toten Augen des Dr. Dracula mit Valerio Valeri
Die toten Augen des Dr. Dracula mit Valerio Valeri

TV-Tipp für Donnerstag (9.11.): Bei Mario Bava spukt es

Arte zeigt "Die toten Augen des Dr. Dracula"

"Die toten Augen des Dr. Dracula", Arte, 23:45 Uhr
Ein Dorf in den Karpaten wird im 19. Jahrhundert vom Geist eines mörderischen kleinen Mädchens (Valerio Valeri) heimgesucht.

"Meister des Makabren" ist Mario Bava ("Die Stunde, wenn Dracula kommt") genannt worden. Der italienische Regisseur und Drehbuchautor mit dem Faible für Spuk- und Schreckgeschichten war von Hause aus Kameramann und photographierte viele seiner Streifen selbst, so auch diesen italienischen Horrorfilm aus dem Jahre 1966.

Bava inszenierte hauptsächlich von 1959 bis 1979 zunächst Abenteuerfilme, dann Horrorfilme, die mit verschiedenen reißerischen Titeln auch ins Ausland verliehen wurden. So kam dieses Werk unter dem Titel "Kill Baby, Kill" in die Lichtspielhäuser, während der Originaltitel "Operazione paura" lediglich "Operation Angst" heißt. Und mit Dracula hat das Ganze höchstens den Spielort Karpaten gemein.

Laut Bava in nur zwölf Tagen für gerade mal umgerechnet 50 000 Pfund in Calcata in der italienischen Region Latium gedreht, wurde "Operazione paura" ein Riesenerfolg in den italienischen Kinos. Laut Kritikern zu Recht: Die Inszenierung ist effektvoll und treibt die Spannung auch mit raffinierten Überblendungen hoch. Die üppigen Bilder und Farben paaren sich hervorragend mit der Gothic-Handlung, die das Bild eines unschuldig wirkenden kleinen Mädchens als Inbegriff des Bösen für kommende Filmemachergenerationen prägen sollte.

Ein US-Zuschauer schreibt: "Ab und an macht ein Regisseur, der schon immer gut, aber nicht perfekt gewesen ist, einen Film, der genau ins Schwarze trifft - wie Mario Bava hier mit diesem definitiven Gothic Horror. Alle stereotypischen Elemente sind vorhanden, aber nichts verkommt zum Klischee, weil alles mit einem eindeutigen Gespür und Leidenschaft in Szene gesetzt sind. Das Werk ist die ultimative Mischung aus den Universal Pictures-Horrorfilmen der Dreißiger, den britischen Hammer-Horrorfilmen den Fünfziger und dem deutschen expressionistischen Kino der Zwanziger, alles verpackt in einem unheimlichen Paket. Phantastische Bilder, die wie Gemälde wirken, eine wunderbare Märchenstimmung in den ruhigeren Momenten, starke Leistungen aller Schauspieler und eine packende Handlung machen den Film zu einem idealen Ausgangspunkt für diejenigen, die sich für übernatürlichen Horror interessieren."

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