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Blood Diamond - Leonardo DiCaprio und Djimon Hounsou
Blood Diamond - Leonardo DiCaprio und Djimon Hounsou
© Warner Bros.

TV-Tipps für Sonntag (18.2.): Leonardo DiCaprio und Djimon Hounsou auf der Jagd nach dem Diamanten

RTL2 zeigt "Blood Diamond"

Arte setzt am Sonntagabend seine Reihe würdiger Berlinale-Filme mit dem hervorragenden schweizerischen Kriminalfilm "Es geschah am hellichten Tag" fort, während auf RTL2 parallel im Hauptprogramm der sehenswerte Thriller "Blood Diamond" mit Leonardo DiCaprio ausgestrahlt wird.

"Es geschah am hellichten Tag", Arte, 20:15 Uhr

Nachdem ihm Zweifel an der offensichtlichen Schuld eines alten Hausierers (Michel Simon) am Mord an einer Achtjährigen gekommen sind, ermittelt ein Polizist (Heinz Rühmann) auf eigene Faust nach dem Täter.

Man wünschte sich, dass Heinz Rühmann mehrere Parts solche Kalibers im Laufe seiner Karriere gespielt hätte, aber grandiose Filme wie dieser sind wohl in jeder Karriere eines Schauspielers selten. Der damals 56-Jährige wusste es jedenfalls schon zur Premiere des schweizerischen Kriminalfilms im Wettbewerb der Berlinale 1958 einzuordnen: "Eine meiner schönsten Rollen seit langem."

Ursprünglich sollte gar nicht Rühmann, sondern Martin Held den Part des Kriminalkommissars mimen, doch wegen Verzögerungen der Dreharbeiten mussten Held und der vorgesehene Regisseur Wolfgang Staudte verzichten; statt seiner übernahm der ungarische Filmemacher Ladislao Vajda, der noch zweimal mit Heinz bei "Ein Mann geht durch die Wand" von 1959 und "Der Lügner" von 1961 zusammen arbeiten sollte.

Vajda schuf ein Werk voll atmosphärischer Spannung, mit vorzüglicher Besetzung, die herausragende Leistungen bot. Rühmann und Gert Fröbe wurden beide für den Deutschen Filmpreis nominiert, unterlagen aber O.W. Fischer für dessen Darstellung in "Helden". Gedreht wurde vor Ort in der Schweiz, unter anderem in Chur und in Trimmis im Kanton Graubünden.

Grundlage des Films ist das Drehbuch des schweizerischen Schriftstellers Friedrich Dürrenmatt, dessen Skript allerdings mit einem Happy End versehen wurde, was dem Autoren gar nicht passte. Seine Version veröffentlichte er noch im selben Jahr als Kriminalroman "Das Versprechen". Diesen wiederum sollte dann 2001 Sean Penn als "The Pledge" ("Das Versprechen") werkgetreu verfilmen. Dort wird der Täter nicht gefasst, und der ermittelnde Polizist (Jack Nicholson) verliert darüber seinen Verstand.

Ein Zuschauer lobt: "Die psychologischen Studien der Hauptcharaktere versetzen den Zuschauer in eine ständige Spannung. Die unheimlichen Bilder, die expressionistischen Einsprengsel und die Atmosphäre eines Film Noir, dass etwas mit der menschlichen Natur schief läuft, machen den Film sehenswert."



"Blood Diamond", RTL2, 20:15 Uhr
Ein Fischer (Djimon Hounsou), ein Schmuggler (Leonardo DiCaprio) und ein Geschäftssyndikat versuchen, eines kostbaren Diamantens habhaft zu werden.

Mehrere Jahre hatte das Exposé zu dieser Geschichte über den Handel mit Diamanten, den internationalen Waffenhandel, die Vernetzung zwischen Regierungstruppen, Rebellentruppen und privaten Söldnerfirmen, Korruption, den Einsatz von Kindersoldaten, den Bürgerkrieg in Sierra Leone und die Traumatisierung der dortigen Bevölkerung schon in den Schubladen von Warner Brothers gelegen, bis das Studio Charles Leavitt ("Warcraft") mit einer Überarbeitung beauftragte. Der Autor kniete sich engagiert mit ausführlichen Recherchen in die Welt der Blutdiamanten-Handels hinein und zeichnet ein wenig schmeichelhaftes Bild von der international verwobenen halb-illegalen Geschäftswelt.

Edward Zwick inszenierte den im Bürgerkrieg von Sierra Leone, der von 1996 bis 2001 andauerte, spielenden US-Thriller für 101 Millionen Dollar in Südafrika und Mosambik. Während er die Geschichte nicht unbedingt souverän erzählt, überzeugt der Film durch seine guten Darsteller und seinen ätzenden Kommentar an den wütend machenden Verhältnissen.

"Blood Diamond" erhielt 2006 gute Kritiken und erreichte einen weltweiten Umsatz von 171 Millionen Dollar, womit er zum Erfolg wurde. Er wurde für fünf Oscars nominiert: Leonardo DiCaprio als "Bester Hauptdarsteller", Djimon Hounsou als "Bester Nebendarsteller", für den "Besten Schnitt", die "Beste Tonmischung" und den "Besten Tonschnitt".

Kriker Mark Adams meinte in "Sunday Mirror": "Edward Zwick schafft es gut, eine breite Palette an Elementen unter einen Hut zu bekommen und sie in zu einem spannenden und zum Nachdenken anregenden Abenteuer zu verbinden, wobei ihm die schönen Aufnahmen helfen."



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