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Misfits mit Clark Gable und Marilyn Monroe
Misfits mit Clark Gable und Marilyn Monroe
© United Artists

TV-Tipp für Freitag (9.2.): Marilyn Monroe ist nicht gesellschaftsfähig

3sat zeigt "Misfits"

"Misfits - Nicht gesellschaftsfähig", 3sat, 22:35 Uhr
Eine geschiedene Frau (Marilyn Monroe) verliebt sich in einen abgehalfterten Cowboy (Clark Gable), der seinen unabhängigen Lebensstil bewahren will.

Die Dreharbeiten zu diesem Drama, das der letzte Film sowohl von Marilyn Monroe als auch Clark Gable sein sollte, gestalteten sich so schwierig, dass United Artists froh sein durften, dass er überhaupt fertig gestellt wurde. Es kamen aber auch eine Reihe von Künstlern zusammen, deren grandiose Leistungen den Streifen so sehenswert machen, die aber teilweise kaum in der Lage waren, ihrer Arbeit in der unerträglichen Hitze von bis zu 42 Grad in der Wüste im Norden des US-Bundesstaats Nevada nachzugehen.

Regisseur John Huston ("Chinatown") war fast mehr an den Spieltischen der Gegend zu finden als am Set und laut eigenem Bekunden teilweise "voll wie ein Haubitze". Clark Gable, der mit 59 Jahren darauf bestand, noch seine eigenen Stunts zu vollführen und sich 120 Meter hinter einem Lastwagen auf dem Boden eines ausgetrockneten Seebetts ziehen ließ, sollte die Premiere des Werks am 31. Januar 1961 nicht mehr erleben. Zwei Tage nach Ende der Dreharbeiten erlitt er einen Herzinfarkt und starb zehn Tage später. Montgomery Clift war alkoholabhängig, bewältigte die Dreharbeiten aber ohne größere Ausfälle.

Ganz im Gegensatz zu Marilyn Monroe, die schwer alkohol- und tablettenabhängig war und immer zu spät und teilweise gar nicht zu den Dreharbeiten erschien. Im August 1960 unterbrach Huston die Dreharbeiten für zehn Tage und schickte die damals 34-Jährige in eine Klinik zur Entgiftung. Für die Aktrice waren die Dreharbeiten besonders problembehaftet, weil in dieser Zeit ihre Ehe mit dem Schriftsteller Arthur Miller, der das Drehbuch geschrieben hatte und während der 4 Millionen Dollar teuren Dreharbeiten vor Ort war, zerbrach. Die Ehe wurde im folgenden Jahr geschieden; zwei Jahre nach den Dreharbeiten starb Monroe an einer Überdosis Schlaftabletten im August 1962.

"The Misfits" reflektiert den romantisierten Glauben an eine freiheitliche Lebensführung in einer sich rasant verändernden modernen Gesellschaft, glänzend gespielt, an manchen Stellen plump, an anderen Stellen wirkungsvoll mit einer faszinierend morbiden Atmosphäre.

Die Produktion floppte an den US-Kinokassen mit nur 4 Millionen Dollar Umsatz. John Huston wurde von der Regisseursgewerkschaft Directors Guild of America für den DGA Award nominiert, der dann aber an Robert Wise für "West Side Story" ging.

Eine Zuschauerin schreibt: "'Misfits' ist ein sehr passender Titel, denn er bezieht sich sowohl auf die armen Pferde, die sich im Netz menschlicher Gier verfangen, als auch auf die rastlosen Menschen, die unbefriedigt und grausam sind. Ein sehr bewegender Film, der die menschliche Natur im Positiven wie im Negativen sehr realistisch abbildet. Ich war begeistert von den Darstellungen von Marilyn und Clark und auch von dem großartige Drehbuch mit seinen klugen Dialogen."



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