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Die Abenteuer von Tim und Struppi - Das Geheimnis der...nhorn
Die Abenteuer von Tim und Struppi - Das Geheimnis der Einhorn
© Sony Pictures

TV-Tipps für Samstag (10.2.): Steven Spielberg löst das Geheimnis der Einhorn

Sat1 zeigt "Die Abenteuer von Tim und Struppi"

Lieb Fernbedienung, magst ruhig sein. Heute laufen beide Empfehlungen auf Sat1: Zunächst im Spätprogramm der vergnügliche Animationsstreifen "Die Abenteuer von Tim und Struppi" von Steven Spielberg, dann im Nachtprogramm der Kriminalfilm "Vier Brüder" mit Mark Wahlberg.

"Die Abenteuer von Tim und Struppi", Sat1, 22:45 Uhr

Der Reporter Tim (Jamie Bell) und Kapitän Haddock (Andy Serkis) suchen nach dem Goldschatz auf einem versunkenen Schiff, das von einem Vorfahren von Haddock kommandiert wurde.

Regisseur Steven Spielberg ("Saving Private Ryan") wurde 1981 auf die "Tintin"-Comics des Belgiers Georges Prosper Remi alias Hergé aufmerksam, als in einer Filmkritik sein "Raiders of the Lost Ark" mit der Comic-Reihe verglichen wurde. Spielberg besorgte sich die Comics und wurde zum Fan. Er wollte Tim und Struppi auf die Leinwand bringen, als "Indiana Jones für Kinder". Dagegen hatte Hergé nichts - im Gegenteil bezeichnete der damals 74-Jährige den Amerikaner als den "einzigen Regisseur, der Tintin gerecht werden kann". 1983 wollten sich Steven und Hergé in Brüssel treffen, doch dazu kam es nicht mehr: Der Zeichner und Texter starb kurz zuvor.

Für Spielberg's Pläne bedeutete dies jedoch nicht das Ende, denn er konnte sich 1984 für Universal Pictures die Rechte von Hergé's Witwe sichern. Von da an war es noch ein weiter Weg auf die Leinwand. Das Projekt kam nicht zustande, die Rechte fielen an die Erben von Hergé zurück, aber Steven verlor es nie aus den Augen. 2002 erwarben Spielberg's DreamWorks Pictures die Rechte erneut. Die Möglichkeiten, die sich durch die digitalen Computerbilder ergaben, hatten den Reiz wieder für den Filmemacher erhöht. Allerdings plante Spielberg einen Realfilm, keinen reinen Animationsstreifen.

Doch Regiekollege Peter Jackson, der mit Andy Serkis in "The Lord of the Rings" und "King Kong" gute Erfahrungen mit der MotionCapture-Technik gesammelt hatte, wo Schauspieler gefilmt und dann über ihre Mimik und Gestik eine vom Computer generierte Figur gelegt wurde, versuchte Steven zu überzeugen, dass dieses Verfahren perfekt für die Comic-Verfilmung sein würde. Jackson, selbst ein Fan der Comics, organisierte eine Probeaufnahme in Los Angeles mit Andy Serkis als Kapitän Haddock und sich selbst als Tim. Diese Aufnahme wurde von Peter's Spezialeffektefirma Weta Digital bearbeitet. Der 20 Minuten lange Test begeisterte Spielberg so sehr, dass er sich entschied, tatsächlich in Zusammenarbeit mit Jackson seinen ersten Animationsfilm zu drehen.

Als Grundlage für das Drehbuch nutzte das britische Schreibtrio Steven Moffat, Edgar Wright ("Baby Driver") und Joe Cornish ("Ant-Man") die drei Comics "Die Krabbe mit den Goldenen Scheren" von 1941, "Das Geheimnis der Einhorn" von 1943 und "Der Schatz Rackhams des Roten" von 1944. Doch im August 2008, einen Monat vor Drehstart, bekamen Universal Pictures nach den Flops mit "Monster House" und "Beowulf" kalte Füße und zogen sich aus der Zusammenarbeit mit Paramount Pictures aus der 135 Millionen Dollar teuren Produktion zurück, für die zu jenem Zeitpunkt bereits 30 Millionen Dollar in die Vorproduktion geflossen waren. Spielberg und Jackson gelang es, mit einer zehnminütigen Testvorführung Columbia Pictures als zweites Filmstudio an Bord zu holen.

Die Mühen lohnten sich: Tatsächlich im Stil seiner klassischen "Indiana Jones"-Filme gelang Steven und Peter, der die Nachproduktion übersah, ein weiteres geistreiches und spannendes Abenteuer, das die Kritiker und die Zuschauer überzeugte. Weltweit wurde "The Adventures of Tintin" mit 374 Millionen Dollar 2011 ein großer Erfolg. John Williams wurde für seine Musik Oscar-nominiert; der US-Film erhielt Nominierungen für den Golden Globe und den Britischen Filmpreis als "Bester Animationsstreifen"; bei Letzteren auch für die Visuellen Effekte.

Die seit Jahren angekündigte Fortsetzung "The Adventures of Tintin: Prisoners of the Sun", die Peter Jackson in Szene setzen will, lässt bis heute auf sich warten.

Kritiker Neely Swanson befand im "Easy Reader": "Ein Film mit so viel Herz wie Humor, Action und Tempo lassen niemals nach, und man lacht in der einen Minute und krallt sich in die Armlehne in der nächsten."



"Vier Brüder", Sat, 00:45 Uhr
Als ihre Stiefmutter während eines Raubüberfalls erschossen wird, entschließen sich vier Brüder (Mark Wahlberg, Tyrese Gibson, André Benjamin und Garrett Hedlund), die Mörder selbst ausfindig zu machen.

Die Handlung dieses US-Kriminalfilms aus dem Jahr 2005 dürfte Western-Kennern bekannt vorkommen: Henry Hathaway hatte genau 40 Jahre zuvor "The Sons of Katie Elder" mit John Wayne in die Kinos gebracht. Regisseur John Singleton ("2 Fast 2 Furious") machte aus dieser Vorlage jetzt einen Großstadt-Western, den er mit Elementen der Selbstjustizstreifen der Siebziger à la "Death Wish" ("Ein Mann sieht rot") versetzte. Gedreht wurde die 45 Millionen Dollar teure Paramount Pictures-Produktion in Detroit im US-Bundesstaat Michigan sowie in Toronto und Hamilton in der kanadischen Provinz Ontario.

In "Four Brothers" vermitteln die vier Hauptdarsteller überzeugend ein brüderschaftliches Verhältnis miteinander, aber Singleton übertreibt es mit seiner überbrutalen und die Selbstjustiz feiernden Gewalttätigkeit und verliert sich in zu vielen unbedeutenden Nebenhandlungen.

In den USA konnte "Four Brothers" mit 74 Millionen Dollar Umsatz überzeugen, während er international mit lediglich 18 Millionen Dollar floppte.

Eine Zuschauerin meint: "Ich mag Romanzen und Komödien und habe für Filme wie diesen normalerweise nichts übrig, und war wirklich überrascht, wie gut dieser Streifen ist. Alle vier Darsteller der Brüder zeigen erstaunliche Leistungen. Ich lachte, ich weinte beinahe, erlebte so viele verschiedene Gefühle und Erlebnisse im Leben dieser vier in Schwierigkeiten steckenden Männer, die alle als Kinder von dieser tollen Frau adoptiert wurden."



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