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Meine liebste Jahreszeit mit Daniel Auteuil,...alonga
Meine liebste Jahreszeit mit Daniel Auteuil, Catherine Deneuve und Marthe Villalonga

TV-Tipp für Montag (8.1.): Geschwisterliebe auf Französisch

Arte zeigt "Meine liebste Jahreszeit"

"Meine liebste Jahreszeit", Arte, 20:15 Uhr
Die Betreuung ihrer pflegebedürftigen Mutter (Marthe Villalonga) führt eine verheiratete Frau (Catherine Deneuve) und ihren Bruder (Daniel Auteuil), der seine Schwester unterschwellig inzestuös umwirbt, nach langer Zeit zusammen.

"Ma saison préférée", so der Originaltitel, eröffnete 1993 die Filmfestspiele von Cannes, konnte sich trotz positiver Ausnahme aber nicht gegenüber dem Gewinnerpaar der Goldenen Palme, dem neuseeländischen "The Piano" und dem chinesischen "Farewell My Concubine", durchsetzen. Bis heute ist dieses französische Drama nichtsdestotrotz mit 1,1 Millionen verkauften Karten das erfolgreichste Werk von Regisseur und Drehbuchautor André Téchiné ("Mit siebzehn") auf dem Heimatmarkt.

Gedreht im südfranzösischen Toulouse, gelang Téchiné ein sensibles Geschwisterportrait, das von Catherine Deneuve und Daniel Auteuil mit grandiosen Leistungen getragen wird. Kein Streifen, der frankophone Kinoskeptiker gewinnen dürfte - es gibt keine starke Handlung, dafür viel einsichtsvolle und wahrhaftige Betrachtungen über Familie, Geschwister und Charaktere -, das aber aus eigenem Recht ein bewegendes und intensives Werk darstellt.

Bei den Französischen Filmpreisen war die umgerechnet 7 Millionen Euro teure Produktion, die weltweit 11 Millionen Euro einspielte, für sieben Césars nominiert, ging aber komplett leer aus. Genannt waren der Film, die Regie, das Drehbuch, Hauptdarstellerin Catherine Deneuve, Hauptdarsteller Daniel Auteuil, Nebendarstellerin Marthe Villalonga und die "Beste weibliche Neuentdeckung" Chiara Mastroianni, die Tochter von Deneuve.

Eine Zuschauerin lobt: "Ich habe nur mit Erstaunen verfolgen können, wie gut die Dialoge geschrieben und wie unglaublich gut das Ganze gespielt ist. Jeder einzelne Satz ist wie ein Hammerschlag in das Bewusstsein eines jeden, der ein gestörtes Familienleben durchmachen musste - und ich denke, dass ich da nicht die Einzige bin. Ein sehr stimmungsvoller Film, künstlerisch, aber nicht abstrakt, sondern so realitätsverbunden, wie er nur sein kann. Und wenn Dinge laut ausgesprochen werden, dann klingen sie niemals schulbuchmäßig oder abgedroschen. André Téchiné zeigt einfach, was ist, und urteilt nie, sondern vermittelt, wie unmöglich es ist, menschliches Verhalten zu beurteilen, weil da so viele ungesehene Kräfte dahinterstehen. Ich habe die Komplexitäten menschlicher Gefühle und Familienbeziehungen noch nie so realistisch und zugleich so außergewöhnlich erzählt gesehen. Nichts für die Blockbuster-Zuschauer, allen anderen kann ich den Streifen nur empfehlen."



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