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Jumanji Poster
Jumanji Poster
© Columbia Pictures

US-Filmstarts: Dwayne Johnson heißt im Dschungel willkommen

Fünf Filme starten gestern und morgen

Nachdem die Filmstudios Anfang Dezember die Amerikaner und Kanadier nicht beim Christmas Shopping stören wollten und teilweise überhaupt keine neuen Filme auf die Leinwände brachten, wollen nun alle auf einmal ein Stück vom Weihnachtskuchen abbekommen, so dass in dieser Woche nicht weniger als fünf neue Produktionen auf die Spielpläne kommen beziehungsweise gekommen sind. Denn während "Downsizing", "Father Figures" und "Pitch Perfect 3" regulär am morgigen Freitag starten, laufen "Jumanji: Welcome to the Jungle" und "The Greatest Showman" bereits seit gestern.

Sie alle sehen sich dem Giganten "Star Wars: The Last Jedi" gegenüber, dem es wohl auch bei einer weniger zersplitterten "Für jeden Geschmack etwas"-Konkurrenz leicht fallen würde, seine Spitzenposition zu halten. Zu groß ist der Vorsprung dank des grandiosen, zweitbesten Debuts aller Zeiten am vorigen Wochenende mit 220 Millionen Dollar. Selbst wenn die Walt Disney-Produktion mehr als die Hälfte ihres Premierenpublikums verlieren sollte, würde es immer noch zu einem Ergebnis von rund 100 Millionen Dollar reichen - eine Summe, die niemand für irgendeinen der Neuankömmlinge erwartet.

Am besten wird wohl der größte der Debutanten ankommen. "Jumanji: Welcome to the Jungle" ist gestern in 3765 Lichtspielhäusern gestartet. Ob es wirklich einer Fortsetzung beziehungsweise Neuverfilmung beziehungsweise Variation des 22 Jahren alten Fantasy-Films bedurfte, muss jeder Zuschauer für sich entscheiden. Die Kritiker haben für den anspruchslosen, aber sympathischen Spaß mit Dwayne Johnson auf jeden Fall überwiegend freundliche Worte übrig, so dass Analysten rund 75 Millionen Dollar zum Premierenwochenende für die 90 Millionen Dollar teure Columbia Pictures-Produktion voraussagen.

Ebenfalls seit gestern ist "The Greatest Showman" zu sehen. Hugh Jackman hat die Rolle des Unterhaltungskünstlers, Politikers und Philantropen P.T. Barnum aus dem US-Bundesstaat Connecticut übernommen, der Mitte des 19. Jahrhunderts mit seinen Shows begeisterte. Weniger begeistert sind die Rezensenten, die dem 84 Millionen Dollar teuren Musical lediglich gemischte Kritiken beschert haben. 3006 Spielorte haben die 20th Century Fox-Produktion im Programm, für die Branchenkenner mit 25 Millionen Dollar zur Premiere kalkulieren.

Größter Neustarter der zweiten Tranche am Freitag ist "Pitch Perfect 3". Nach dem unerwartet großen Erfolg von "Pitch Perfect 2", der vor zwei Jahren an seinem Eröffnungswochenende mit 69 Millionen Dollar mit einem Schlag das Gesamteinspiel des Originals von 65 Millionen Dollar übertroffen hatten, orderten Universal Pictures umgehend einen dritten Teil. Kein gutes Zeichen mag es gewesen sein, dass die Frau, die als Regisseurin hinter dem Erfolg des zweiten Parts stand, den dritten Teil nicht mehr inszenieren wollte. Vielleicht merkte Elizabeth Banks, was die Kritiker nun bemängeln: Dass die Geschichte um die Barden Bellas schlicht auserzählt ist. Trish Sie ("Step Up All In") ist Banks nachgefolgt, um für 45 Millionen Dollar - der erste Teil kostete 17 Millionen Dollar - die Komödie mit Anna Kendrick zu inszenieren, für die jetzt rund 30 Millionen Dollar in 3400 Spielstätten erwartet werden.

"Father Figures" ("Wer ist Daddy?") ist vorab nicht der Presse gezeigt worden - das spricht nicht dafür, dass Warner Brothers Pictures besonders viel von ihrer eigenen Produktion halten. Die Ensemble-Komödie um Ed Helms und Owen Wilson hat 25 Millionen Dollar gekostet. Kameramann Lawrence Sher, der unter anderem die drei "Hangover"-Komödien photographiert hat, gibt hier sein Regiedebut, für das Analysten nur 10 Millionen Dollar in 2800 Kinos erwarten.

Nach vier Jahren Pause ist Regisseur und Drehbuchautor Alexander Payne ("Nebraska") wieder auf der Leinwand zurück. Doch sein Science Fiction-Film "Downsizing", in dem sich Kristen Wiig und Matt Damon schrumpfen lassen, um eine experimentelle Lösung für das Problem der Überbevölkerung zu finden, ist keines seiner stärkeren Werke geworden, wenn man den gemischten Besprechungen in der Presse glaubt. Die Paramount Pictures-Produktion, die stolze 68 Millionen Dollar gekostet hat, wird zum Eröffnungswochenende in 2600 Lichtspielhäusern auf rund 10 Millionen Dollar geschätzt.


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