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Con Air mit Nicolas Cage
Con Air mit Nicolas Cage
© Buena Vista

TV-Tipp für Freitag (23.2.): Nicolas Cage geht in die Luft

RTL2 zeigt "Con Air"

"Con Air", RTL2, 22:00 Uhr
Ein gerade begnadigter Gefangener und ehemaliger U.S. Ranger (Nicolas Cage) gerät in eine Geiselnahme, als seine Mitgefangenen ein Transportflugzeug unter ihre Kontrolle bringen.

Ein US-Thriller, bei dem die Zuschauer ihr Gehirn mit dem Gepäck aufgeben können - groß, laut, brutal und doof - und gerade deshalb ein atemloser Spaß, der seinen Reiz besonders aus der Besetzung bezieht, die mit Namen wie John Malkovich, John Cusack, Colm Meaney und Steve Buscemi aufwartet, die man eins zu eins auch in einem kleinen Independent-Drama hätte besetzen können. Sie bringen Gravitas in den entfesselten Orkan von beeindruckender Action und eben solchen Stunts, mit denen sich Produzent Jerry Bruckheimer ("Pirates of the Caribbean: Dead Men Tell No Tales") einen Namen gemacht hat.

Der englische Regissur Simon West ("The Expendables 2") inszenierte die 75 Millionen Dollar teure Walt Disney Studios-Produktion, die - ganz untypisch für das Studio - wegen der Gewaltdarstellungen und Flüche keine Altersfreigabe für Jugendliche ohne Erwachsenenbegleitung erhielt. Gedreht wurde unter anderem auf dem Wendover Airport und dem Ogden Airport im US-Bundesstaat Utah sowie im Sands Hotel in Las Vegas, das sowieso abgerissen wurde, so dass die Filmcrew es dort hemmungslos krachen lassen konnte. Wie gefährlich solche Dreharbeiten sein können, zeigte sich am 29. August 1996, als der Schweißer Phillip Swartz auf dem Wendover Airport von einem Flugzeugmodell erschlagen wurde. Der Film wurd ihm im Abspann gewidmet.

Trotz nur gemischter Kritiken wurde "Con Air" 1997 mit einem weltweiten Umsatz von 224 Millionen Dollar ein großer Erfolg und erhielt sogar zwei Oscar-Nominierungen: Für den Song "How Do I Live" von Dianne Warren, der allerdings zugleich auch für die Goldene Himbeere ins Rennen ging, und den "Besten Ton".

Ein Zuschauer schreibt: "Dieser Film wird niemals in ein Archiv als Beispiel klassischen Hollywood-Geschichtenerzählens aufgenommen werden, aber wer einen großartigen Action-Film sucht, der die Neunziger repräsentiert, kommt an diesem Streifen nicht vorbei. Star des Films sind die Explosionen. Hier geht wirklich alles und fast jeder in die Luft. Und die Besetzung, die das explodieren lässt, ist ziemlich beeindruckend. Die Filmemacher wissen selbst, dass alles total übertrieben ist, und streuen hier und da Humor in diese übergeschnappte Achterbahnfahrt ein."



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